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Region Schwandorf
Mittwoch, 17. Januar 2018 7

Brauchtum

Krippenfiguren erzählen das Evangelium

Jedes Wochenende in der Adventszeit baut Stephanie Bast in Nittenau eine Szene aus dem Sonntagsevangelium nach.
Von Philipp Seitz

Pfarrer Adolf Schöls und Haushälterin Stephanie Bast zeigen stolz Krippenfiguren, die im Fenster des Nittenauer Pfarrbüros zu sehen sind. Foto: Seitz

Nittenau.Die hölzernen Krippenfiguren im Fenster des Nittenauer Pfarrbüros sind ein Blickfang. Jedes Wochenende in der Adventszeit baut Pfarrhaushälterin Stephanie Bast eine Szene aus dem Sonntagsevangelium mit den Krippenfiguren nach. „An Weihnachten wird die Weihnachtskrippe aufgebaut. Am Dreikönigstag kommen noch weitere Figuren wie das Kamel hinzu“, sagt Pfarrer Schöls.

Bei den großen Holzfiguren handle es sich um Regensburger Bibelfiguren, die der Geistliche ansonsten gerne im Schulunterricht oder bei Familiengottesdiensten verwendet. Von der Krippe ist Schöls sehr angetan. Sie dürfe nicht fehlen: „Sie bringt nochmals bildlich zur Sprache, was wir an Weihnachten feiern.“ Außerdem bewege sie das Herz der Menschen, die am Pfarrbüro vorbeigehen, und wecke Kindheitserinnerungen, sagt Pfarrer Schöls.

Lesen Sie mehr: Im Ruhestand hat der Nittenauer Andreas Weigl seine große Leidenschaft gefunden und seinen Keller in einen Ort der ewigen Weihnacht verwandelt. Seine Krippen sind kleine Meisterwerke.

Es gibt die verschiedensten Arten von Krippen. Wodurch sie sich voneinander unterscheiden, erklärt der Nittenauer Krippenbauer Andreas Weigl:

Die verschiedenen Arten von Krippen

  • Orientalische Ruinen

    und Tempelanlagen baut Andreas Weigl nur ab und an. In den vergangenen Jahren seien orientalische Krippen in Deutschland immer beliebter geworden, sagt der frühere Polizist. Sie würden häufig als „moderner“, oder als zeitgemäßer bezeichnet.

  • Alpenländische Krippen

    baut Weigl am liebsten. Optisch würden sie sich an Almhütten und Berghäusern der Alpenregion orientieren. Typische Merkmale seien die schindelgedeckten Dächer, auf denen sich häufig auch Steine finden. Der Stall bilde den Mittelpunkt der Krippe.

  • Der klassische Stall

    habe sich, trotz aufkommender Trends, im Krippenbereich immer behauptet. Er werde oft bewusst auf alt getrimmt und soll sich in einem „eher schlechterem Zustand“ befinden. So symbolisiere die Krippe auch die irdische Armut gegenüber der Herrlichkeit Gottes.

  • Die Figuren

    in der Krippe müssen zu den Proportionen des jeweiligen Gebäudes passen. Auch das Jesuskind wird in den verschiedensten Größen verkauft. Von teueren Schnitzfiguren hält Weigl übrigens nichts. Er setzt größtenteils auf gewöhnliche Plastik- oder Kunstharzfiguren.

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