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Region Schwandorf
Donnerstag, 18. Januar 2018 7

Pädagogik

Die BLLV-Kreise fusionieren

Die Lehrerverbände aus Nittenau und Neunburg schließen sich zum Jahreswechsel zusammen. Treue Mitglieder sind geehrt worden.

Bezirksvorsitzende Ursula Schroll sprach gesellschaftliche Probleme an, die Schüler mit in die Klassen brächten. Foto: Oskar Duschinger

Bruck.bIm Rahmen der BLLV-Weihnachtsfeier im Gasthof Berger in Bruck wurden langjährige Mitglieder des BLLV-Kreisverbandes Nittenau geehrt. Bezirksvorsitzende Ursula Schroll und Kreisvorsitzender Klaus Beiderbeck nahmen die Ehrungen vor. Für die musikalische Umrahmung sorgten Hans und Angelika Wiendl.

BLLV-Kreisvorsitzender Klaus Beiderbeck sprach von einem aktiven Kreisverband Nittenau, dem sich am 1. Januar 2018 der Kreisverband Neunburg vorm Wald anschließe. Aus diesem Grund war auch Hans Grassl, der langjährige Vorsitzende des Kreisverbands Neunburg v. W., zur Weihnachtsfeier gekommen.

Lehrer in der Nachkriegszeit

Mit launigen Worten lobte Beiderbeck die Jubilare Franz Sedlmeier und den Ehrenvorsitzenden Siegfried Wächter, der über das Lehrerdasein in der Nachkriegszeit berichtete.

2. Kreisvorsitzender Edgar Scheurer gab einen Überblick für das abgelaufene Vereinsjahr mit Ausflugsfahrten und Vorträgen für aktive Lehrkräfte und Pensionisten.

Die Geehrten

  • Für 30 Jahre Mitgliedschaft:

    Renate Meier, Franz Sedlmeier

  • Für 35 Jahre Mitgliedschaft:

    Lydia Koch

  • Für 50 Jahre Mitgliedschaft:

    Carl-Maria Böhm, Robert Heindl

  • Für 55 Jahre Mitgliedschaft:

    Siegfried Wächter

Die Bezirksvorsitzende des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes Ursula Schroll betonte, dass der BLLV mit seinen 60000 Mitgliedern, pädagogischer Meinungsführer und Mahner in Sachen Schul- und Bildungspolitik in Bayern sei. Der Verband trete für gerechte Bildungschancen für die Kinder, für eine gute Schule, für vernünftige Rahmen- und Arbeitsbedingungen und für die Anerkennung des Lehrerberufes in der Öffentlichkeit, der Gesellschaft und der Politik ein. Für Heiterkeit sorgte ein Auszug Schrolls aus dem Amtlichen Schulanzeiger 1898, in dem zu lesen war: „Im Alter von 30 bis 35 Jahren sind die Lehrerinnen oft bereits ganz gebrochen, nervös, leidend und erfüllen ihre Pflichten ohne Freudigkeit unter inneren Qualen.“

Männer als Lehrer gewinnen

BLLV-Bezirksvorsitzende Ursula Schroll (von rechts), Franz Sedlmeier, Siegfried Wächter und Kreisvorsitzender Klaus Beiderbeck Foto: Oskar Duschinger

Heute, so die Bezirksvorsitzende, seien ca. 80 Prozent der Lehrkräfte Frauen, die auch in Führungspositionen einen hervorragenden Job machten. Deshalb stünde nun eher die Frage im Raum, wie man wieder mehr Männer für den Lehrerberuf gewinnen könne. Schroll beklagte, dass sich gesellschaftliche Veränderung eins zu eins in den Klassenzimmern abbilde: wachsende Aggressivität, fehlende Empathie, Mobbing, Fake News; Kinder, die auf nichts mehr hörten oder reagierten, bei denen Lehrer nicht mehr weiterwüssten. Dabei wollten Lehrkräfte nur eines: in Ruhe ihren Unterricht machen. Entsprechend dem Motto „Ein guter Lehrer ist ein starker Lehrer“ forderte Schroll dazu auf, die Autorität der Pädagogen nicht zu untergraben, sondern zu stärken.

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