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Region Schwandorf
Montag, 20. November 2017 10

Lokalpolitik

Rathaus gehört in Bodenwöhrs Ortsmitte

Zurück aus dem Urlaub, hat Alois Feldmeier (BLB) festgestellt, dass die Standortdebatte immer buntere Blüten treibt.

Seit Jahren ist Bodenwöhrs Verwaltung in diesem Objekt untergebracht. Das „Provisorium“ wurde zur Dauerlösung.

Bodenwöhr. In unserer Berichterstattung über die Standortsuche für eine neue Gemeindeverwaltung sieht Gemeinderat Alois Feldmeier die Position der Bürgerliste (BLB) unzureichend gewürdigt – obwohl die MZ dazu (siehe MZ vom 7./8. August!) auch Bürgermeister Richard Stabl befragt hat, der bekanntlich ebenfalls dieser Gruppierung angehört. Feldmeier aber erklärt nun, Stabl habe sich überhaupt nicht konkret geäußert – und im Übrigen stehe seine Ansicht nicht zwingend für die der BLB-Fraktion.

Urlaubsbedingt hatte Feldmeier von der Übersicht über die vier möglichen Standorte für die Gemeindeverwaltung in der MZ erst jetzt Kenntnis erlangt; nun sieht er sich herausgefordert, die „BLB-Position“ darzustellen.

Die Fraktionsmitglieder der Bürgerliste befürworten laut Feldmeier für die Verwaltung die Ortsmitte – allerdings mit einem Neubau, statt einer Sanierung. Das vielzitierte Platzproblem, das die CSU nach anderen Standorten suchen lasse, sei nach neuesten Plänen nicht mehr gegeben. Es bestehe eine Reserve von mehreren Arbeitsplätzen.

Zum Einwand seitens der CSU, ein Rathaus im Ortskern trage im digitalen Zeitalter keineswegs mehr zu einer „Belebung“ bei, erklärt Feldmeier, eine Belebung lasse sich nicht alleine daran festmachen, wie viele Menschen tagtäglich ins Rathaus gingen. Vielmehr werte ein Rathaus auch die Geschäftslage insgesamt auf. Als Beispiel für eine Kommune, die für die Verwaltung ebenfalls die Ortsmitte favorisiere, nennt der BLB-Rat die Stadt Neunburg.

Dass als Alternative das jetzige Verwaltungsgebäude durch einen Anbau vergrößert werden könnte, hält Feldmeier für eine Wunschvorstellung. Die Realisierung scheitere wahrscheinlich schon an der Grundstücksfrage. Grundeigentümer sei die Kirche, und ob sich die das Gelände vor dem neuen Pfarrhaus zubauen ließe, sei fraglich. Bisher sei die Kirche noch nicht gefragt worden, ob sie das benötigte Grundstück verkaufen würde.

Ferner gibt Feldmeier zu bedenken, dass das derzeitige Verwaltungsgebäude aus verschiedenen Gründen (u.a. Barrierefreiheit) umgebaut werden müsste und unter Denkmalschutz stehe. Ein einfacher Anbau sei somit nicht möglich, „wir hätten also eine Zwei-Gebäude-Lösung“. Eine solche werde aber vom Gemeinderat nach dem Kenntnisstand der BLB einhellig abgelehnt.

Zur Alternative „Birkerl“ merkt Feldmeier schließlich an, dass mit dem Verkauf von Bauplätzen eben auf diesem Gelände ein Teil des Rathauses finanziert werden könnte. „Bauen wir aber das Rathaus dort hin, nehmen wir uns diese finanzielle Grundlage.“ (ht)

Mögliche Standorte

  • Gretchenfrage:

    Wo soll die Bodenwöhrer Gemeindeverwaltung künftig angesiedelt sein? Anfang August brachte die MZ die Debatte auf den Punkt.

  • Nach derzeitigem Stand

    gibt es vier Möglichkeiten: Schwandorfer Straße (aktueller Standort), Ortsmitte (ehemaliges Rathaus), Ludwigsheide und „Birkerl“ (tre)

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