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Region Schwandorf
Freitag, 19. Januar 2018 5

Sozialverband

Die VdK-„Kämpfer“ geben nicht auf

Bei der Jahresversammlung des VdK Teublitz wurden langjährige Mitglieder geehrt und soziale Missstände angeprangert
Von Werner Artmann

Karl Reindl (Zweiter von links) wurde für seine langjährige Mitgliedschaft beim VdK-Ortsverband durch Vorsitzenden Alexander Runz (links) und die Ehrengäste geehrt. Foto: Artmann

Teublitz.Zum Abschluss eines ereignisreichen Jahres konnte der Vorsitzende des VdK-Ortsverbands, Alexander Runz, eine große Anzahl an Mitgliedern und Angehörigen zur Jahresversammlung mit Adventsfeier im Schützenheim Saltendorf willkommen heißen. Als neue Mitglieder konnte Runz auch die Mitglieder der ehemaligen Ortsverbände Katzdorf und Münchshofen, die seit Oktober 2017 in den VdK-Ortsverband Teublitz integriert sind, begrüßen.

In seinem Grußwort betonte 3. Bürgermeister Thomas Beer die Wichtigkeit des VdK in unserer heutigen Zeit. Dazu gehören aber auch Menschen, die sich ehrenamtlich für den Nächsten und die Mitmenschen einsetzen.

VdK-Kreisgeschäftsführer Bernd Steinkirchner berichtete in seinem Rückblick, dass der Mitgliederstand im Kreisverband Schwandorf derzeit 11 132 betrage. Der Ortsverband Teublitz selbst ist bedingt durch die Zusammenlegung mit Katzdorf und Münchshofen auf 622 Mitglieder angewachsen. Steinkirchner bedankte sich bei der Teublitzer Vorstandschaft für ihr Einverständnis mit den Zusammenschlüssen, was aber auch eine erhebliche Mehrarbeit bedeute.

Kein Geld für Geschenke?

Bernd Steinkirchner führte weiter aus, dass der Einzelhandel und die Versandhäuser vor Weihnachten laut Umfrage für jeden Deutschen 300 Euro für Weihnachtsgeschenke einplanen. Er hinterfragte deshalb, was mit den Leuten sei, die dieses Geld dafür gar nicht haben? Jedes 5. Kind in Deutschland wächst in ärmlichen Verhältnissen auf. Das bedeute leider auch, dass diese Kinder weniger Chancen auf ein gutes Leben haben, als Kinder, deren Eltern keine Geldsorgen haben. Leider bestimme in Deutschland immer noch der Geldbeutel der Eltern den Bildungsweg und die berufliche Karriere der Kinder.

Ehrungen beim VdK Teublitz

  • Für 25 Jahre Mitgliedschaft:

    Anette Kolb, Manfred Merl, Rudolf Schwendner, Ilona Steinhauser, Karl Reindl, Gudrun Mau, Gisela Roidl, Johann Rauch, Reinhilde Rauch, Günther Ackermann, Rosemarie Merl

  • 30 Jahre:

    Elisabeth Masurka, Hildegard Henneck, Detlef Ehmann, Rudolf Koller jr.

  • 40 Jahre:

    Walter Müller

  • Leider war nur Karl Reindl

    bei der Ehrung anwesend; die anderen Ehrungen werden nachgeholt. (bat)

Auch im Bereich bezahlbaren Wohnraums sei, so Steinkirchner, die letzten zwei Jahrzehnte sehr viel versäumt worden. Da der traurige Begleiter der Altersarmut die Einsamkeit ist, werde der VdK diese Missstände weiterhin sehr stark thematisieren. Im Anschluss erinnerte er noch an die Feier zum 70-jährigen Bestehens des VdK- Sozialverbandes.

In dieser Zeit habe sich der VdK zu einem „Verband der Kämpfer“ entwickelt. Die Gründerväter und -mütter im Jahr 1946 hätten sich damals tatsächlich so genannt. Sie wollten sich nicht als „Opfer“ sehen, sondern ihr Schicksal nach dem Krieg selbst in die Hand nehmen. Mit ihrem Einsatz für Kriegsbeschädigte wurde in der Nachkriegszeit ein wichtiger Grundstein für die moderne Behindertenpolitik gelegt.

Damals wie heute wollen Menschen mit Behinderung nämlich dasselbe: „Gleichberechtigt teilhaben.“

Rückblick auf das Jahr

Nach diesem Fachvortrag ging Vorsitzender Alexander Runz auf die Aktivitäten des VdK-Ortsverbandes im abgelaufenen Jahr ein. Leider sind 15 Mitglieder verstorben, durch den Zugang der OV Katzdorf und Münchshofen hat sich der Mitgliederstand jedoch auf 622 Personen erhöht. Im Jahr 2017 wurden 43 Geburtstags- und Betreuungsbesuche vorgenommen. Anlässlich des Mutter- und Vatertages wurde eine Halbtagesfahrt zur „Gläsernen Scheune“ und zum „Glasdorf Weinfurthner“ mit einem vollen Bus durchgeführt. Runz sagte, es wäre erfreulich, wenn sich mehr Mitglieder für ein Ehrenamt im Verein zur Verfügung stellen würden.

Der anschließende adventliche Teil enthielt Lieder zum gemeinsamen Singen, Gitarrenspiel von Max und Ursula Schmid und Gesang- und Gedichtvorträge von Johanna und Julia Runz, begleitet auf der Gitarre vom Vater Alexander.

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