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Region Schwandorf
Sonntag, 17. Dezember 2017 4

Bürgerversammlungen

Es wird viel zu schnell gefahren

Themen, die den Bürgern in Saltendorf und Premberg auf den Nägeln brannten, waren Verkehr, Umgehung und Hochwasser.
Von Werner Artmann

Raser gibt es nicht nur in Großstädten, auch viele Autofahrer auf der Straße von Premberg nach Münchshofen fahren zu schnell, klagen die Anwohner. Foto: dpa

Teublitz.Recht interessiert verfolgten die Teilnehmer die Bürgerversammlungen in den Stadtteilen Saltendorf und Premberg und trugen vor, was ihnen so „auf den Nägeln brennt.“ Bürgermeisterin Maria Steger nahm davon viele Anregungen und Wünsche mit in das Rathaus. Im Schützenheim in Saltendorf konnte Steger 35 Personen begrüßen. Kritisiert wurde hier von einem Bürger der nicht gerade ansehnliche Platz an der südlichen Stadteinfahrt gegenüber der Telemannschule. Wie Steger dazu ausführte, handelt es sich hier um privates Areal, über das die Stadt keine Rechte verfügt.

Über den Ausbau der Rötlsteinstraße wollte ein Bürger Näheres wissen. Dazu sagte Steger, dass nach Fertigstellung der Planungen diese dem Stadtrat vorgelegt werden. Vorgesehen sei dann auch eine Infoveranstaltung für die Anlieger über die Kosten und entstehenden Unannehmlichkeiten. Zum Hochwasserschutzprogramm tauchte die Frage auf, ob hier für die Anlieger Kosten entstehen. Trotz dieser umfangreichen Baumaßnahmen sehe man in Saltendorf durch den Deutschwehrgraben ein Rückstauproblem.

Kosten trägt die Stadt

Steger stellte dazu fest, dass die Kosten einzig und allein die Stadt zu tragen habe. Angesprochen wurde auch das Zurückschneiden der Bäume entlang der Rötlsteinstraße, der schlechte Zustand der Wege im Friedhof (Rollator), das Parken von Fahrzeugen auf den Bürgersteigen in der Lohstraße, die Anleinpflicht von Hunden und ein Fahrradweg in Richtung Verau. Diese Punkte wollte Steger mit ins Rathaus mitnehmen.

Zur Versammlung im Premberger Dorfstadl waren rund 20 Bürger bekommen. Wie Steger ausführte, sind in Premberg 283 Personen gemeldet. Das sind 3,8 Prozent der Einwohner von Teublitz. Die Frage nach der Fertigstellung der Straße von Premberg zum Richthof wurde dahingehend beantwortet, dass diese vermutlich noch eine Woche länger dauern wird. Gefragt wurde, inwieweit das neue Mehrgenerationenhaus in Saltendorf im Hochwassergebiet stehe und man dort nicht besser Wohnhäuser bauen hätte können. Bis auf eine kleine Zufahrt, so Steger, sei das ehemalige Saltendorfer Schulgebäude oberhalb des Jahrhunderthochwassers. Bei einem Abriss wäre vermutlich eine Baugenehmigung vom Landratsamt verweigert worden, ähnlich dem ECAN Gebäude in der Erlenstraße.

Thema „Schankerlaubnis“

Auf die Frage nach den Kosten der Planungen und Untersuchungen für die Umgehungsstraße sagte Steger, dass sie die genauen Zahlen nicht auf Anhieb nennen könne. Für das Raumordnungsverfahren kommen auf die Stadt Kosten von 50 000 Euro zu. Zum Thema „Schankerlaubnis“ für den Dorfstadel in Premberg führte Steger aus, dass vor kurzem eine Brandschutzuntersuchung durchgeführt wurde. Diese ergab, dass ein zweiter Notausgang notwendig ist. Weiter sind auch bauliche Veränderungen am Gebäude notwendig und dies alles kann vermutlich erst im Frühjahr realisiert werden. Es ist bis zur baulichen Lösung ein provisorischer zweiter Notausgang eingerichtet worden. Eine dauerhafte Schankgenehmigung werde von Seiten der Stadt nicht angestrebt. Alle Veranstaltungen müssen demnach eine Einzelerlaubnis beantragen.

Thema war auch das zu schnelle Fahren auf der Straße von Premberg nach Münchshofen. Vorgebracht wurde, dass die Fahrzeuge bis zu 120 km/h schnell fahren und viele sich nicht an die 50 km/h halten. Bürgermeisterin Steger stellte dazu fest, dass die Messung der Geschwindigkeit bereits durch die Stadt erfolgte. Ein Fehlverhalten der Autofahrer wurde dort ebenfalls festgestellt. Man forderte, dass dort vermehrt die kommunale Verkehrsüberwachung kontrollieren sollte. Ein Bürger fordert zusätzlich ein Kinder-Hinweisschild, wie es bereits auf der Seebergstraße montiert ist. Weiter wies die Bürgermeisterin darauf hin, dass bereits auf frühere Bürger-Anträge hin Verkehrsschilder mit 50 km/h aufgestellt und zusätzlich auf der Straße mit weißer Farbe die Geschwindigkeitsbegrenzung angebracht wurde. Weiter wurde vorgeschlagen, einen Fahrbahnteiler einzubauen oder bauliche Veränderungen vorzunehmen, damit der Autofahrer automatisch abbremsen muss. Steger versprach zu veranlassen, dass auf der Straße vermehrt Verkehrskontrollen durchgeführt werden.

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