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Region Schwandorf
Dienstag, 12. Dezember 2017 5

Hobby

Rechtzeitig fit für die Frostperiode

Jetzt ist die perfekte Zeit, um den Garten winterfest zu machen. Ein Sauberkeitsfimmel in den Beeten schadet den Pflanzen.
Von Cornelia Lorenz

Das Herbstlaub beschert den Mitarbeitern des städtischen Bauhofs in Schwandorf derzeit jede Menge Arbeit. Foto: dpa

Schwandorf.Auch wenn sich der Oktober in den nächsten Tagen von seiner schönsten Seite präsentiert: Der erste Frost wird nicht lang auf sich warten lassen – höchste Zeit also für alle Gartler in der Region, ihr Revier winterfest zu machen. Rund 25 Mitarbeiter des Bauhofs sind bereits fleißig dabei, die städtischen Grünanlagen auf die kalte Jahreszeit vorzubereiten.

Viel Arbeit beschert ihnen laut Stadtgärtner Jürgen Diller zurzeit das Herbstlaub, das sie regelmäßig von den Gehwegen und Grünflächen entfernen und zum Kompostieren auf einen Grüngutlagerplatz transportieren müssen. Doch auch Sträucher und Bäume an Straßen und Radwegen schneiden die Bauhofmitarbeiter im Moment zurück.

Astern und Heidekraut für die Tröge

Nicht zu vergessen die Blumentröge: Die Reste der sommerlichen Blütenpflanzen werden entfernt und zum Beispiel am Marktplatz mit zum Herbst passenden Exemplaren wie Astern und Heidekraut ersetzt. Damit der Frost den Brunnen im Stadtgebiet nicht schadet, sind die Bauhofmitarbeiter auch damit beschäftigt, sie stillzulegen und die Pumpen auszubauen.

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5 Tipps für den Garten im Herbst

Doch auch ganz gewöhnliche Gartenbesitzer sollten sich auf die Kälteperiode vorbereiten, rät Petra Schmid, Gartenfachberaterin am Landratsamt Schwandorf. „Am wichtigsten ist jetzt, alles reinzuräumen, was nicht frostfest ist“, sagt sie. Für Kübelpflanzen gelte es also, einen passenden Platz zum Überwintern auszusuchen. Exemplare wie das Wandelröschen, die im Herbst ihr Laub verlieren, können durchaus in einem ziemlich dunklen Raum bei zwei bis fünf Grad abgestellt werden. Pflanzen wie der Oleander, die ihre Blätter behalten, benötigen dagegen ein helles Plätzchen.

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Zu trockene Heizungsluft kann manchen Wintergästen schaden: Der Hibiskus etwa kann dann sogar in der Wohnung plötzlich Blattläuse bekommen. „Man muss einfach ein bisschen Jonglieren zwischen Wasser, Licht und Temperatur“, betont Schmid.

„Man sollte Laub nie komplett aus dem Garten entfernen, weil es ein Schutz für frostempfindliche Stellen ist.“

Petra Schmid, Gartenfachberaterin am Landratsamt Schwandorf

Während das richtige Überwintern von Kübelpflanzen ein wenig Fingerspitzengefühl erfordert, gibt es in Sachen Herbstlaub von Schmid eine eindeutige Empfehlung. „Man sollte es nie komplett aus dem Garten entfernen, weil es ein Schutz für frostempfindliche Stellen ist“, sagt die Expertin. Auf dem Rasen sollte man zwar keine dicke Laubschicht liegen lassen, weil sich darunter Schimmelflecken bilden könnten. Gut verwenden könne man das Laub aber, um etwa die Veredelungsstellen von Rosen abzudecken.

Rückschnitt erst im Frühjahr

Grundsätzlich hält die Beraterin wenig davon, im Garten seinen Sauberkeitsfimmel auszuleben. Deshalb rät Schmid auch dazu, die oberirdischen Reste von Stauden wie zum Beispiel Rittersporn oder anderen Blühpflanzen jetzt im Herbst nicht pauschal zu entfernen. Man würde den Pflanzen sonst die Nährstoffe, die noch in den absterbenden Blättern sitzen, wegnehmen. Mit dem Rückschnitt sollte man laut Schmid deshalb besser bis zum Frühjahr warten.

„Solange der Rasen noch wächst, kann man mähen – aber keinesfalls mehr düngen oder vertikutieren.“

Petra Schmid

Auch dem Rasen sollte man jetzt ein wenig Ruhe gönnen. „Solange er noch wächst, kann man mähen – aber keinesfalls mehr düngen oder vertikutieren“, sagt Schmid. Den Dünger könne der Rasen über die Wurzeln jetzt nicht mehr vernünftig aufnehmen. Auch wenn es in den vergangenen Wochen ausreichend geregnet hat, empfiehlt Schmid, in der bevorstehenden Winterzeit das Gießen im Garten nicht zu vergessen: Sobald der Boden nicht zu frostig ist, rät sie, die Grünpflanzen im Garten in Trockenperioden zu wässern, damit sie die Zeit bis zum Frühjahr gut überstehen.

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