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Region Schwandorf
Dienstag, 17. Oktober 2017 20° 3

„In jungen Jahren richtig leben und vorbeugen“

Osteoporosetag des Landkreises Schwandorf: Information über präventive Maßnahmen und Therapie-Möglichkeiten

Landrat Volker Liedtke, der Koordinator des Kompetenzzentrums Dr. Oskar A. Schmid, die Geschäftsführerin der Krankenhaus-GmbH, Dr. Brigitte Birzer und Dr. Maximilian Kühnel vom Gesundheitsamt des Landkreises Schwandorf (von links) werben für den Osteoporosetag am Freitag in Schwandorf. Foto: Scharf

Die Zahlen sind laut Dr. Maximilian Kühnel vom Gesundheitsamt des Landkreises Schwandorf alarmierend. „Mittlerweile geht man von sechs bis acht Millionen Menschen aus, die in Deutschland an Osteoporose leiden. Für den Landkreis Schwandorf bedeutet das umgerechnet circa elf- bis 15000 Erkrankte.“ Dieser Hochrechnung liegt laut Dr. Oskar A. Schmid, Osteoporose-Fachmann und Koordinator des Kompetenzzentrums des Landkreises Schwandorf, „die große Dunkelziffer der unerkannten Osteoporose-Krankheiten zugrunde. Es gibt Schätzungen, dass rund 80 Prozent aller Erkrankten bislang nichts davon wissen.“ Der Grund dafür sei laut Schmid klar: „Wer an Osteoporose erkrankt, hat nicht von Beginn an Beschwerden. Nur eine Untersuchung der Knochendichte kann hier Klarheit bringen.“

Wenn sich beim Knochenschwund erste Schmerzen – vornehmlich sind Teile des Achsenskeletts wie etwa die Wirbelsäule betroffen – bemerkbar machen, „dann ist mit großer Wahrscheinlichkeit schon eine Fraktur, ein Bruch in der Knochensubstanz, erfolgt“. Höchste Zeit also, zum Arzt zu gehen, „denn eine Behandlung kann immer, auch wenn der Bruch schon erfolgt ist, einen Erfolg erzielen. Vor allem wollen wir dann weitere Frakturen verhindern“.

Bei einem sind sich die bei dem Pressegespräch zum Osteoporosetag vertretenen Mediziner aber einig: „Die liebsten Patienten sind uns die, die wir gar nicht behandeln müssen, sprich einer Osteoporose-Erkrankung vorgebeugt haben.“ Hier seien laut Kühnel vornehmlich entsprechende Lebensgewohnheiten gefragt: „Maßvoller Umgang oder am besten Verzicht auf Genussmittel wie Alkohol, Kaffee oder Zigaretten und dazu, ganz entscheidend, ausreichende Bewegung.“ Gerade bei der Jugend sieht Kühnel in diesem Bereich aktuell große Defizite. „Wir haben immer mehr übergewichtige Kinder, die sich viel zu wenig bewegen. Das gesundheitliche Risiko steigt da natürlich.“ Kühnel verwies energisch darauf, „dass in jungen Jahren der Grundstein für eine erfolgreiche Osteoporose-Prävention gelegt wird“.

Der Osteoporosetag des Landkreises Schwandorf findet im Rahmen des Weltosteoporosetages 2005 statt. Dieser ist am 20. Oktober, „weil unser Referent Dr. Rainer Bartl hier aber verhindert war, haben wir unseren Termin zwei Wochen vorgezogen“, so Kühnel.

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