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Region Schwandorf
Dienstag, 26. September 2017 19° 2

Urteil

Sechs Jahre Haft für Missbrauch

Das Landgericht verurteilte einen 48-Jährigen aus dem Landkreis, der sich an zwei Mädchen vergriffen hatte.

Für sechs Jahre muss der Täter hinter Gitter. Foto: dpa

Schwandorf.Wegen Vergewaltigung, sexuellen Missbrauchs von Kindern und sexueller Nötigung von Kindern in mehreren Fällen hat das Landgericht Amberg am Freitag einen 48-Jährigen aus dem Landkreis zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt.

Der 48-Jährige hatte zugegeben, vor über 14 Jahren die damals sechs- und neunjährigen Töchter von Nachbarn sexuell missbraucht zu haben. Schauplatz der Taten war ein Dorf im westlichen Landkreis. Die Beweisaufnahme vor Gericht am Mittwoch, dem ersten Verhandlungstag, ergab, dass sich der Mann um die beiden Kinder „gekümmert“ habe, nachdem der Kindsvater als Lastwagenfahrer ständig auswärts unterwegs war.

Der damals 34-Jährige brachte unter anderem die Mädchen ins Bett, hielt sich mit ihnen auf dem Dachboden oder in seiner Wohnung auf. Dabei kam es zu den Übergriffen. Sie reichten vom Streicheln über und unter der Wäsche bis zum versuchten Oralverkehr. Fahrten von und zu Besuchen bei der Oma der beiden Mädchen im östlichen Landkreis und bei Spaziergängen nutzte der Täter ebenfalls zu Missbrauchshandlungen.

Eine Gutachterin attestierte den beiden Opfern vor Gericht volle Glaubwürdigkeit, ein weiterer Gutachter dem Angeklagten die Schuldfähigkeit.

Dem Urteil war ein Rechtsgespräch vorausgegangen. Der Verteidiger, Rechtsanwalt Tobias Konze, und das Gericht hatten dabei im Gegenzug zu einem Geständnis einen festen Strafrahmen vereinbart. Dadurch wurde ein aufwendiges Verfahren verkürzt und den Opfern eine Aussage vor Gericht erspart.(fu)

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  • AO
    Angelika Oetken
    17.06.2017 09:41

    Zur Präzisierung: ein Gericht überprüft nicht die Glaubwürdigkeit von Opferzeugen, sondern die Glaubhaftigkeit dessen, was sie schildern. Falls das Gericht sich dazu eine externe Expertise einholen will, kann es Gutachter beauftragen. Das gilt auch für den Fall, dass das Gericht befindet, der mutmaßliche Täter müsse auf seinen geistig-seelischen Zustand hin überprüft werden. Um dessen Schuldfähigkeit und ggf. seine Prognose besser einschätzen zu können.

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