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Region Schwandorf
Donnerstag, 19. Oktober 2017 18° 3

Tiere

Pferde kicken den Ball ins Tor

Die Besucher des 20. Neusather Rosstags erlebten, wie die Nutztiere in früheren Zeiten Arbeit in Feld und Wald verrichteten.

  • Huzulen treten bei einem Fußballmatch gegen Koniks an. Fotos: szd
  • Pfarrer Gottfried Rottner segnet die Pferde.
  • Ein Pferdehuf wird neu beschlagen.
  • Kutschfahrt mit einem Haflinger-Gespann
  • In früheren Zeiten zogen die Nutztiere schwere Baumstämme aus dem Wald.
  • Die Besucher konnten mit der Pferdekutsche fahren.

Neusath. Rund 3000 Pferdefreunde und 50 Rösser kamen am Sonntag zum 20. Rosstag ins Freilandmuseum Neusath. Die Besucher bekamen wieder ein abwechslungsreiches und umfangreiches Programm rund um das Pferd zu sehen, das die Menschen als Nutztier bei der mühevollen Arbeit in Wald und Flur über Jahrhunderte unterstützte.

Zum 20. Neusather Jubiläumsrosstag gab es auch ein Jubiläumswetter, wie Pfarrer Gottfried Rottner bei der Reitermesse im Naabtaldorf einleitend anmerkte. Von neun Musikern der Oberpfälzer Parforcehornbläsern wurde die Messe feierlich musikalisch umrahmt. Abschließend führte der Priester die Pferdesegnung durch. Museumsleiterin Dr. Birgit Angerer überreichte nach der Segnung jedem Reiter eine Medaille.

Nebenan konnten die Besucher hautnah mitverfolgen, wie ein Pferd die Hufeisen abgezogen bekam. Es folgte die ordentliche Hufpflege und im Anschluss wurden die neuen Eisen fachgerecht vom Hufschmied angepasst und mit Nägeln aufgeschlagen. Alle sechs bis acht Wochen, je nach Beanspruchung, ist dies notwendig.

Schon recht früh waren die im Schatten gelegenen Plätze belegt. Doch auf dem großen Vorführplatz gab es nicht viele davon und die zahlreichen Zuschauer trotzten der direkten Sonne. Hier gab es vom Pferdefachmann und Moderator Herbert Weigl jede Menge an Informationen über die verschiedenen Pferderassen, die in drei Klassen unterteilt werden. So sind dies Kaltblüter, Pferde mit kräftigem Körperbau, höherem Gewicht und ruhigem Temperament. Ein Vollblut ist eine reinrassige Züchtung und ein Warmblut ist ein Pferd, in das bestimmte Leistungsmerkmale hinein gezüchtet wurden.

Weigel erklärte, dass Pferde Tiere mit Willen und Charakter sind, die mit ihren Pferdeführern und der Führungssprache Wistra, Hüa, Hott und Brr ein eingespieltes Team bilden und so Arbeiten in Feld und Flur verrichten. Dies wurde eindrucksvoll gezeigt bei Holzarbeiten mit Polnischen Warmblütern. Auch sahen die Besucher anhand verschiedener Rassen und Gespanne, wie in früheren Zeiten die Feldarbeit vonstatten ging. Rottaler-Ein- und Zweispänner drehten ihre Runden.

Sportlich ging es beim Pferde-Fußballmatch mit Huzulen und Koniks zu, die den Ball ins gegnerische Tor traten. Die Bayerwald-Schnalzer-Deandl ließen ihre Goisln schnalzen und leiteten das Sechsergespann mit Brauereiwagen ein. Museumsleiterin Dr. Birgit Angerer zapfte mit drei kräftigen Schlägen das Fass Bier an und so hieß es schon vor dem Münchner Oktoberfest „Ozapft is“. (szd)

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