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Region Schwandorf
Samstag, 23. Juli 2016 27° 2

Kriminalität

Hundehasser treibt sein Unwesen im Markt

Elf Vierbeiner sind in den vergangenen fünf bis sechs Jahren im Bereich des Marktes Schwarzhofen vergiftet worden.

Polizeihauptkommissar Franz Stockerl (l.) und Bürgermeister Max Beer

SCHWARZHOFEN. Die Angst ist groß bei den Hundehaltern im Markt. In den vergangenen fünf bis sechs Jahren fanden elf Hunde einen qualvollen Tod durch Vergiftung. Die Angst, dass Kinder durch ausgelegte Giftköder zu Schaden kommen könnten, kommt noch dazu. Deshalb baten 20 Bürger, die einen vierbeinigen Freund verloren haben, am Dienstag um ein Pressegespräch im Rathaus.

„Das ist kein erfreuliches Thema“, gab Bürgermeister Max Beer zu. Er habe mit Entsetzen die ganze Tragweite erst jetzt mitbekommen. Er könne gut verstehen, wie mitgenommen die Hundebesitzer seien, denn nicht nur in freier Natur sei etwas Schädliches ausgelegt worden. Auch in Zwingern, in eingezäunten Grundstücken seien Tiere durch präparierte Lebensmittel ums Leben gekommen.

Gerade kleine Kinder seien unberechenbar und würden alles in den Mund stecken, erklärte eine anwesende Mutter ihre Angst vor der drohenden Gefahr. Beer befürwortete den Schritt nach vorn und lobte das Vertrauen der Betroffenen in die Behörden, Polizei und die Öffentlichkeit. Er habe bereits mit der Tierschutzstelle beim Landratsamt gesprochen und dankte Polizeihauptkommissar Franz Stockerl, dass er sich für dieses Gespräch so kurzfristig Zeit genommen habe. „Ich kann mit ihnen mitfühlen, da ich selbst Hunde gehabt habe“, versicherte der PHK Stockerl. Er könne sich vorstellen, dass es bei einem Menschen aushakt, wenn er einen Hass auf Hunde oder den herumliegenden Kot habe. Umso jemanden zu fassen, brauche die Polizei genaue Angaben. „Wer hat, was hingelegt. Ort und Zeit müssen genau benannt werden“, erklärte der Beamte. Ganz wichtig sei auch, dass zeitnah bei der Polizeiinspektion Neunburg angerufen, oder der Bürgermeister ins Vertrauen gezogen werde. Tierquäler haben durchaus mit hohen Strafen, etwa bis zu drei Jahren Freiheitsentzug oder saftigen Geldstrafen zu rechnen, wusste Stockerl. Er nahm die Adressen der Familien auf, die in Schwarzhofen und der näheren Umgebung einen Hund verloren haben und versprach, dass die Angelegenheit mit Ernst und im richtigen Licht betrachtet werde.

Voll Angst und Empörung berichteten Frauen und Männer wie schmerzhaft es war, zu sehen wie ihre geliebten Hunde innerlich verbluten mussten. Ihre Bitte sei es, dass die Marktbewohner vorsichtig durch die Gegend gehen und aufpassen, ob ihnen etwas verdächtig vorkomme und dann auch die Zivilcourage aufbringen, ihre Beobachtungen zu melden.

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