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Region Schwandorf
Montag, 20. November 2017 7

Jagdwesen

Jagdhornbläser brauchen neuen Leiter

Gundolf Streit gibt nach 22 Jahren den Taktstock aus der Hand. Die Jäger informierten sich über effektive Wildschwein-Hatz.

Als Dank für sein langjähriges Engagement überreichte Uwe Deeg (rechts) Gundolf Streit ein Präsent. Foto: Schießl

SCHWARZENFELD.Bei der Versammlung der Hegegemeinschaft informierte Hundeobmann Herbert Fieback unter dem Motto „Mit der Oberpfälzer Saumeute auf Drückjagd“ über die effektive Wildschwein-Bejagung speziell in Maisfeldern, im Wald und im Winter. Die Jagdhornbläsergruppe unter der Leitung von Hornmeister Gundolf Streit leitete die gutbesuchte Versammlung im Restaurant Miesberg mit Jagdsignalen ein. Vorsitzender Uwe Deeg ließ das Vereinsjahr im Schnelldurchlauf Revue passieren. Er hieß mit Robert Braun, Achim Giedl und Simon Zechmann drei Neumitglieder willkommen und appellierte an die Mitglieder, sich für die Aufnahme der Jungjäger in die Gemeinschaft einzusetzen. Bei zwei Sterbefällen beträgt die Mitgliederzahl 145.

Der Vorsitzende sah in freilaufenden Wölfen und der steigenden Population, die bisher in Bayern an sechs Orten registriert worden sei, auch ein Problem auf die Jäger zukommen. Unmut gebe es immer wieder über freilaufende Hunde in den Revieren. Weiter ging der Hegeringleiter auf die Novellierung des Waffengesetzes ein und verwies auf die Afrikanische Schweinepest, für die es kein Impfserum gebe. Auffälligkeiten sollten deshalb umgehend gemeldet werden.

Hornmeister Gundolf Streit gab bekannt, dass er nach 22 Jahren die Leitung der Jagdhornbläsergruppe aus der Hand gebe. Er werde diese bei der „Hubertusmesse“ der Kreisgruppe am 3. November, die ab 18.30 Uhr in der Miesbergkirche durch die Hegegemeinschaft ausgerichtet werde, zum letzten Mal leiten. „22 Jahre verdienstvolle Arbeit in diesem Amt mit Nachwuchs-Ausbildung und vielen Auftritten verdienen Respekt und Anerkennung“, würdigte Hegeringleiter Deeg die Leistung von Gundolf Streit und überreichte ein Präsent.

Aus seiner langjährigen Praxis berichtete Herbert Fieback, wie Drückjagden auf die Wildschweine effektiv durchgeführt werden sollten. Wichtig sei die Zusammensetzung der Hundemeute unter Berücksichtigung von Ausdauer und Schnelligkeit, aber auch die Abrichtung der Hunde, erklärte der Referent, der sich als Hundeobmann einen guten Ruf erworben hat. Er hatte viele Tipps für die erfolgreiche Saujagd parat, verwies auf die Verantwortung der Jäger bei der Drückjagd und empfahl einen Versicherungsschutz. Auch auf Brauchtum, Waidgerechtigkeit und Tierschutz sollte geachtet werden, empfahl er. (sss)

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