mz_logo

Region Schwandorf
Donnerstag, 29. Juni 2017 25° 2

Kultur

Musikalisches Feuerwerk des Barock

David Hanke, Johannes Eppelein und Cornelia Lanz erhielten für ihre Darbietungen in der Nittenauer Erlöserkirche Standing Ovations.

Nach langanhaltendem Applaus gaben die begabten Musiker gerne eine Zugabe. Foto: tte

Nittenau. Unter der Überschrift „Cantare & Suonare“ fand am Freitag ein festliches Konzert mit barocken Werken für Mezzosopran, Blockflöte und Cembalo in der Nittenauer Erlöserkirche statt.

Der Abend wurde eröffnet mit der Solokantate „Jubilate Domino“ von Dietrich Buxtehude. David Hanke (Blockflöte) und Johannes Eppelein (Cembalo) konnten dem Publikum demonstrieren, dass sich nach den letzten beiden Jahren, in denen sie schon in Nittenau gastiert hatten, ihr ohnehin schon hohes Niveau noch einmal gesteigert hat und sie mit Cornelia Lanz (Mezzosopran) aus Stuttgart eine perfekte Sängerin für das diesjährige Triokonzert gewinnen konnten.

In der Begrüßung hob Pfarrer Reiner Eppelein die Einzigartigkeit dieser interessanten Kammermusik-Besetzung hervor, die laut Eppelein etwas ganz anderes als der normale „Freitagabendstandard“ sei. Dieser sei bei nicht wenigen Zeitgenossen geprägt von „Lanz kocht“, in der Erlöserkirche heiße es heute „Lanz singt“. Er hieß die drei Solisten willkommen und freute sich besonders, dass die international gefragte Mezzosopranistin Cornelia Lanz aus Stuttgart in diesem Jahr mitwirkte.

Die lebendige und virtuose Arie „Sempre copra notte oscura“ aus der Oper „Tito Manlio“ von Antonio Vivaldi entführte das Publikum in die römische Geschichte der Spätantike. Zu ruhigeren und melancholischen Klängen führte die Arie „Leget euch dem Heiland unter“ aus der Kantate „Himmelskönig, sei willkommen“ von Johann Sebastian Bach.

Nach einer Lesung durch Pfarrer Reiner Eppelein gaben die drei begabten Musiker „Kein Arzt ist außer dir zu finden“ aus der Kantate „Ihr werdet weinen und heulen“ des gleichen Komponisten zum Besten. Die Kantate „Mi palpita il cor“ von Georg Friedrich Händel zeigte, welch besondere Bedeutung die Klangfarbe der Blockflöte im Barock hat, da sie meist die Affekte der Liebe, des Schmerzes und der Trauer darstellt, was der Text dieser Kantate zum Ausdruck brachte. Nach Gebet, Vaterunser und Geleit zeigte sich dies ebenso im letzten Stück des Abends, der Arie „Io son fra l’onde“ aus der Oper „La verità in cimento“ von Antonio Vivaldi.

Die Besucher staunten ein ums andere Mal, wie schnell sich die Finger des jungen Wiener Konzertfachstudenten David Hanke bewegten und wie gewandt sich die drei Musiker ergänzten. Cornelia Lanz überzeugte mit außerordentlicher Stimmgewalt und präziser Tongebung, während Johannes Eppelein am Cembalo die beiden Solisten in seiner Rolle als Begleiter mit voller Aufmerksamkeit und musikalischer Brillanz unterstützte.

Ihre Begeisterung brachten die Zuhörer zum Ausdruck, indem sie mit Standing Ovations und langanhaltendem Beifall um eine Zugabe baten. Dieser Wunsch wurde ihnen mit zwei weiteren Stücken erfüllt. (tte)

Die Kommentarfunktion steht exklusiv unseren Abonnenten zur Verfügung. Als Abonnent melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich. Alle anderen Nutzer finden preiswerte Angebote in unserem Aboshop.

Anmelden Registrieren Zum Abo-Shop

Anmelden

Hinweis: Bitte schützen Sie Ihr Konto auf öffentlichen Geräten, indem Sie sich nach der Nutzung im Profil-Bereich abmelden.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht