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Region Schwandorf
Mittwoch, 22. November 2017 3

Gemeinderat

Neuen Wertstoffhof für Zukunft rüsten

Beim Neubau des Wackersdorfer Recyclinghofs werden zusätzlich Container mit eingeplant. Wird Grüngut kostenlos angenommen?
Von Johann Ippisch

Nur wenige Meter nördlich des Regenrückhaltebeckens wird der neue Recyclinghof errichtet.Foto: Archiv sjj

Wackersdorf. Bereits im März fasste der Gemeinderat einen einstimmigen Beschluss, den Recyclinghof an einem anderen Standort neu zu errichten. Bei der Sitzung des Gremiums am vergangenen Mittwoch wurden nun die weiteren Schritte beschlossen, nachdem sich die Gemeinderäte auch Anregungen bei den Gemeinden Ebermannsdorf und Kümmersbruck geholt hatten. Das in der Zwischenzeit beauftragte Büro Renner+Hartmann aus Amberg präsentierte dem Gremium zwei mögliche Varianten. Wie berichtet, soll der neue Recyclinghof zwischen dem gemeindeeigenen Baugebiet Wackersdorf Süd, Bauabschnitt III, und den bereits vorhandenen Regenrückhaltebecken neben dem jetzigen Recyclinghof bzw. Bauhof entstehen. Hierzu wird die vorhandene Waldfläche westlich der Bundesstraße B 85 voraussichtlich Anfang März 2018 gerodet.

Getrennte Ein- und Ausfahrten

Manfred Birner vom Büro Renner + Hartmann präsentierte den Mitgliedern des Gemeinderates die beiden Varianten, die sich im Wesentlichen nur in der Anordnung der Versenkungen der Container unterscheiden, so Birner. Ein wesentlicher Punkt bei den Planungen war, dass getrennte Ein-und Ausfahrten vorhanden sind. So auch die Anregung von Bürgern, denen laut Bürgermeister Thomas Falter bei den Planungen auch Gehör geschenkt wurde.

Einig waren sich die Gemeinderäte, dass der Recyclinghof für die Zukunft gebaut werden soll, d. h. , mit einer großzügigen Fläche mit der Möglichkeit zur Erweiterung mit Containern. Bürgermeister Thomas Falter betonte, dass erneute Überlegungen im Gemeinderat erfolgen sollten, wie mit dem Thema „Gebühren für Grüngutannahme“ umgegangen werde. Neun von 33 Gemeinden im Landkreis Schwandorf ermöglichten bereits eine kostenlose Abgabe von Grüngut. Die Gemeinde Wackersdorf verlangt derzeit 2,50 Euro pro Anlieferung/pro Kubikmeter vom Bürger. Alfred Jäger (FW) plädierte für eine kostenlose Möglichkeit der Grüngutanlieferung. Alle Fraktionssprecher sprachen sich abschließend für die Variante 2 aus, so dass auch der Beschluss einstimmig hierzu erfolgte.

Auch der Neubau des Regenrückhaltebeckens Alberndorf wurde von Erwin Schall vorgestellt. Nachdem im vergangenen Jahr bereits das Regenrückhaltebecken neben dem örtlichen Bauhof durch ein weiteres Becken erweitert wurde, erfolgt nun unweit davon der Neubau eines dritten Rückhaltebeckens, d. h. unterhalb des neuen Wohnbaugebiets Wackersdorf Süd, Bauabschnitt III, bzw. unmittelbar nördlich des neu geplanten Recyclinghofes. Das neue Regenrückhaltebecken mit einem Rückhaltevolumen von 3700 Kubikmetern wird als Notwendigkeit des bereits genehmigten Bebauungsplanes Wackersdorf Süd BA III und als zusätzlicher Schutz/Puffer für den Bauhof bei Starkregenereignissen gesehen. Damit ist die Maßnahme als weitere Maßnahme beim Hochwasserschutz zu sehen, so Schall. Für die Realisierung des Vorhabens werde es ebenfalls notwendig, eine Waldfläche zu roden.

Zustimmung fand der Bauantrag auf Errichtung eines Sechs-FamilienWohnhauses im Ortsteil Rauberweiherhaus, Am Mühlgraben. Nachdem vom Bauherrn die Abstandsflächen nicht eingehalten werden konnten, musste der Gemeinderat dem Antrag und der Übernahme der Abstandsflächen durch die Gemeinde zustimmen. Dies erfolgte einstimmig. Eine unbeheizte Lagerhalle möchte die Firma Ediltec Bayern im Industriegebiet „WTF II“ errichten. Das gemeindliche Einvernehmen erfolgte, nachdem das Vorhaben auch den Festsetzungen des Bebauungsplanes entsprach.

Geschossflächenbeitrag zu hoch

Die Änderung der Beitrags- und Gebührensatzung zur Wasserabgabesatzung wurde modifiziert, nachdem bei der überörtlichen Rechnungsprüfung festgestellt wurde, dass der Geschossflächenbeitrag für die Wasserversorgungsanlage in der 1. Satzung zur Änderung der Beitrags- und Gebührensatzung zur Wasserabgabesatzung vom 19. Oktober 2011 zu hoch festgesetzt wurde. Der Korrektur stimmte der Gemeinderat einstimmig zu. Geschäftsstellenleiter Harald Trummet betonte, dass es bisher keine Auswirkungen gegeben habe, da noch keine Herstellungsbeiträge abgerechnet wurden.

Die Anfragen aus der Seniorengemeinderatsitzung vom 14. September (wir berichteten) nahmen die Räte zur Kenntnis. Positiv sprach sich das Gremium für den Antrag von Daniel Feuerer aus Teublitz und Willy Schneider aus Mainburg aus, die vom 13. April 2018 bis 16. April 2018 wieder ein Volksfest in Wackersdorf ausrichten wollen. Ein Festzelt mit 24 mal 40 Metern wird dabei auf dem Volksfestplatz aufgestellt. Des Weiteren kommt Willy Schneider mit acht Schaustellerbetrieben. Der Gemeinde entstünden hierbei keine Kosten, betonte Bürgermeister Thomas Falter.

Die Neubauten

  • Recyclinghof:

    Lage: An der Bundesstraße B85, zwischen Wohnbaugebiet Wackersdorf Süd Bauabschnitt III an der Verlängerung der Straße „Im Ziehbügel“, Fläche: 5060 Quadratmeter, davon Recyclinghofgröße: 4700 Quadratmeter, Beginn Ausschreibung: Februar 2018, Baubeginn: April/Mai 2018,

  • Fertigstellung: Oktober 2018, Baukosten: 555 000 Euro, Zuschuss Landkreis: Max. 80 000 Euro

  • Regenrückhaltebecken:

    Lage: Südlich des neuen Wohnbaugebietes Wackersdorf Süd Bauabschnitt III,

  • Rückhaltevolumen: 3700 Kubikmeter, Baubeginn: Frühsommer 2018, Fertigstellung: Herbst 2018, Kosten: 423 000 Euro

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