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Region Schwandorf
Dienstag, 26. September 2017 19° 2

Politik

Entspannter Wahlkampf mit Kabarett

Die Frauenunion Schwandorf erprobte unter dem Motto „Lounge in the City“ ein neues Format. JU und Senioren nahmen nicht teil.

„Lounge in the city“: Sozialministerin Emilia Müller (links) und die pensionierte Amtsgerichtsdirektorin Irmingard Schmid (rechts) fühlten sich sichtlich wohl. Foto: xih

Schwandorf.Die Frauenunion (FU) hat sich im Wahlkampf für ein neues Format entschieden. „Lounge in the city“ nannten die Veranstalter der FU den Empfang am Freitag in der Spitalkirche. Die Gäste sollten bei Sekt und Häppchen angeregte Gespräche führen und sich mit Musik und Kabarett unterhalten lassen. Der Terroranschlag in Barcelona trübte die Stimmung. Die Kreisvorsitzende rief zu einer Gedenkminute auf. Im Stich gelassen fühlte sich Marianne Forster (Nabburg) von den anderen CSU-Gemeinschaften. Die Junge Union fehlte ebenso wie die Senioren der Partei.

Der CSU-Bundestagsabgeordnete Karl Holmeier schwörte die Parteifreunde auf das Wahlkampffinale ein. Er sieht die Union gut aufgestellt. „Schließlich haben wir alle unsere Versprechen eingelöst“, so Holmeier. Vollbeschäftigung, blühende Wirtschaft, ausgeglichener Haushalt, intakte Infrastruktur – da gebe es keinen Grund, die Pferde zu wechseln. Vor allem im Hinblick auf die neuen Herausforderungen. „Wir werden die Bürger steuerlich entlasten“, kündigte der CSU-Politiker an. Und der „Einstieg in den Ausstieg aus dem Solidarpakt“ sei überfällig.

Kreisvorsitzende Marianne Forster (vorne Zweite von links) hieß zum Empfang der Frauenunion rund 60 Gäste willkommen. Foto: xih

Bayerns Familienministerin Emilia Müller forderte eine Ergänzung des Ehegattensplittings, eine steuerliche Entlastung der Familien und eine Kinderkomponente. Bei der Fremdbetreuung der unter Dreijährigen habe sich Bayern zu einem Paradigmenwechsel durchgerungen. Jetzt gehe es darum, die Qualität der Förderung zu verbessern. Emilia Müller strebt einen „Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung“ an und will den Eltern der Grundschüler eine Betreuungsgarantie geben. Im „Kampf gegen die Altersarmut“ und in der „Herstellung von sozialer Gerechtigkeit für die Frauen“ sieht die Sozialministerin eine weitere Herausforderung. Eine „gesamtgesellschaftliche Aufgabe“ sei die Integration der Flüchtlinge. Sie gelinge nur, „wenn die Zuwanderung begrenzt wird und ein Integrationswille zu erkennen ist“.

Listenkandidat Alexander Trinkmann wertete die „Wahlempfehlung“ des türkischen Ministerpräsidenten als weiteren Beweis dafür, „dass die doppelte Staatsbürgerschaft abgeschafft gehört“. Nach einer Stärkung am Büffet erklärte der Musikkabarettist „Vogelmayer“, wo er „dahoam“ ist. „Dort, wo der Himmel weiß und blau und der Schweinsbraten g‘sund ist, es nur eine Partei gibt und wo die Preißn Urlaub macha“. (xih)

Weitere Themen

  • Lärmschutz:

    Der CSU-Bundestagsabgeordnete Karl Holmeier streifte in seiner Ansprache viele Themen. Der Lärmschutz an Straße und Schiene sei dem Bundestagsabgeordneten ein besonderes Anliegen.

  • Stromtrassen:

    „Wir müssen den Bürgern die Ängste nehmen“, so Holmeier. Das gelte auch bei der Erdverkabelung der Stromtrassen.

  • Infrastruktur:

    Beim Breitbandausbau und der Mobilfunkversorgung sei Bayern auf einem guten Weg.

  • Schulen:

    Den Kommunen verspricht Holmeier ein Milliardenpaket zur Sanierung ihrer Schulen.

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