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Region Schwandorf
Dienstag, 21. November 2017 7

Soziales

MGH ist „wie eine zweite Familie“

Alexander Spitzer hat das Mehrgenerationenhaus in Maxhütte-Haidhof mit Leben erfüllt. Er stellt sich neuen Herausforderungen.
Von Norbert Wanner

Bürgermeisterin Dr. Susanne Plank (re.) dankte dem bisherigen Leiter Alexander Spitzer für seine Arbeit beim Aufbau des Mehrgenerationenhauses. Seine Nachfolgerin wird Rebecca Federer. Foto: bxh

Maxhütte-Haidhof.„Wer aufhört, besser sein zu wollen, hört auf, gut zu sein.“ Mit diesem Satz fasst der scheidende Leiter des Mehrgenerationenhauses (MGH), Alexander Spitzer, seine Motivation zusammen „sich weiterzuentwickeln“. Der bisherige Leiter des MGH wird ins Bauamt der Stadt wechseln. Zuvor heißt es für Spitzer, noch einmal lernen. Der 36-Jährige wird ein Studium an der OTH Regensburg zum Ingenieur (BE) absolvieren.

Die Personalsorgen im Bauamt sind damit gelöst und auch im MGH gibt es keine personelle Lücke. Rebecca Federer heißt die neue Leiterin. Die 28-jährige Schwandorferin ist seit 1. September zur Einarbeitung an ihrer neuen Wirkungsstätte, derzeit mit 21 Wochenstunden. Ab Januar soll sie dann das MGH und die Jugendarbeit der Stadt Maxhütte-Haidhof in Vollzeit leiten.

Vom MGH ins Bauamt

Nicht ganz so überraschend, wie es auf den ersten Blick anmutet, ist der Wechsel von Alexander Spitzer vom MGH ins Bauamt. Denn in den vergangenen Jahren hat das Thema Bauen in seiner Arbeit immer mehr Raum eingenommen. In Zahlen: Als Spitzer bei der Stadt Maxhütte-Haidhof anfing, gab es zwölf Kindergartengruppen – davon keine einzige für Kinder unter drei Jahren. Im nächsten Jahr werden es 21 Kiga-Gruppen sein.

Großer Andrang herrschte auch beim sechsten Reparatur Café im Mehrgenerationenhaus Maxhütte-Haidhof. Foto: vhs

„Ein Stand, der wohl immer noch nicht ausreichen wird“, wie Spitzer im Gespräch mit unserem Medienhaus zusammen mit seiner Nachfolgerin Rebecca Federer und Bürgermeisterin Dr. Susanne Plank ausführt. Bei den Vorarbeiten und Planungen für den Ausbau der Kindertagesstätten war Spitzer mit eingebunden und wird künftig die Federführung übernehmen.

Den Anstoß gab ein Gespräch mit Dr. Plank über seine weitere berufliche Entwicklung. Auch die Stadt Maxhütte sieht sich mit dem sprunghaften Anstieg der Nachfrage nach Kinderbetreuungsplätzen konfrontiert, so dass Personal für diese Aufgabe wichtig ist. Dazu passte bei Spitzer die familiäre Vorbelastung: Der Papa ist Planer bei einem großen regionalen Bauunternehmen. Der Wunsch der Bürgermeisterin, Nachwuchs aus den eigenen Reihen für das Bauamt zu rekrutieren, fiel bei Spitzer auf fruchtbaren Boden. Dieser freut sich auf seine neue Aufgabe, wenngleich mit einem weinenden Auge. „Das MGH ist für mich wie eine zweite Familie.“ Das sieht nicht nur der scheidende Leiter so. Mit dieser Aussage haben viele Besucher des MGH auch eine Fragestellung aus der Masterarbeit von Spitzer über das Mehrgenerationenhaus beantwortet.

Eine besonders beliebte Einrichtung im Mehrgenerationenhaus ist das Reparatur-Café.

Die Aufgabe, das Haus mit Leben zu füllen, die sich Spitzer ab 2010 stellte, ist somit erfüllt. Wichtig ist es Spitzer, zum Abschied Danke zu sagen. „Ohne mein Team und die ständige Unterstützung von Anita Alt wäre vieles nicht möglich gewesen.“

Angebote im Mehrgenerationenhaus

  • Reparatur-Café:

    Am Montag (16 bis 19 Uhr) öffnet im MGH wieder das beliebte Reparatur-Café. Neben defekten Elektrogeräten und kaputten Kleidungsstücken können auch gern etwas „exotischere“ Gegenstände, die repariert werden sollen, mitgebracht werden. Gemeinsam mit ehrenamtlichen Fachleuten und Hobbybastlern können sich die Besucher an die Arbeit machen – denn das Motto lautet: Hilfe zur Selbsthilfe! Weitere Infos zum Reparatur-Café unter www.vhs-staedtedreieck.de oder unter Tel. (0 94 71) 30 22 70.

  • Weitere regelmäßige Angebote des Mehrgenerationenhauses:

    Eurobasteln und Fußballtreff freitags ab 15 Uhr; Stricken für Anfänger jeden 3. Mittwoch im Monat ab 15 Uhr; Line Dance für Kinder jeden Mittwoch von 16 Uhr bis 17 Uhr; integrativer Line Dance für Erwachsene jeden Freitag von 18 Uhr bis 20 Uhr.

  • Besondere Angebote im Oktober:

    Ausstellung „Glänzende Aussichten: 99 Karikaturen zu Klima, Konsum und anderen Katastrophen“(bis 26. Oktober); dazu am 26. Oktober um 19 Uhr Vortrag über „fairen Handel“.

Spitzers Nachfolgerin Rebecca Federer hat Lehramt für Realschulen studiert, in diesem Beruf kurz gearbeitet und dann „nach neuen Herausforderungen“ gesucht. „Ich wollte einfach noch mehr direkt mit Menschen zu tun haben“, sagt die 28-Jährige. So führte ihr Weg über die Arbeit in einer Wohngruppe für unbegleitete minderjährige Flüchtling in Wackersdorf jetzt ins MGH nach Maxhütte, das sie ab Januar ebenso wie die Jugendarbeit der Stadt leiten soll. Eine erste große Aufgabe wird dabei das Thema Integration sein, das in den vergangenen Jahren zunehmend an Bedeutung gewann. Hier sind beispielsweise Angebote wie interkulturelle Kochkurse vorstellbar.

Die Jugendarbeit stärken

Am Herzen liegt Federer auch die Jugendarbeit. Sowohl das Angebot als auch den Zuspruch will sie stärken. Ein Kinoabend für Jugendliche oder ein Ausbau von Spielangeboten mit elektronischen Medien wären aus ihrer Sicht erste Ansätze. Ansonsten sieht sie das MGH hervorragend aufgestellt. Die Angebote für Kinder und Senioren seien sehr vielfältig und würden gut angenommen. Gesetzt ist für sie auch die intensive Zusammenarbeit mit der Volkshochschule im Städtedreieck.

Stadtoberhaupt Dr. Plank dankte Spitzer ausdrücklich für die bisher geleistete Arbeit. „Zusammen mit seinem Team und Anita Alt hat er das MGH zu seinem sozialen und gesellschaftlichen Mittelpunkt unserer Stadt entwickelt, in dem sich die ganze Bandbreite des Lebens wiederfindet.“ In den vergangenen Jahren habe es neben dem umfangreichen Programm und vielen Aktionen in Kooperation zahlreiche Glanzpunkte wie Konzerte, Autorenlesungen oder Kabarettabende gegeben, so die Bürgermeisterin.

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