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Region Schwandorf
Mittwoch, 21. Februar 2018 2

Rockmusik

Saga beschert bombastisches Konzert

Rund 300 Fans waren nach Burglengenfeld ins VAZ Pfarrheim zum Auftritt der Gruppe gekommen. Die Zuhörer waren am Ende wie hypnotisiert.

Bandmitglied Michael Sadler (Lead Vocals) beeindruckte mit seiner markanten Stimme. Foto: bjs

Burglengenfeld.Das VAZ Pfarrheim in Burglengenfeld hat sich mittlerweile zu einem kleinen Musik-Mekka entwickelt. Nicht nur für die Rockfans ist es inzwischen zu einer Pilgerstätte geworden, auch die Musikgrößen legen hier gerne bei ihren Tourneen einen Zwischenstopp ein. Am Freitagabend war die Band Saga zu Gast, die bereits mehrmals um die Welt tourte und über acht Millionen Alben verkaufte und brachte bei der Vorstellung ihrer neuen CD „20/20“ 300 Fans zur Ekstase. Das Konzert war ein weiterer Höhepunkt der noch so jungen Geschichte des VAZ.

Schnell waren die Plätze in der ersten Reihe besetzt, nach dem Motto: alles sehen und alles spüren. Zu hören gab es Rockmusik mit harten Gitarrenriffs gepaart mit melodischen Keyboard-Arrangements – der typische Saga-Sound eben. Die fünf Musiker legten sich voll ins Zeug und performten so, als würden sie vor 10000 Fans auftreten. Tosender Beifall des Publikums war der verdiente Dank dafür.

„What a man“ haben sich vermutlich die Frauen gedacht und meinten damit Michael Sadler (Lead Vocals), der mit seinem athletischen Körper und natürlich mit seiner kräftigen und markanten Stimme für Impulse und Anreize für Augen und Ohren sorgte. Die Fingerfertigkeit des Gitarristen Ian Crichton war ebenfalls beeindruckend. Trotz seines gekonnten und virtuosen Gitarrenspiels strahlte er dabei immer eine gewisse Leichtigkeit und Unbekümmertheit aus. Auf der anderen Seite der Bühne sorgte sein Bruder Jim Crichton mit der Bassgitarre für den nötigen Tiefgang. Immer dann, wenn Melodien gefragt waren, tauschte er sein Saiteninstrument mit dem Keyboard aus. Die „Main Keyboards“ wurden allerdings von Jim Gilmour bedient, der bei der Ballade „Scrathing The Surface“ bewies, dass er auch eine fantastische Stimme hat – gefühlsbetont und weich, ganz im Gegensatz zum Frontmann Michael Sadler. Steve Negus saß schweißtriefend, wie ein Marathonläufer im Hochsommer, hinter seinen Drums. Seine Genialität offenbarte er nicht nur bei einem fünfminütigen Schlagzeugsolo, bei dem er wie in Trance auf seine Becken einschlug und dabei die staunenden Blicke des Publikums auf sich zog.

Wie hypnotisiert waren die Fans auch, als gegen Ende hin die alten Songs wie „Humble Stance“, „Wind Him Up“ oder „On The Loose“ gespielt wurden. Das Finale war bombastisch.

Als Vorband gastierte „Dr. Woo’s Rock’n Roll Circus“, eine Band aus Nürnberg, die mit „Bastard-Rock“ das Publikum in Stimmung brachte. Den Besuchern hat es gefallen – auch jenen, die gar nicht wissen, was „Bastard-Rock“ eigentlich ist. Bei diesem Musikstil werden bekannte Songs in einem „Live Remix“ ineinander verwoben und in einem „Mash Up“ verwandelt – so steht es zumindest auf der Internetseite der Band. Einige Titel und Melodien alter Rockoldies wie „Papa was a Rolling Stone“ oder „On the road again“ (Bob Seger), die die die Band präsentierte, haben die Zuhörer sicherlich wiedererkannt. (bjs)

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