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Region Schwandorf
Mittwoch, 31. August 2016 26° 1

Jahresversammlung

Kulturelle Drehscheibe erhält Anerkennung

Der Deutsch-Tschechische Zukunftsfonds hat die Fortsetzung der Förderung des CeBB beschlossen. Es ist eine Bereicherung für die Grenzregion.
Von Ralf Gohlke

Regionsrat Jirí Strucek, Landrat Volker Liedtke und BB-Vorsitzende Anne Girlach (v. li.) informierten bei der alljährlichen Jahrespressekonferenz über die Arbeit im Centrum Bavaria Bohemia. Foto: ggo

Schönsee. Als eine herausragende Anerkennung der Arbeit im Centrum Bavaria Bohemia (CeBB) erachtete dessen Leiter Hans Eibauer die jüngsten Einladungen zum Empfang des Premierministers der Tschechischen Republik, Petr Necas, und zum Empfang des Bundespräsidenten Joachim Gauck nach München. Insgesamt zog Eibauer bei der Jahrespressekonferenz eine positive Bilanz der Arbeit, die in vielen Bereichen erneut eine Steigerung verzeichnen konnte. Die Schwerpunkte im laufenden Jahr liegen bei der Umsetzung des Projektes „Impuls 2015“ und „Kultur ohne Grenzen/Kultura bez hranic – Begegnung Bayern Böhmen 2013“. Der Verwaltungsrat des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds hat die Fortsetzung der Förderung bereits beschlossen.

Mit der Verleihung des „Bürgerkulturpreises des Bayerischen Landtags 2012“ wurde laut Eibauer die Arbeit des CeBB als Kulturdrehscheibe zwischen den Nachbarregionen an der Grenze besonders gewürdigt. Die hohe Auszeichnung sei vor allem dem großen ehrenamtlichen Engagement der Mitglieder geschuldet gewesen.

Der Leiter stellte heraus, dass die rein statistischen Erfolgszahlen auch ein Beleg dafür seien, dass die Einrichtung sowohl von der deutschen als auch von der tschechischen Seite hervorragend angenommen werde. Das laufende Projekt „Impuls 2015“ zur Unterstützung der Vorbereitung und Durchführung der kulturellen Beiträge für Pilsen als Europäische Kulturhauptstadt biete eine hervorragende Möglichkeit, sich von bayerischer Seite aus einzubringen.

Aus Sicht der Trägervereinsvorsitzenden Anne Girlach stelle das CeBB eine enorme Bereicherung für die Region beidseits der Grenze dar, die jahrelang durch den „Eisernen Vorhang“ isoliert gewesen sei. Als Vorsitzender des Forums Bavaria Bohemia unterstrich Landrat Volker Liedtke, der Landkreis könne stolz sein auf diese Einrichtung, die in ihrer Bilanz mit immer neuen Fakten aufwarten könne.

Liedtke stellte heraus, dass nicht nur ein „Schönwetterprogramm“ angeboten werde, sondern durchaus auch konfliktbeladene Themen aufgegriffen werden. „Diese Offenheit ist der richtige Weg und ich bin froh, dass die Arbeit im CeBB sich von gelegentlichen ’atmosphärischen Störungen‘ der oberen Ebenen nicht beeindrucken lässt“, betonte er.

Ein gutes Zeichen habe die tschechische Regierung mit der Entsendung von Václav Vrbík als ständigem Vertreter gesetzt. Der Pilsener Regionsrat Jirí Strucek wies auf die besondere „Multifunktionalität“ des CeBB hin und wertete die Partnerschaft bei „Impuls 2015“ als einen „Schritt in die Europa-Liga“. Dem schloss sich Petr Šimon als Vertreter des Projektes an. Ohne die logistische Unterstützung wäre vieles nicht machbar.

Stellvertretender Leiter Václav Vrbík gab einen kurzen Ausblick über die Vorhaben dieses Jahres. Als Nächstes steht am Dienstag, 19. März, wieder die Verleihung der „Brückenbauer-Preise“ an.

Zahlen und Fakten 2012: CeBB-Besucher 2012: etwa 17700 registrierte Besucher

Druckwerke: circa 10000 Flyer und Prospekte mit Kultur- und Tourismusangeboten wurden mit genommen.

E-Mail-Verkehr: circa 60100 Mails bearbeiteten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Termine im Haus: 91 öffentliche Veranstaltungen mit kultureller, historischer, partnerschaftlicher und

grenzüberschreitender Thematik

Sonstiges: 168 nichtöffentliche Termine, Veranstaltungen oder Konferenzen

Kulturtouren: elf grenzüberschreitende Kulturtouren mit circa 570 Gästen

bbkult.net: auf 25747 zweisprachige Veröffentlichungen erhöhte sich das Datenbankvolumen, eine Steigerung um 2489 Einträge.

Frequenz: 384313 Zugriffe auf das zweisprachige Internetportal

Ehrenamt: Vorstand und Mitglieder des Trägervereins Bavaria Bohemia e.V. leisteten circa 900 ehrenamtliche

Stunden.

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