mz_logo

Region Schwandorf
Samstag, 18. November 2017 5

Pferdesport

Ein sonniges Jagdwochenende erlebt

Christina Groher auf Solitaire und Christian Wild auf Quinto siegten beim Abschlussrennen des Neunburger Reitvereins

  • Günter Koller auf Pik Dame und Elisabeth Meier auf Lenny springen über ein Hindernis. Fotos: „digge-zigge.de“
  • Die Jagdgesellschaft bestand aus 49 Reitern.

Poggersdorf. Die Herbstjagden des Schwarzachtaler Reit- und Fahrvereins aus Poggersdorf bei Neunburg vorm Wald waren von einem goldnenen Oktober-Wochenende geprägt.

„Der Himmel sympatisiert“ mit den Schwarzachtaler Reitern, sagte zweiter Vorsitzender Roland Diehl in seiner Begrüßung auf dem Kollerhof in Poggersdorf. So begrüßte Vorsitzender Günter Koller am Samstag 49 Reiter zur 37. Jagd. Seit 2014 heißt sie Franz-Koller-Gedächtnisjagd und der Verein gedenkt damit dem verstorbenen Gründer des Schwarzachtaler Reit- und Fahrvereines.

Pause auf dem Demleitnerhof

Zum Stelldichein auf dem Springplatz der Reitanlage ertönten die Klänge der Jagdhornbläser St. Hubertus aus Schwandorf. Sie sind seit 37 Jahren dabei und sorgen für die richtige jagdliche Stimmung.

Danach segnete der Neunburger Pfarrer Stefan Wagner Pferde und Reiter. Beim sogenannten „Bügeltrunk“ stieß man vor dem Abritt mit einem dreifachen „Reiter Horrido“ auf eine „Gute Jagd“ an. Danach reihten sich die Reiter hinter den beiden Füchsen aus dem vergangenen Jahr, Günter Koller und Elisabeth Meier, ein.

Nach zwei Wiesen mit Sprüngen nahe am Hof führte die Jagdstrecke über Neuhartelshof, nach Hartelshof, danach Richtung Penting und von dort weiter zum Stengweiher. Dazwischen lagen viele landschaftlich wunderbar gelegene Wiesen mit extra für diese Veranstaltung aufgebauten und schön geschmückten Hindernissen. Über zwei weitere große Wiesen mit vier Hindernissen bei Egelsried ging es über Wolfsgrub weiter nach Kleinwinklarn. Dort hat die Familie Demleitner die Möglichkeit geboten, auf ihrem Hof die Mittagspause zu verbringen.

Nach der Pause ritt die Jagdgesellschaft, wieder begleitet von einem langen Zuschauertross, zurück nach Egelsried, wo das legendäre Abschlussrennen stattfand. Auf diese Weise werden – für Damen und Herren getrennt – die neuen Füchse für das nächste Jahr bestimmt. Dabei handelt es sich um zwei Wettrennen auf einer langen Wiese. Natürlich werden bereits den ganzen Jagdtag Tipps abgegeben, welche Paare wohl die größte Chance auf einen Sieg haben. Dieses Jahr haben Christina Groher auf Solitaire und Christian Wild auf Quinto, beides Schulpferde aus dem Stall Koller, gewonnen.

Die beiden werden nächstes Jahr zusammen das Jagdfeld anführen. Vorsitzender Günter Koller sprach das Schlusswort und bedankte sich dabei noch einmal bei allen Helfern. Natürlich galt sein ganz besonderer Dank den Landwirten, die ihre Wiesen für die Jagd zur Verfügung gestellt haben.

Nach dem geselligen Beisammensein mit Jagdgericht im Gasthof Koller am Samstagabend fand am Sonntag die sogenannte Jugend- und Einsteigerjagd statt. Auch am Sonntag konnten sich die 39 Teilnehmer über strahlenden Sonnenschein freuen. Die Begrüßung übernahm der zweite Vorsitzende des Schwarzachtaler Reitvereines Roland Diehl.

Let’s Dance und Solitaire gewannen

Die Jagdgesellschaft, angeführt von Susanne Gräßl, der Jugendwartin und Masterin, machte sich auf den Weg, um die Jagdstrecke zu bewältigen. Die Jagdstrecke entsprach dem des Vortages. Auch bei der Sonntagsjagd gibt es immer die Abschlussrennen, bei denen unter der Jugend die neuen Füchse bestimmt wurden.

Bei der Jugend- und Einsteigerjagd wird ein Fuchs aus den Teilnehmern mit Großpferden und einer aus denen mit Ponys beistimmt. Die Rennen konnten jeweils Maximilian Rehm auf Let’s Dance und seine kleine Schwester Pauline auf Solitaire für sich entscheiden.

Die Reihenfolge bei der Jagd

  • Innerhalb der Jagdgesellschaft

    muss während der ganzen Veranstaltung eine genaue Reihenfolge eingehalten werden: Nach den Füchsen kommt stets der Master, er ist für die gesamte Jagd der Anführer und die Einhaltung der Jagdregeln und des richtigen reiterlichen Verhaltens liegt in seiner Verantwortung. Dies war heuer Karlheinz Klein.

  • Ihm folgen die Frontpikeure

    , deren Aufgabe es ist, das Jagdfeld vorne zu begrenzen.

  • Dann kommt das Springerfeld

    , danach die Mittelpikeure, sie markieren die Grenze zum Nichtspringerfeld. Die Schlusspikeure schließ-lich achten am Ende der Gesellschaft darauf, dass das Feld zusammen bleibt.

Die Kommentarfunktion steht exklusiv unseren Abonnenten zur Verfügung. Als Abonnent melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich. Alle anderen Nutzer finden preiswerte Angebote in unserem Aboshop.

Anmelden Registrieren Zum Abo-Shop

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht