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Region Schwandorf
Mittwoch, 13. Dezember 2017 3

Bürgerversammlung

Kita-Plätze: Bedarf steigt sprunghaft

Bürgermeisterin Dr. Susanne Plank sieht Maxhütte-Haidhof beim Breitbandausbau in einer „Vorreiterrolle“.
Von Norbert Wanner

Mit knapp über 50 Teilnehmern war die Bürgerversammlung im Nebenraum der Stadthalle gut besucht. Foto: bxh

Maxhütte-Haidhof.Mit knapp über 50 Teilnehmern war die Bürgerversammlung im Nebenraum der Stadthalle gut besucht. Bürgermeisterin Dr. Susanne Plank eröffnete die Veranstaltung mit dem Thema „Breitbandausbau“. Hier sah die Bürgermeisterin die Stadt in einer „Vorreiterrolle“ im Landkreis Schwandorf. „Die Grundversorgung ist flächendeckend ausgebaut“. Im Rahmen des zweiten Förderprogramms (wir berichteten) wurden weitere 2647 Haushalte mit einer Internetgeschwindigkeit von 30 bis 50 Megabit je Sekunde versorgt. Aktuell befasse man sich mit der Versorgung weiterer 162 Haushalte. Schlagwort zwei lautete „Kindertagesstätten“. Hier zeigte Dr. Plank die großen Anstrengungen der Stadt auf, den durch das „geänderte Betreuungsverhalten“ sprunghaft gestiegenen Bedarf an Plätzen zu decken. Durch laufende oder geplante Baumaßnahmen steigt die Zahl der Kindergartenplätze von 293 auf 343 und die der Krippenplätze von 48 auf 84.

Experten erläuterten Projekte

Bürgermeisterin Dr. Susanne Plank informierte über aktuelle Themen wie Breitbandausbau und den Ausbau der Kindertagesstätten. Foto: bxh

Abschließend stellte die Bürgermeisterin das Sanierungsprojekt Wasser und Kanal vor. In dessen Rahmen investiert die Stadt bis 2020 zehn Millionen Euro (wir berichteten). Mit der Architektin Dipl.-Ing. (FH) Christiane Koller (Kindertagesstätten) und Dipl.-Ing. (FH) Fabian Biersack (Wasser und Kanal) hatte Dr. Plank Experten eingeladen, die den Stand aktueller Projekte erläuterten. Biersack ging ausführlich auf Planungsdetails und Kosten der laufenden Bauprojekte bei Wasser und Kanal ein und gab einen ersten Überblick über kommende Projekte. Demnach wären betroffen: Ludwig-Thoma-Straße, Hubertusstraße, Am Thorgraben/Am Hohlweg, Richterskellerstraße/Am Neuhäusl, Rosenstraße, Goethe-/Schillerstraße, Nittenauerstraße sowie oberer und untererer Hammerbügl.

Statistik und Denkmalpflege

  • Statistik:

    Aktuelle Einwohnerzahl der Stadt ist 11 401 mit Hauptwohnung und weitere 514 Einwohner mit Nebenwohnung. Eine „Trendwende“ gibt es in der Bevölkerungsentwicklung. 79 Sterbefällen standen 92 Geburten gegenüber. 459 Schüler besuchen die Grund- und 127 die Mittelschule. In Maxhütte-Haidhof sind derzeit 63 Flüchtlinge untergebracht.

  • Denkmalpflege:

    Dr. Franz Schmidkunz wies als 2. Sprecher des historischen Arbeitskreises auf drei Projekte hin, die dort derzeit mit Sorge betrachtet werden: das Denkmal „elektrische Zentrale“ der ehemaligen Maximilianshütte, für die es eine Abbruchgenehmigung gebe, die leerstehende Hüttenschänke und eine mögliche Erweiterung des Rathauses, das mit der Außensanierung bereits eine „Verunschönerung“ erfahren habe. Dr. Plank antwortete, dass sich die elektrische Zentrale im Eigentum der Firma Läpple befinde und man dort von der Abbruchge-nehmigung noch keinen Gebrauch gemacht habe. In Sachen Hüttenschänke sei der private Eigentümer zu keinem Verkauf bereit. Mit einer möglichen Erweiterung des Rathauses werde sich der Stadtrat in seiner kommenden Sitzung befassen. (bxh)

Dem Thema Wasser und Kanal galt bei den anschließenden Wortmeldungen der Bürger die erste Frage. Johann Kammerer sagte: „Das sind ja Millionen Euro, wer zahlt dann die Zeche?“ Laut Dr. Plank werde sich die Sanierung auf die „Gebühren niederschlagen“. Die Stadt habe in diesem Punkt keine Wahl, da das Gesetz kostendeckende Gebühren vorschreibe. Abschließend übergab Kammerer eine Liste von offenen Punkten, die die Stadt aus seiner Sicht aufgreifen müsse, wie gemeinsame Stadtwerke für das Städtedreieck.

Fragen zum Baugebiet

Walter Borczuch, Anwohner am Binkenhof, forderte einen Ausbau der bisher nicht befestigten Straße. Da diese auch von Holztransporten benutzt werde, gebe es bereits Schäden an seinem Anwesen. Dr. Plank verwies darauf, dass ihm bereits mehrfach angeboten worden sei, die Straße mit einer Kostenteilung 50 Prozent Stadt, 50 Prozent Eigenanteil auszubauen. Eine vollständige Kostenübernahme durch die Stadt sei mit Blick auf die Gleichbehandlung aller Bürger nicht möglich.

Zum Raumordnungsverfahren für die „Umgehung Städtedreieck“ teilte Dr. Plank dem Fragesteller Peter Eber-hardt mit, dass derzeit die Vergabe des artenschutzrechtlichen Gutachtens laufe. Dr. Franz Schmidkunz fragte, welche Trassenvarianten im Planfeststellungsverfahren berücksichtig werden. Laut Dr. Plank auch diejenigen, die derzeit die Beschlusslage des Stadtrats ausschließe. Entsprechend könne die Stadt einer solchen Variante derzeit nicht zustimmen.

Von Armin Hochleitner und Alfred Fleischer kamen Fragen rund um das Baugebiet „Pirkensee – südlicher Teil“. Dr. Plank erläuterte die aktuelle Beschlusslage, die einen Durchstich (Verbindung von Rosenstraße/Hufschlag) vorsehe. Vor Baubeginn halte ein Gutachter den Straßenzustand fest.

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