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Region Schwandorf
Mittwoch, 29. März 2017 16° 1

Schauspiel

Hinrichtung auf dem Galgenberg

Gerhard Schneeberger und seine Truppe rollen das abscheulichste Verbrechen auf, das je vor dem Landgericht Burglengenfeld verhandelt wurde.

Der Landrichter mit dem Verurteilten und dem Scharfrichter bei der Urteilsverkündung: Akteure sind Gerhard Schneeberger, Alexander Spitzer und Dietmar Schmid (Scharfrichter). Foto: Albin Schreiner

BURGLENGENFELD. Premiere auf dem Galgenberg: In einem Schauspiel in drei Szenen rollen Gerhard Schneeberger und seiner Darsteller-Truppe das wohl abscheulichste Verbrechen neu auf, das jemals vor dem Landgericht Burglengenfeld verhandelt wurde. Die Sondervorstellung zum Tag es offenen Denkmals unter dem Motto „Galgenberg – Richtstätte im Mittelalter“ findet am Samstag, 8. September, um 20 Uhr statt.

Schneeberger erläutert zusammen mit Alexander Spitzer und seinem Schauspielerteam die Hinrichtungsstätte sowie die hohe Gerichtsbarkeit des Gewaltigen Landgerichts auf dem Nordgau. In einem kleinen Schauspiel wird das wohl abscheulichste Verbrechen, das jemals vor dem Landgericht Burglengenfeld verhandelt wurde, in drei Szenen dargestellt: der Kriminalfall des Doppelmörders Andreas Büchl aus Regendorf, der am 9. Juni 1809 mit dem Schwert auf dem Galgenberg enthauptet wurde. Im Schauspiel sind der Landrichter, der Verurteilte Andreas Büchl, eine Zeugin sowie der Scharfrichter zu sehen. Ein kleines Ensemble bietet zwischen den einzelnen Szenen historische Musik dar. Ein Lagerfeuer unweit der Hinrichtungsstätte zaubert die dazugehörige Atmosphäre.

Bei der Erbteilung Bayerns in Ober- und Niederbayern im Jahre 1255 bestimmte Herzog Ludwig der Strenge Burglengenfeld zum Sitz des Vitztums (Stellvertreter des Herzogs) und damit neben München zum zweitem Hauptort von – damals – Oberbayern. Zugleich wurde Lengenfeld auch Sitz des Gewaltigen Landgerichts auf dem Nordgau. Die hohe Gerichtsbarkeit wurde auch als das Blutrecht bezeichnet, nämlich das Recht, Todesstrafen zu verhängen, die an der Hinrichtungsstätte auf dem Galgenberg vollstreckt wurden.

Der befestigte Steinkranz markiert noch heute die Stelle, an der die Hinrichtungen stattfanden, einstmals ein hoch aufgemauertes Podest mit einem hölzernen Galgen. Hingerichtet wurde seit dem Mittelalter durch den Strang oder durch das Schwert, aber auch durch Vierteilen, Rädern und Verbrennen. Auf Stadtansichten aus dem frühen 16. Jahrhundert ist der Galgenberg deutlich als hoheitlicher Gerichtsort erkennbar.

Treffpunkt zum Schauspiel ist direkt auf dem Galgenberg. Aus organisatorischen Gründen wird um Anmeldung unter Tel. (09471) 7018-20 oder per E-Mail an gerhard.schneeberger@burglengenfeld.de gebeten. Die Teilnahmegebühr beträgt fünf Euro. Für Kinder unter 14 Jahren ist diese Aufführung nicht geeignet.

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