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Region Schwandorf
Samstag, 27. Mai 2017 24° 1

Bahn

„Schienen-Hai“ mischt Nahverkehr auf

Ab Dezember geht es von Schwandorf aus halbstündlich nach Regensburg und stündlich in Richtung Weiden. Neue Züge versprechen mehr Komfort.
Von Reinhold Willfurth

Der „PESA Link“, wegen seiner Forma auch „Regio-Shark“ genannt, ist bereits in „Oberpfalzbahn“-Lackierung auf Erprobungstour.Foto: PESA

Schwandorf.Das gefräßige Kupplungs-Maul und das stromlinienförmige Design erinnern vage an den „Schrecken der Meere“. Zwölf neue „Regio-Sharks“, wie die Bahn-Gemeinde die Triebwagen des Typs „PESA Link“ getauft hat, sollen ab Dezember den Bahnverkehr rund um das Drehkreuz Schwandorf verbessern. Die hochmodernen Dieselzüge aus polnischer Produktion, lackiert im bunten Gelb-grün-blau der Oberpfalzbahn, lösen zum Fahrplanwechsel die grau-grünen Triebwagen der „Vogtlandbahn“ ab. Derzeit rollen die Triebwagen auf Testfahrt durch die deutsche Bahnlandschaft. Die zwölf fabrikneuen Niederflurzüge bieten neben modernem Design Fahrgast-Infos in Echtzeit auf Bildschirmen, einen vergrößerten Mehrzweckbereich, Steckdosen bei den Sitzplätzen und sogar eine veritable Kinderecke.

Zusammen mit den „Alex“-Interregios aus demselben Haus, der Länderbahn, und den Regionalexpress- und Nahverkehrszügen der Deutschen Bahn sollen die neuen Triebwagen Fahrgäste im Halbstundentakt aus und in Richtung Regensburg bringen. Auch für die Stationen nördlich von Schwandorf gibt es Verbesserungen: Sie sind künftig mindestens einmal pro Stunde erreichbar.

Die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG), die die Neuerungen kürzlich bei einer Regionalkonferenz vorgestellt hat, reagierte auf die erhöhte Nachfrage auf der Strecke Schwandorf – Regensburg. Diese habe sich „überproportional“ entwickelt. Die BEG stellt den Bedarf auf den bayerischen Gleisen fest und schreibt deren Bedienung aus. In Schwandorf steht laut Christine Hecht vom Ausschreibungssieger Länderbahn ab Dezember wie bisher kurz nach der vollen Stunde und neu jeweils zur halben Stunde ein Zug in Richtung Regensburg bereit. Das ergibt 38 statt bisher 31 Züge zwischen den Städten bei „gleichzeitig optimierer zeitlicher Verteilung“, erläuterte BEG-Geschäftsführer Johann Niggl. „So stärken wir diese bedeutende Pendlerachse für die Zukunft“. Vom Halbstundentakt profitieren auch „bis auf wenige Lücken“ die Stationen Maxhütte-Haidhof und Regenstauf.

Die Verbesserungen kommen gerade zur rechten Zeit. „Angesichts knapper Finanzmittel wäre eine solche Angebotsausweitung bei einer heutigen Ausschreibung schwer vorstellbar“, sagte BEG-Chef Niggl.

Immerhin im Stundentakt läuft künftig der Bahnverkehr in Richtung Norden. Durch kürzere Haltezeiten der Züge verkürzt sich die Fahrt. Nach BEG-Angaben sparen sich Reisegäste aus Nabburg oder Schwarzenfeld mit der neuen „Oberpfalzbahn“ in „jeder Stunde rund fünf Minuten Fahrzeit“.

Nachtschwärmer könnte ein neues Angebot am Wochenende interessieren: Die BEG bestellte für die Nächte von Freitag auf Samstag und von Samstag auf Sonntag einen neuen Spätzug, der mit Anschluss aus Regensburg um 0.30 Uhr in Richtung Amberg startet.

Sogar einen Impuls für den regionalen Arbeitsmarkt bringt das neue Angebot: Die neuen Fahrzeuge werden im Betriebshof der Länderbahn in Schwandorf gewartet. Und zum anderen fahren künftig in jedem Zug der Oberpfalzbahn Kundenbetreuer mit. Die müssen noch rekrutiert werden.

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