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Region Schwandorf
Donnerstag, 18. Januar 2018 7

Weihnachtsfeier

Kinderarmut in einem „reichen Land“

Beim VdK-Ortsverband Leonberg wurden die brennenden sozialen Probleme angesprochen und treue Mitglieder geehrt.
Von Werner Amann

Die geehrten Mitglieder des VdK-Ortsverbands mit Kreisgeschäftsführer Bernd Steinkirchner (hinten rechts), Stadtrat Josef Stadlbauer (hinten links) und Vorstand Willi Dorner (Zweiter hinten rechts). Foto: VdK

Maxhütte-Haidhof.Seit rund 70 Jahren setzt sich der VdK-Ortsverband für die vielschichtigen Belange seiner Mitglieder ein und sorgt dafür, dass sie vor allem bei sozialen Fragen gut beraten sind. Dabei wird das Augenmerk darauf gelegt, dass der VdK eine gut funktionierende große Gemeinschaft ist. Um das zu bewerkstelligen, lud der Ortsverband seine Mitglieder zu einer besinnlichen Weihnachtsfeier ins St. Clemenshaus ein und nahm bei dieser Gelegenheit auch die Ehrung langjähriger Mitglieder vor.

Vorsitzender Willi Dorner sprach bei seiner Begrüßung von einem ereignis- und erfolgreichen Jahr für den VdK-Sozialverband. Die knapp 670 000 Mitgliedern allein in Bayern würden der Forderung des Sozialverbandes, zum Beispiel bei der Nachbesserung der Mütterrente und der Stabilisierung und Anhebung des Rentenniveaus schon einen gewissen Nachdruck verleihen. Aktuelle Themen wie Altersarmut, Barrierefreiheit und Pflegenotstand würden die Arbeit ehrenamtlicher Mitarbeiter in nächster Zukunft stark beeinflussen. Nur durch ein gemeinsames Beackern“ der Problemfelder werde die Zukunft vieler menschlicher gemacht.

Vom VdK erwartet man Hilfe

Sein besonderer Dank galt Rosi Rubner als Sammlerin bei der Aktion „Helft Wunden heilen.“ Diese Aktion trage dazu bei, dass wieder vielen hilfsbedürftigen Menschen geholfen werden konnte. Stadtrat Josef Stadlbauer als Vertreter der Stadt lobte das Engagement des Sozialverbandes. Bei der Rückschau im Rahmen der Weihnachtsfeier gehe es in vielen Fällen auch um Krankheit oder Gesundheit. Denn es sei ja wohl so, dass ein Zusammenhang zwischen der eigenen Gesundheit und der sozialen Lage und der Mitgliedschaft zum VdK bestehe, denn hier erwarte man Hilfe.

Für viele sei diese Suche nach Hilfe und Unterstützung auch der Grund, dem VdK beizutreten. Deshalb sei es gut, dass es da ehrenamtlich Tätige gibt, die sich zum Teil seit Jahren ehrenamtlich für den VdK engagieren. Kein Verein könne ohne fleißige Ehrenamtliche auf Dauer überleben.

VdK-Kreisgeschäftsführer Bernd Steinkirchner suchte in seinem Referat einen Dialog zwischen Sozialpolitik und Weihnachten. Gerade in der Weihnachtszeit fühlten sich immer mehr Familien, die jeden Cent umdrehen müssen, abgehängt vom Umfeld. Jedes fünfte Kind wachse in armen Verhältnissen auf und habe damit weniger Chancen auf ein gutes Leben, denn immer noch bestimme in Deutschland der Geldbeutel der Eltern den Bildungsweg und damit die spätere berufliche Karriere der Kinder. Es sei sogar so, dass manche Kinder in Deutschland zu wenig zum Essen bekommen, so unglaublich das für ein reiches Land auch klingen mag. Jeder vierte Grundschüler komme ohne Frühstück in die Schule.

Eindämmung der Leiharbeit

Das bedeute, dass sie sich schlecht konzentrieren können und sogar gesundheitliche Defizite haben. Kinderarmut sei immer auch Elternarmut. Deshalb setzte sich der VdK dafür ein, dass sich Lebensverhältnisse und vor allem die Arbeitsbedingungen der Eltern verbessern müssen. Dazu gehöre die Eindämmung des Niedriglohnbereichs sowie der Zeit- und Leiharbeit. Fair bezahlte Arbeit sei die wichtigste Voraussetzung, um Altersarmut zu vermeiden. Extrem wichtig sei darüber hinaus ein bezahlbarer Wohnraum.

Ehrungen beim VdK Leonberg

  • Für zehn Jahre Mitgliedschaft:

    Wilma Bengler, Margit Geigenfeind, Klaus Geigenfeind, Elfriede Tommitz-Igl, Richard Igl, Johanna Wolf, Siegmund Würth

  • 25 Jahre:

    Rita Benedikt, Ferdinand Oestreich

  • 30 Jahre:

    Gerda Geigenfeind

  • 40 Jahre:

    Xaver Fischer, Erwin Wolf

  • Für langjährige ehrenamtliche Tätigkeit:

    fünf Jahre Reinhard Trettenbach, 20 Jahre Willi Dorner (brn)

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