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Region Schwandorf
Donnerstag, 23. November 2017 3

Infrastruktur

Mehr Power für Elektromobilität

Der Landkreis Schwandorf errichtet sechs neue Ladesäulen an Schulen. Ministerin Aigner überreichte den Förderbescheid.
Von Hubert Heinzl

Der Landkreis baut das Netz der E-Tankstellen aus – mit finanzieller Unterstützung durch den Freistaat. Foto: dpa

Schwandorf.Der Landkreis Schwandorf will beim Ausbau der Elektromobilität aufs Tempo drücken und knapp 81.000 Euro in den Ausbau der Infrastruktur investieren. Sechs neue Ladesäulen für E-Fahrzeuge sollen damit an weiterführenden Schulen errichtet werden – jeweils eine an den Gymnasien in Schwandorf, Burglengenfeld, Nittenau, Nabburg und Oberviechtach, dazu eine weitere Ladestation an der Gregor-von-Scherr-Realschule in Neunburg v. Wald.

Bei der Auswahl der Standorte durch den Landkreis spielte nach den Worten des stellvertretenden Pressesprechers Franz Pfeffer neben der Besucherfrequenz auch die Tatsache eine Rolle, „dass es sich um unsere eigenen Gebäude mit entsprechenden Verbindungen zum Stromnetz handelt“. Durch die Nähe zu den Schulen halte sich außerdem die Gefahr von Schäden durch Vandalismus in Grenzen. Die Ladesäulen seien aber auf jeden Fall öffentlich zugänglich und würden an entsprechenden Standorten angebracht. Noch im Spätherbst sollen die Maßnahmen ausgeschrieben werden.

Der Umfang des Investments wirkt auf den ersten Blick begrenzt, doch ein Blick auf die Landkarte zeigt, dass im Landkreis die Lade-Infrastruktur für E-Automobile noch sehr ausbaufähig ist: Nur ein knappes Dutzend öffentlicher Standorte verzeichnet der neue „Ladeatlas Bayern“ im Internet – immerhin drei in Schwandorf, je einen bei den großen Hotels in Hofenstetten (Birkenhof) und Wernberg-Köblitz, dazu weitere Ladestationen bei Industriebetrieben (Conrad, BMW) oder Autohäusern, wie zum Beispiel bei Renault Hofstetter in Nabburg.

Bei der Finanzierung bleibt der Landkreis allerdings nicht auf sich allein gestellt, denn 40 Prozent der Kosten, also genau 32.370 Euro, übernimmt der Freistaat im Rahmen eines Förderpogramms. Am Montag dieser Woche überreichte Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner in München den Bescheid an Regionalmanager Christian Meyer vom Landratsamt Schwandorf. Die Bearbeitung erfolgte äußerst zügig – am 1. September hatte der Landkreis laut dem stellvertretenden Pressesprecher Franz Pfeffer den Förderantrag gestellt.

Der Landkreis Schwandorf ist nach den Worten von Ministerin Aigner aktuell derjenige mit dem größten Fördervolumen. Insgesamt haben das Wirtschaftsministerium 230 Anträge mit einem Volumen von gut 2,3 Millionen Euro erreicht. „Damit lösen wir Gesamtinvestitionen in Höhe von knapp 6,7 Millionen Euro aus. Das ist ein beachtlicher Start“, so die Ministerin. Bis zum Jahr 2020 sollen in Bayern 7000 öffentlich zugängliche Ladesäulen bestehen. 450 davon werden jetzt im Freistaat errichtet. Neben der ausgewogenen regionalen Verteilung weist die Ministerin in einer Mitteilung auch auf den breiten Kreis der Antragsteller hin. Energieversorger seien hier ebenso zu finden wie Bildungseinrichtungen, Kommunen oder die katholische Kirche.

Für Aigner ist das Förderprogramm aber nur ein Baustein, um die Elektromobilität zu unterstützen: „Bei der Ladeinfrastruktur geht es nicht nur um die Anzahl der Ladesäulen, sondern auch um die Frage, wo die nächste freie Lademöglichkeit ist. Deswegen haben wir den Ladeatlas Bayern entwickelt, der dem Nutzer auf dem Smartphone den Weg zur nächsten freien Ladesäule weist. Wir haben die Kompetenzstelle eMobilität geschaffen, die Kommunen, Unternehmen und staatlichen Einrichtungen als zentraler Ansprechpartner für alle Fragen zur Elektromobilität zur Verfügung steht.“

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Auch die Städte und Gemeinden müssen bei den Bemühungen um eine Förderung nicht leer ausgehen. Die Stadt Schwandorf beispielsweise hat zwar laut stellvertretender Pressesprecherin Maria Schuierer keinen Zuschlag mehr für das bayerische Förderprogramm bekommen, bedient sich dafür jedoch aus dem Topf den Bundesminister Alexander Dobrindt bereits im Februar aufgemacht hat. „Eine Zusage gibt es bereits für eine Ladesäule für zwei Fahrzeuge, die am Marktplatz errichtet werden soll“, sagt Schuierer. Im April 2018 soll die Station in Betrieb gehen. Eine weitere Ladestation wurde noch für die Wackersdorfer Straße, Nähe Arbeitsagentur, beantragt. Hier steht laut Maria Schuierer allerdings noch eine Antwort aus.

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