mz_logo

Region Schwandorf
Samstag, 16. Dezember 2017 10

Gesundheit

Förderverein zieht zum Jubiläum Bilanz

Seit ihrer Gründung haben die Freunde und Förderer des Krankenhauses St. Barbara Geräte im Wert von 810 000 Euro übergeben.
Von Max Schmid

  • Das Krankenhaus St. Barbara in Schwandorf wird seit fast 25 Jahren vom Förderverein unterstützt. Foto: Archiv
  • Andreas Wopperer, Vorsitzender des Vereins Freunde und Förderer des St. Barbara Krankenhauses Schwandorf Foto: smx
  • Dr. Heinrich Giewekemeyer gab einen umfassenden Rückblick auf 25 Jahre Förderverein.

SCHWANDORF.Der Verein Freunde und Förderer des Krankenhauses St. Barbara feiert im kommenden Jahr sein 25-jähriges Bestehen. Bei der Mitgliederversammlung im Festsaal des Krankenhauses informierte Vorsitzender Andreas Wopperer über die in diesem Jahr beschafften Geräte für den Krankenhausbetrieb, die aber zum Teil noch nicht übergeben werden konnten, da es Lieferschwierigkeiten gegeben habe.

Wopperer zeigte sich jedoch davon überzeugt, dass dem Krankenhaus „spätestens bis zum Christkindl“ die Einbauwärmeschränke für die Geburtshilfe und ein EKG-Gerät für die Notaufnahme geliefert werden. Ein Videolaryngoskop, ebenfalls für die Notaufnahme, sei bereits in Betrieb genommen worden. In der Summe habe man in diesem Jahr 26 500 Euro aus Vereinsmitteln aufgewendet.

Seit Gründung des Vereins, die am 8. Februar 1993 erfolgte, habe der Förderverein insgesamt rund 810 000 Euro für notwendige Gerätschaften im Krankenhaus St. Barbara bereitgestellt, resümierte Wopperer.

Er sprach auch das Thema Krankenhauserweiterung an, verwies auf den ersten Spatenstich am 19. September und traf die Feststellung, dass die Arbeiten für den Neu- und Erweiterungsbau auch trotz der gefundenen Fliegerbombe nicht zu stoppen waren.

Innerhalb von zwei Jahren würden hier 50 Millionen Euro verbaut und damit in eine noch bessere und umfangreichere Gesundheitsvorsorge für die Bevölkerung investiert. Die Umsetzung geschehe sehr zügig, die neuen medizinischen Angebote für die Patienten würden bald zur Verfügung stehen und die laufende Maßnahme werde nicht der letzte Schritt sein, um St. Barbara als den Zentralversorger in Stadt und Landkreis Schwandorf und darüber hinaus zu stärken und weiter wachsen zu lassen. Wopperer dankte deshalb allen Mitgliedern und Sponsoren für die finanzielle Unterstützung.

Geld zum Wohle der Patienten

Bürgermeisterin Martina Englhardt-Kopf dankte dem Förderverein für die beträchtlichen Geldbeträge, die zum Wohle des Krankenhauses und somit letztlich auch zum Wohle der Patienten zur Verfügung gestellt worden seien. Damit werde auch ein wichtiger Beitrag für eine hervorragende medizinische Versorgung der Bevölkerung geleistet. Das Krankenhaus St. Barbara sei für die Zukunft gut aufgestellt und mit mehr als 700 Mitarbeitern auch ein wichtiger Arbeitgeber in der Region, stellte Englhardt-Kopf fest.

Bürgermeister Thomas Falter aus Wackersdorf sah in seinem Grußwort eine enge Verbindung des Krankenhausnamens mit der Bergbautradition und der Heiligen Barbara als Schutzpatronin der Bergleute. Das Krankenhaus sei unverzichtbar für die Region und habe sich besonders das „Mitmenschliche“ auf die Fahnen geschrieben. Michael Enzmann bedankte sich im Namen der Krankenhausleitung für die wertvollen Gerätespenden, mit denen man immer wieder unterstützt werde, und betonte, dass man die Krankenhauserweiterung mit großem Schwung voranbringen werde.

Dr. Heinrich Giewekemeyer, Schriftführer des Fördervereins, zeigte im Anschluss in einer Multimediaschau die zahlreichen Aktivitäten seit Bestehen des Vereins auf. Derzeit gebe es in Schwandorf nur noch vier Gründungsmitglieder, alle anderen seien verstorben oder verzogen.

1993 sei der damalige Oberbürgermeister Hans Kraus zum ersten Vorsitzenden der Freunde und Förderer des Krankenhauses St. Barbara gewählt worden. In der Satzung habe man als Vereinsziel die Beschaffung von Geräten für den Krankenhausbetrieb festgeschrieben. Anfangs habe man noch Schecks überreicht, später sei man dazu übergegangen, die Geräte zu beschaffen und zu übergeben. Bereits 1994 habe man 13 000 D-Mark und ein Jahr später stolze 45 000 D-Mark übergeben können, da damals das neu eröffnete Globus-Warenhaus eine großzügige Spende an den Förderverein gemacht hatte.

1995 startete der Reigen der Benefizkonzerte mit dem Sängerbund und der Neukirchner Blasmusik. Als Nachfolger von Hans Kraus wurde Hans Graf 1997 neuer Vereinsvorsitzender. 1998 startete man mit den Jahresausflügen, der Mitgliederstand habe sich auf 261 Personen erhöht. Dann folgte im Jahr 2000 die Anschaffung von Roll-und Pflegestühlen sowie eines Patiententransporters für die Nothilfe sowie 15 moderner elektrischer Betten im Gesamtwert von 98 000 D-Mark. Nach der Währungsumstellung auf den Euro wurde der Mitgliedsbeitrag auf 15 Euro erhöht und Dr. Bernhard Wankerl Justitiar des Vereins.

Herzbetten für die Intensivstation

In den Folgejahren habe man Säuglingsbetten, Spritzenpumpen, Herzbetten für die Intensivstation und ein Neuromonitoring-Gerät angeschafft. 2004 wurde Andreas Wopperer zum zweiten Vorsitzenden gewählt. Im 75. Jahr des Krankenhausbestehens wurden Geräte im Wert von 116 070 Euro übergeben: ein Beatmungsunterstützungsgerät, ein Blutwaschgerät und ein gynäkologischer Untersuchungsstuhl.

2007 und 2008 verstarben die Gründerväter des Vereins, Hans Graf und Altoberbürgermeister Hans Kraus. Andreas Wopperer wurde danach zum ersten Vorsitzenden und Bernd Hasselfeldt zum zweiten Vorsitzenden gewählt. Dr. Giewekemeyer berichtete von weiteren wichtigen Geräten wie tragbaren Schmerzpumpen, Blutdruckmessgeräten, einem Narkosegerät, Reanimationspuppen und neuen Babybettchen, die in den folgenden Jahren angeschafft wurden. Im Jahr 2010 sei St. Barbara von den Barmherzigen Brüdern übernommen worden.

Die Kommentarfunktion steht exklusiv unseren Abonnenten zur Verfügung. Als Abonnent melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich. Alle anderen Nutzer finden preiswerte Angebote in unserem Aboshop.

Anmelden Registrieren Zum Abo-Shop

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht