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Region Schwandorf
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BETEILIGUNG

Hausaufgaben für den Bürgermeister

Bei der Senioren-Gemeinderatssitzung erklärten ältere Wackersdorfer Mitbürger Thomas Falter, wo sie der Schuh drückt.
Von Johann Ippisch

Die vierte Senioren-Gemeinderatsitzung mit erstem Bürgermeister Thomas Falter fand im offenen Treff des Mehrgenerationenhauses statt. Foto: sjj

Wackersdorf.Zu einer festen Einrichtung in Wackersdorf gehört die „Senioren-Gemeinderatsitzung“, bei der die Senioren berichten können, wo sie der Schuh drückt. Aber auch lobende Worte gab es für Wackersdorfs Bürgermeister Thomas Falter. Der Seniorenbeauftragte der Gemeinde, Walter Buttler, war beim Treffen im Mehrgenerationenhaus stolz, dass die Veranstaltung bereits zum vierten Mal stattfindet.

Bürgermeister Thomas Falter erklärte, dass die Senioren-Gemeinderatsitzung ähnlich wie eine normale Gemeinderatsitzung ablaufe. Mit Simone Winter stehe zudem eine Protokollführerin zur Verfügung. Rund drei Dutzend Seniorinnen und Senioren aus der Gemeinde nahmen an der Veranstaltung teil. Zu Beginn informierte Bürgermeister Thomas Falter die Anwesenden über aktuelle Zahlen der Gemeinde und aktuell laufende Projekte.

Die Leiterin des Mehrgenerationenhauses gab Hinweise über die Nutzung und Angebote der Einrichtung. Bürgermeister Thomas Falter berichtete, was aus den Anfragen aus dem Vorjahr geworden sei, bevor es „Start frei“ für neue Anfragen und Wünsche hieß. Von dieser Möglichkeit machten die Senioren reichlich Gebrauch.

Hundekot landet nicht in den aufgestellten Behältern, sondern im Graben, lautete die Feststellung eines Teilnehmers. Ein anderer Teilnehmer war der Überzeugung, dass sich die Verhältnisse seit Aufstellen der Hundekotbehälter um 95 Prozent gebessert hätten.

Auch der Verkehr beziehungsweise überhöhte Geschwindigkeiten in der Ortschaft waren mehrmals Thema in der Seniorengemeinderatssitzung. Die aufgestellten Geschwindigkeits-„Smileys“ könnten nur zum Teil Abhilfe schaffen, erklärte Bürgermeister Thomas Falter.

Von einem „Saustall im Recyclinghof“ sprach ein besorgter Senior, da sehr viele Bürger, die außerhalb der Gemeinde wohnen, den Wackersdorfer Recyclinghof anfahren. Bürgermeister Thomas Falter wies darauf hin, dass die Recyclinghöhe in der Verantwortung des Landkreises lägen und jeder Bürger aus dem Landkreis jeden Recyclinghof im Landkreis Schwandorf anfahren könne. Mit dem geplanten Bau des neuen Recyclinghofes versprach der Bürgermeister eine wesentliche Verbesserung. Auch das kostenpflichtige Anliefern von Grüngut wurde moniert. Das Thema ist auch im Gemeinderat umstritten.

Kritisiert wurde von den Senioren auch die Verlandung des sogenannten Millionenweihers an der Bundesstraße 85. Von dem ursprünglich idyllischen Weiher sei nicht mehr viel zu sehen, sagte ein Teilnehmer. Bürgermeister Falter erklärte sich bereit, Kontakt mit dem Eigentümer, den Bayerischen Staatsforsten, aufzunehmen. Im weiteren Verlauf wurde auch der schlechte Zustand einiger Straßen thematisiert.

Bürgermeister Thomas Falter hat nun bis zur nächsten Senioren-Gemeinderatsitzung Zeit, die Themen, die ihm die Senioren mit auf den Weg gaben, gemeinsam mit dem Gemeinderat abzuarbeiten.

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