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Region Schwandorf
Dienstag, 26. September 2017 19° 2

Hintergrund

Gesichter hinter der Großveranstaltung

Ob als Maskottchen oder hinter den Kulissen – ohne die zahlreichen Helfer wäre das Bürgerfest in Maxhütte-Haidhof undenkbar.
Von Norbert Wanner

Marco Würdinger und Luis Hermann steckten im Kostüm der Maxi-Maus, dem Stadtmaskottchen von Maxhütte-Haidhof. Foto: Wanner

Maxhütte-Haidhof.Vor und hinter den Kulissen sorgen viele fleißige Hände dafür, dass die Besucher das Bürgerfest genießen können – wir haben einige von ihnen besucht und mit ihnen gesprochen. Wie Marco Würdinger und Luis Hermann; die beiden 17 und 19 Jahre jungen Maxhütter waren 2017 als Maxi-Maus unterwegs. Und das Gespräch mit den beiden jungen Männern beginnt direkt mit einer Frage: „Können wir etwas trinken?“ Denn Maxi-Maus zu sein, heißt einiges an Schweiß und Kraft zu lassen. Selbst bei den angenehmen Temperaturen wie Samstag sind die roten Köpfe unübersehbar. Das Kostüm erinnert an eine Schwitzkammer, in der noch dazu das Atmen nicht ganz leicht fällt.

Das alles sehen die Kinder natürlich nicht, die fröhlich lachen und jauchzen und sich schlicht freuen, wenn die Maxi-Maus auf sie zukommt. Zu ihrem Maskottchen-Job kamen die beiden über einen offiziellen Aufruf bei Facebook. Dort suchte die Stadt nämlich vor dem diesjährigen Bürgerfest nach Freiwilligen. Das Ergebnis ihrer Bewerbung: Fünf äußert anstrengende Stunden für jeden der beiden. Und trotzdem ist die Bilanz von Marco Würdinger und Luis Hermann eindeutig: Der Job macht ihnen Spaß, sind sie doch ein unverwechselbares Gesicht für das Bürgerfest 2017.

Herr über 800 Meter Kabel

Bauhof-Elektriker Thomas Heider Foto: bxh

Es ist kurz vor 19 Uhr am Samstagabend und Thomas Heider ist bereits über zwölf Stunden im Dienst. Ohne ihn geht nichts auf dem Bürgerfest. Er sorgt als Mitarbeiter des Bauhofes und gelernter Elektriker dafür, dass überall wo Strom gebraucht wird, auch welcher aus der Steckdose kommt. 800 Meter Leitungen, acht Verteiler, dazu rund 25 Unterverteilungen stellt allein die Stadt, erzählt Heider. Dazu kommen zwei Notstromaggregate vom THW mit 78 und 310 Kilovolt. Als wäre das nicht schon genug Arbeit, musste Heider auch noch die Spätfolgen des heftigen Gewitters von Freitagnacht wieder beseitigen. Die Feuchtigkeit sorgte dafür, dass reihenweise FI-Schalter ausgelöst wurden und Heider einige Arbeit damit hatte.

Geschulte Ohren für jeden Ton

Alfred Hofmaier – Herr der Knöpfe. Foto: bxh

Hauptbühne – Bühne 1 vor dem Rathaus, das ist die Bühne von Alfred Hofmaier. Nicht weil Hofmaier dort singt, sondern weil er dafür sorgt, dass andere dort singen können und auch noch zu verstehen sind. Hofmaier gehört zu den Veranstaltungstechnikern, die auf dem Bürgerfest für den guten Ton zuständig sind. Das ist gar nicht so einfach, reicht die Palette auf seiner Bühne doch von A capella-Gesang bis zur Rockmusik. Jahrzehntelange Berufserfahrung, 40 Jahre sind es bei ihm, kann da nicht schaden. Hofmaier und sein Mischpult sind eine Einheit. Wichtig ist ihm vor allem, dass er trotz seiner privaten Vorliebe für Ramstein, für jede andere Musikrichtung das richtige Gehör hat. Denn bei aller Technik, seine Ohren entscheiden letztendlich darüber, ob die Zuhörer mit dem was sie aus den Boxen hören, zufrieden sind.

