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Region Schwandorf
Sonntag, 19. November 2017 3

Gewalt

Fachtagung zu einem brisantem Thema

Eine Fortbildung des Arbeitskreises „Sexueller Missbrauch“ in Schwandorf zeigte großen Informationsbedarf auf.

Die Referentinnen (von rechts) Karina Pfeiffer, Alexandra Friedrich, Heidi Zorzi, Doris Sporrer und Nadine Schirach mit der Organisatorin des Arbeitskreises, Helga Forster Foto: Landratsamt Schwandorf

Schwandorf.Gut besucht war die vom Arbeitskreis „Sexueller Missbrauch im Landkreis Schwandorf“ organisierte Fachtagung „Sexuelle Gewalt – was tun?“ im Haus des Guten Hirten in Schwandorf. Ziel der Fachtagung war es, die Grundlagen zur sexuellen Gewalt zu vermitteln, über die verschiedenen Verfahren bei den beteiligten Behörden zu informieren und mehr Sicherheit zu gewinnen, da das Themengebiet sexuelle Gewalt alle Fachkräfte im beruflichen Alltag vor große Herausforderungen stellt.

Dass das Thema so brisant ist und viele Fachkräfte Informationen zu der Problematik suchen, zeigte sich auch daran, dass 50 Teilnehmer aus der Kinder- und Jugendarbeit aus der ganzen Oberpfalz gekommen waren, wie etwa Jugendsozialarbeiter an Schulen, Erziehungsberatungsstelle, Kreisjugendamt und Diakonie. Fünf Referentinnen betrachteten das Thema „Sexuelle Gewalt – was tun?“ aus verschiedenen Blickwinkeln.

Doris Sporrer, Diplom-Psychologin der Erziehungs-, Jugend- und Familienberatungsstelle Schwandorf, und Karina Pfeiffer, Diplom-Sozialpädagogin und Jugendsozialarbeiterin an Schulen für das Kolping-Bildungswerk, vermittelten Grundlagenwissen und Handlungsstrategien für die professionelle Arbeit.

Heidi Zorzi, Diplom-Psychologin und approbierte Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeutin, führte die Teilnehmer in die therapeutische Sichtweise ein. Unter dem Titel „Wenn Worte fehlen“ referierte sie über psychodynamische Aspekte und psychotherapeutische Herangehensweisen in der Arbeit mit kindlichen und jugendlichen Opfern und Tätern sexueller Grenzüberschreitungen. Im dritten Vortrag informierte Nadine Schirach, Diplom-Sozialpädagogin vom Kreisjugendamt, über die Aufgaben und Herangehensweise des Jugendamtes beim Bekanntwerden einer Kindeswohlgefährdung aufgrund sexuellen Missbrauchs. Zum Abschluss der Tagung referierte die Kriminalhauptkommissarin beim Polizeipräsidium Oberpfalz, Alexandra Friedrich, über das Verfahren bei der Polizei und den Ablauf eines Ermittlungsverfahrens vom Bekanntwerden des Sachverhalts bis zur Weiterleitung an die Justiz.

Helga Forster, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises, war sehr zufrieden mit der Tagung und freute sich, dass mit den Referaten den Teilnehmern ein umfassender Einblick in die Thematik „Sexuelle Gewalt“ eröffnet werden konnte.

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