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Region Schwandorf
Montag, 23. Oktober 2017 4

Kommunalpolitik

Gemeindewahrzeichen soll geöffnet werden

Der Thansteiner Gemeinderat hat einstimmig grünes Licht zur Nutzungsänderung für den Burgturm gegeben.
Von Ralf Gohlke

Der Burgturm in Thanstein Foto: Gohlke

Thanstein.Mit seiner jüngsten Beschlussfassung in öffentlicher Sitzung am Donnerstag, hat der Gemeinderat den Weg für die künftige touristische Nutzung des Burgturmes in Thanstein freigemacht. Er stellte offiziell den Antrag auf Nutzungsänderung als Aussichtsturm. Voraussetzung für die Genehmigung sind eine Reihe von Baumaßnahmen, die so in Angriff genommen werden sollen, dass spätestens das Burgfest 2018 als Eröffnungstermin ins Auge gefasst werden kann.

Seit drei Jahren bemüht

„Seit rund drei Jahren sind wir bestrebt, zusammen mit allen Fachstellen und dem Freistaat als Eigentümer, die Weichen für eine öffentliche Nutzung zu stellen“, erinnerte Bürgermeister Walter Schauer in seinem Sachvortrag. Er begrüßte die Sanierung und Restaurierung durch den Freistaat außerordentlich, unterstrich aber zugleich, dass es sich hierbei um einen markanten Aussichtspunkt handel, der einen Blick weit über die Gemeindegrenzen hinaus ermögliche.

Zunächst sei es nur darum gegangen, eine Zugangstreppe an der Außenwand zu erstellen, die das Betreten des Turmes überhaupt ermögliche. Im Zuge der Planung seien in Absprache mit den Behörden aber weitere Maßnahmen gefordert worden, die nun erfüllt werden müssen.

Als Beispiel nannte der Bürgermeister eine elektronische Schließanlage am äußeren Treppenaufgang, die den Weg nur mittels Personalausweis oder Ähnlichem freigebe, um zu verhindern, dass etwa Kinder den Turm ohne Aufsicht betreten. Weiter Anforderungen seien eine Niedervolt-Beleuchtungsanlage mit Bewegungsmelder, Veränderungen der Innentreppe und das Senkrechtstellen der Ausstiegstür.

Der Rand des Turmes werde mit einer Absturzsicherung ausgestattet ebenso wie mit vier Anschlagspunkten, die ein Abseilen ermöglichen. Gleiches gelte für Aufstiegshaken, die Rettungskräften einen Zugang von Außen ermöglichen sollen, etwa bei einem Brand im Treppenhaus. Derzeit in Arbeit sei ein Brandschutzkonzept.

Auf Nachfrage bestätigte Bürgermeister Schauer, dass die FFW Thanstein bereits über ausgebildetes Rettungspersonal speziell für diese Aufgaben verfüge. Ohne noch einmal ins Detail zu den geplanten Kosten zu gehen, sprach er von einer voraussichtlichen Förderung in Höhe von 60 bis 65 Prozent der förderfähigen Kosten. Zudem sei durch die Regierung der Oberpfalz die Genehmigung zum vorzeitigen Maßnahmenbeginn im Rahmen der Dorferneuerung erteilt worden.

Gespräche seien mit dem Burg-Verein geführt worden, der sich ebenfalls einbringen werde. Einstimmig billigte das Gremium den Antrag auf Nutzungsänderung, nachdem Nachfragen zu eventuellen Folgekosten noch geklärt werden konnten .

Eine erfreuliche Mitteilung hatte der Bürgermeister in Bezug auf die geplanten Baumaßnahmen der Wasserversorgungsanlage Dautersdorf als notwendige Voraussetzung für den Anschluss an den Wasserlieferzweckverband Nord-Ost-Gruppe. Sie umfassen die Zubringerleitungen von Dautersdorf nach Thanstein, eine Anschlussleitung zu Anwesen Mühlbauer, die Verbindungsleitung Dautersdorf nach Jedesbach und das Ortsnetz in Jedesbach.

Schauer vermittelte, dass eine Besprechung mit den Fachstellen ergeben habe, dass aufgrund geänderter Förderrichtlinien im Rahmen einer Härtefallregelung rund 240 000 Euro mehr an Förderung möglich wären. So bliebe für die Anschlussleitung ein Restbetrag für die Gemeinde von rund 235 000 Euro und den Ausbau des Ortsnetzes rund 42 000 Euro. Dies seien ein Gesamtbetrag von rund 277 000 Euro anstelle von ursprünglich geplanten 424 000 Eigenanteil.

Dipl.-Ing. Winfried Legl vom Planungsbüro Weiß & Partner erläuterte technische Details zu den Maßnahmen. Er stellte fest, dass die Ergebnisse der Baugrunduntersuchung noch nicht endgültig vorlägen. Erst dann könne festgelegt werden, ob die Bauweise in offener Form oder durch sogenannte „Inliner“ die wirtschaftlichere Lösung darstelle. Letztere biet sich vor allem im Bereich Jedesbach an.

Ausschreibung in zwei Losen

Geplant sei nun, die Maßnahme in einem Paket, aber aufgeteilt in zwei Lose, auszuschreiben. Das biete den Firmen mehr Flexibilität bei der Annahme. Der Beschluss des Gemeinderates beinhaltete drei getrennte Thematiken, den Grundsatzbeschluss zum Bau der Anlage, den Zuwendungsantrag und die Handlungsvollmacht für den Bürgermeister, alle erforderlichen Schritte einzuleiten. Der Beschluss erging einstimmig.

Walter Schauer teilte die ersten Ergebnisse der Kommunalen Verkehrsüberwachung mit. Demnach seien in Kulz zwei Geschwindigkeitsübertretungen und in Thanstein zehn Übertretungen gemessen worden, alle im Ordnungsgeldbereich bis auf eine, mit einem Bußgeld. (ggo)

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