Lachen auch bei mehr als 60 Grad

Angelika Fischer kennt die süßen Gelüste vieler. Foto: bxh

Sie hat schon erleben dürfen, dass in Maxhütte-Haidhof bei 60 oder 70 Grad, wohlgemerkt im Schatten, Bürgerfest gefeiert wurde. Ihr Name: Angelika Fischer. Sie verkauft die Zutaten, die auf einem solchen Fest nie fehlen dürfen: Zuckerwatte, Schokobananen, Softeis, gebrannte Mandeln – alles, was süß ist und gut schmeckt. Da das alles frisch zubereitet wird, entwickeln die Gerätschaften in ihrem Verkaufswagen entsprechende Temperaturen, so dass für sie Kälte nicht mal am Weihnachtsmarkt ein Thema ist, wie sie schmunzelnd erzählt. Ihr Lohn dafür: Glänzende Augen und lachende Gesichter, denn auch im Smartphone-Zeitalter kann Angelika Fischer feststellen, dass persönlicher Kontakt wichtig ist und ihr die Kunden so oftmals über Generationen immer treu bleiben.

Einer von zahllosen fleißigen Helfern

Robert Stubenvoll wirkt im Stillen. Foto: bxh

Auch Robert Stubenvoll gehört zu den Menschen, die gemeint sind, wenn Bürgermeisterin Dr. Plank sagt, das Bürgerfest ist ein Fest „der Bürger für die Bürger“. Mit anderen Worten, Stubenvoll gehört zu den Helfern der Vereinsgemeinschaften, die im Hintergrund dafür sorgen, dass die fünf Hauptbühnen bewirtschaftet werden. „Wir fühlen uns gegenüber der Stadt da auch verpflichtet etwas von dem zurückzugeben, was für Vereine getan wird“, sagt Stubenvoll angesichts der 117 Helfer, die allein bei der Vereinsgemeinschaft „Östlich der Bahn“ im Einsatz sind. Als stellvertretender Festleiter ist Stubenvoll Ansprechpartner für alle Wehwehchen, die im Hintergrund passieren, ohne dass die Gäste davon etwas bemerken. Wie viele seiner Kollegen ist Stubenvoll seit der ersten Auflage dieses Festes dabei.

Hier wird „mit viel Liebe gegrillt“

Millers Foodtruck war stets dicht belagert. Foto: bxh

Währenddessen will die Schlange vor der „Foodfabrik“ nicht enden, sie gehört zweifellos zu den kulinarischen Rennern des Bürgerfestes 2017. Alexander Miller, passenderweise selbst aus Maxhütte, kennt auch den Grund: In seinem Foodtruck wird nicht einfach gekocht, sondern „mit viel Liebe gegrillt“. Spezialität sind Borger vor allem mit Pulled Pork. Dabei setzt Miller auf regionale Zutaten aus der Oberpfalz und gezieltes Design. Schon die Einrichtung des Foodtrucks dauerte drei Monate und mit nicht weniger Detailbesessenheit geht Miller an die Zubereitung der Burger. Jeder von ihnen ein kleines Kunstwerk, bei dem man unbedingt reinschauen sollte, ehe man hineinbeißt. Sein Konzept kommt an – nicht nur bei Maxhüttern. Denn aus dem Foodtruck sind bereits zwei geworden …

Einen ausführlichen Bericht zum Musikprogramm beim neunten Maxhütter Bürgerfest finden Sie hier!

Das gesamte Wochenende hat das Mittelbayerische Medienhaus zudem im Liveticker berichtet – chronologisch nachzulesen ist das hier.

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