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Region Schwandorf
Mittwoch, 20. September 2017 16° 6

Retter

Die Feuerwehr zieht mehr denn je

Die FFW Fischbach verzeichnete bei ihrem Sommerfest einen Rekordbesuch. Für die Jüngsten wird eine neue Gruppe gegründet.
Von Albert Herzog

  • Kaum war die „verletzte Person“ über die neue Drehleiter geborgen, nahmen sich auch schon Mitarbeiter des BRK-Rettungsdienstes dem Hilfsbedürftigen an. Zahlreiche Interessierte verfolgten die Schauübung.Foto: tah
  • Mit der Drehleiter wurde die Bergung eines Verletzten demonstriert. Foto: Herzog
  • Früh übt sich beim Zielspritzen, wer mal ein richtiger Feuerwehrmann werden möchte. Foto: Herzog

Fischbach.Schönes Sommerwetter und als Hauptattraktion die nagelneue Drehleiter der Nittenauer Feuerwehr – beides zusammen garantierte der FFW Fischbach heuer beim „Tag der offenen Tür“, der mit einem Sommerfest kombiniert war, einen Rekordbesuch. 2. Vorsitzende Florian Loibl freute sich besonders über die Teilnahme der Nachbarwehren aus Steinberg am See, Kaspeltshub, Neuhaus, Stefling – und eben Nittenau.

Deren Schauübung mit der neuen Drehleiter in Zusammenarbeit mit der BRK-Bereitschaft Nittenau und einem Rettungswagen mit der Besatzung Serena Unglert und Martin Frey zogen zahlreiche Schaulustige an.

Zentimetergenau gesteuert

Das Szenario lautete: „Bergung einer verletzten Person aus dem Obergeschoss des Gerätehauses in Fischbach.“ Maschinist Otto Götzer steuerte das rund 610 000 Euro teure und 300 PS starke Rettungsgerät zentimetergenau an die Unterkante des Fensters im „OG“. Am Korb war eine Trage befestigt, auf die eine „schwer verletzte Person“ fixiert wurde. Nach dem Einholen durch die Rettungsleiter warteten schon Mitarbeiter des BRK, um die auf der Trage fixierte Person für weitere Maßnahmen bzw. dem Transport ins Krankenhaus zu übernehmen.

Die Nittenauer Drehleiter in Aktion Foto: Herzog

Besondern Augenmerk legt die FFW Fischbach fast schon traditionell auf die Jugendarbeit. Im Jahre 1993 wurde die Jugendgruppe gegründet. Seinerzeit starteten acht Jugendliche zwischen zwölf und 17 Jahren als Feuerwehranwärter. Derzeit befinden sich drei Jungs und ein Mädchen in dieser Truppe, eine weitere Nachwuchstruppe aus Sechs- bis Elfjährigen soll im Oktober gegründet werden. Sie sollen sich die Fischbacher „Blaulicht-Wichteln“ nennen dürfen.

Lesen Sie hier: Feuerwehren kämpfen um Nachwuchs!

Nicht umsonst war der „Tag der offenen Tür“ am Sonntag auch in das Ferienprogramm der Stadt eingebunden. Die Verantwortlichen wollten die Chance nutzen, potenziellen Nachwuchs direkt anzusprechen und ihm zu vermitteln, dass bei der Feuerwehr für jeden etwas geboten ist.

Die Kistlrutsche wurde rege nachgefragt. Foto: Herzog

Die Palette reicht von einem abwechslungsreichen und lehrreichen Programm mit Fahrzeug- und Gerätekunde über die Feuerwehrgrundausbildung mit Prüfungen und Abzeichen bis hin zum Unterhaltsamen und Geselligen wie Zeltlager, Spieleabende oder Fahrten in ein Hallenbad.

Laura Meier, Leon Diettler, Jonas Bockes und Michael Kaiser organisierten am Aktionstag die Cocktail-Bar und kreierten alkoholfreie Mixgetränke zugunsten der Jugendkasse. Für die Kinder wurden viele interessante Spielmöglichkeiten vorbereitet.

Das Zielspritzen war umlagert

Riesengaudi hatten die Kleinen auf der Hüpfburg; von Birgit Dvorak und Miriam Munzert ließen sie sich bunte Masken und Motive auf Gesicht und weiteren Hautflächen pinseln. Ein „blaues Auge“ war diesmal der Renner, gefolgt von Katzengesichtern, Feuerwehrauto auf der Backe oder Haifisch am Handrücken. Umlagert war der D-Schlauch am Hydranten mit Zielspritzen auf ein Häuschen gerichtet, und von der Bierkistlrutsche konnten vor allem die Zwei- bis Vierjährigen nicht genug bekommen.

Das Fest war gut besucht. Foto: Herzog

Kulinarisch wurde es knapp. Wegen des unerwarteten Andrangs drohten Pommes, Bratwürste und Grillfleisch auszugehen, mit Curry-Wurst wurde nachgerüstet. Kaffee und Kuchen am Nachmittag nutzten vor allem die Fischbacher „Stammgäste“.

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Stimmen der Jugend

  • Die 13-jährige Laura Meier

    ist seit zwei Wochen bei der Jugendfeuerwehr und ist noch gespannt, was sie hier alles erwarten wird. Dazu gehören attraktive Freizeitaktivitäten oder auch die gemeinsamen Übungen der Jugendlichen.

  • Auch Michael Kaiser

    ist seit zwei Wochen dabei und wurde von Jonas Bockes angeworben. Der Fußball ist nicht so sein Ding, so Michael Kaiser, 15 Jahre alt, aber der Dienst für Allgemeinheit im Rettungswesen spreche ihn an.

  • Leon Diettler

    , 13 Jahre alt, ist schon seit zwei Jahren bei der Jugendfeuerwehr in Fischbach. Ihm gefallen gemeinsame Übungen der Jugendlichen , Geselligkeit und die Mithilfe beim Organisieren und Durchführung von Festen.

  • Für den 14-jährigen Jonas Bockes

    er ist seit zwei Jahren dabei, bietet die FFW Fischbach spannende und abwechslungsreiche Freizeit-Attraktivität mit interessanten Übungen. Besonders freut er sich aufs Jugendzeltlager.

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