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Region Schwandorf
Sonntag, 19. November 2017 3

Auftakt

Endlich können die Bagger anrollen

Nach sieben Jahren Planungszeit wurde am Dienstag der erste Spatenstich für das Baugebiet „Retzer Schübl“ gefeiert.

Bürgermeister, Planer und Erschließungsträger sind froh, dass es am „Retzer Schübl“ endlich losgeht. Foto: xih

Steinberg am See.In der unendlichen Geschichte „Retzer Schübl“ ist nun doch ein Ende in Sicht. Sieben Jahre nach Planungsbeginn rücken die Baufahrzeuge an und erschließen das knapp sechs Hektar große Baugebiet am östlichen Seeufer.

„Nun rückt die Gemeinde tatsächlich bis an den See heran“, freute sich Bürgermeister Harald Bemmerl beim gestrigen Spatenstich zur Erschließungsmaßnahme des Baugebiets. Das „Retzer Schübl“ bilde die Nahtstelle von der Wohn- zur Tourismusgemeinde Steinberg am See. Der Bürgermeister erinnerte an den „beschwerlichen Weg“ mit diversen Planungsänderungen und Gutachten für dieses Areal jenseits der vom Bergbau beanspruchten Fläche.

„Nun rückt die Gemeinde tatsächlich bis an den See heran.“

Bürgermeister Harald Bemmerl

Geduld musste auch Planer Alfred Weiß aufbringen. Der Geschäftsführer der „Objektentwicklung Steinberger See GmbH & Co. KG“ erläuterte die Einzelheiten. Bis Ende Juni 2018 soll das „allgemeine Wohngebiet mit Beherbergung“ erschlossen sein. 564 000 Euro investiert das Planungsbüro in die Infrastrukturmaßnahmen. In den nächsten Tagen erfolgen die restlichen Rodungsarbeiten und die Auslichtung der Böschung zum See hin. Die Anlieger der Seestraße bittet Alfred Weiß um Verständnis für das erhöhte Verkehrsaufkommen in den nächsten Monaten.

Geschichte

  • Entwicklung:

    Das „Retzer Schübl“ wurde vom geplanten Hotel- zu einem Wohnstandort umgewidmet. Das Gebiet befindet sich auf einer Landzunge direkt am östlichen Ufer des Steinberger Sees. Die Zugänge werden auch nach der Bebauung öffentlich nutzbar bleiben. Das Gebiet um den Steinberger See war ein Braunkohle-Tageabbaugebiet, das zum Teil wieder verfüllt sowie verkippt wurde.

  • Areal:

    Als rekultivierte Fläche wurde es im Lauf der Jahre wiederhergestellt. Nach Anstieg des Grundwasserspiegels sind so der Steinberger See und der benachbarte Knappensee entstanden. Das Baugebiet „Retzer Schübl“ befindet sich jenseits der damals bergbaulich beanspruchten Fläche. Das haben Bodenuntersuchungen und Gutachten im Auftrag der Gemeinde ergeben. (xih)

Das Grundstück wird in 17 Parzellen zu je 600 bis 800 Quadratmeter aufgeteilt. 16 für Einzelanwesen und eine Parzelle für einen Geschossflächenbau zur gewerblichen Nutzung. Auf dem „Retzer Schübl“, das nach einem Flurnamen benannt ist, sollen nach den Vorstellungen der Gemeinde und des Planungsbüros Ferienhäuser zur dauerhaften oder vorübergehenden Nutzung entstehen. Mitte nächsten Jahres ist Baubeginn für die ersten Häuser auf dem Areal in bester Lage am See.

Wer Interesse an einem Grundstück hat, kann sich schon jetzt mit dem Erschließungsträger in Verbindung setzen. Mit den Erschließungsarbeiten beauftragte das Ingenieurbüro Weiß (Neunburg vorm Wald) die Firma Helmut Seebauer aus Schwarzhofen. Die Pläne sehen 14 000 Quadratmeter öffentliche Grünfläche und 5000 Quadratmeter Straßen und Wege vor. Die Wohnadresse wird „Am Retzer Schübl“ lauten. (xih)

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