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Region Schwandorf
Dienstag, 21. November 2017 7

Gesundheit

Gefäßkrankheiten sind oft gefährlich

Das Patientenforum zum Thema Gefäßchirurgie am Krankenhaus St. Barbara war gut besucht und vermittelte viele wichtige Tipps.

Chefarzt Dr. Detlef Schoenen und sein gefäßchirurgisches Team in St. Barbara, Leitende Oberärztin Dr. Christine Tabken, Fachärztin Ira Rabago und Oberarzt Dejan Lazeski (v. l.), informierten über Erkrankungen. Foto: Claudia Seitz

Schwandorf.„Wenn die Lebensadern erkranken“ – unter diesem Motto fand im Krankenhaus St. Barbara in Schwandorf ein gut besuchtes Patientenforum der Hauptfachabteilung Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie von Chefarzt Dr. Detlef Schoenen statt.

Ira Rabago, gefäßchirurgische Fachärztin, informierte die Besucher zum Thema „Krampfadern sind nicht nur ein optischer Makel, sondern auch gefährlich“ über das Krankheitsbild, unter dem fast jeder fünfte Erwachsene in Deutschland leidet. Letztlich können unbehandelte Krampfadern zu ausgeprägten Geschwüren an den Beinen führen, was eine meist schmerzhafte und langwierige Behandlung nach sich zieht. Die Gäste erhielten anschauliche Informationen zu konservativen und operativen Behandlungsmöglichkeiten sowie praktische Tipps für den Alltag.

Im Folgenden berichtete Oberarzt Dejan Lazeski über das Krankheitsbild der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK), auch bekannt unter den Begriffen „Raucherbein“, „Schaufensterkrankheit“ und „Diabetischer Fuß“. Derzeit leiden in Deutschland etwa 4,5 Millionen Patienten unter dieser Erkrankung. Das Thema „Bypasschirurgie heute – auf Umwegen zurück ins Leben“ stellte ausführlich die Entstehung der Gefäßverkalkung, deren Risikofaktoren und die Behandlungsmöglichkeiten dar.

Erkrankung hat schwerwiegende Folgen

Der letzte Vortrag stellte Durchblutungsstörungen des Gehirns in den Mittelpunkt. 20 Prozent aller Schlaganfälle sind demnach auf Engstellen an der Halsschlagader zurückzuführen. Leitende Oberärztin Dr. Christine Tabken betonte die schwerwiegenden Folgen dieser heimtückischen Erkrankung. Letztlich führten die gleichen Risikofaktoren wie bei der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit zur Verkalkung der Gehirnarterien – nur dass sich die Erkrankung hier nicht durch Schmerzen oder andere Warnzeichen bemerkbar macht, sondern direkt einen schweren Schlaganfall mit meist bleibende Schäden für den Patienten auslösen kann. Leitende Oberärztin Dr. Christine Tabken erläuterte ausführlich Risiken und vorbeugende Maßnahmen und stellte anhand zahlreicher Bilder die Technik eine Schlagader-Operation vor.

Anschließend wurden die Fragen der Zuhörer beantwortet. Insbesondere wurde dargestellt, wie wichtig die enge Zusammenarbeit von Hausärzten und den verschiedenen Fachabteilungen Radiologie, Kardiologie, Diabetologie und Gefäßchirurgie bei der Erstellung eines individuellen, „maßgeschneiderten“ Behandlungsplans für den jeweiligen Patienten sei.

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