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Region Schwandorf
Mittwoch, 20. September 2017 16° 3

Ferienprogramm

Staunende Kinderaugen im Museum

Bei Schwandorfs Museumsleiterin Eva Maria Keil erfährt der Nachwuchs viel über das Leben vor 150 Jahren in Schwandorf.

Museumsleiterin Eva Maria Keil führte die Kinder durch das Museum und erzählte ihnen auch die Legende vom Heiligen Nepomuk. Foto: xih

SCHWANDORF.Ein Leben ohne Strom und fließendes Wasser: Kinder können sich das kaum vorstellen. Sie machten große Augen, als ihnen Eva Maria Keil vom Alltag ihrer Ururgroßeltern erzählte. Die Museumsleiterin nahm die Buben und Mädchen mit auf eine Zeitreise durch die Geschichte der Stadt Schwandorf.

Eva Maria Keil blickte zurück auf eine Zeit, als die Stadt nur ein paar hundert Einwohner zählte, von einer Mauer umgeben war und das Rathaus mitten auf dem Marktplatz stand. Erst die Eisenbahn habe den Aufschwung gebracht.

Die Museumspädagogin erzählte den Kindern aus einer Zeit, als die Leute auf Strohsäcken schliefen, auf einem Holzofen kochten und das Klo im Freien benutzten. Das Bügeleisen machte die Mutter auf der Herdplatte heiß. Im Stadtmuseum lässt sich das Leben der Vorfahren nachvollziehen. Seit gut 20 Jahren bietet Eva Maria Keil im Rahmen des Ferienprogramms kostenlose Führungen an. Auch am Dienstag begleitete sie eine Kindergruppe durch die Räume.

Unter dem Museumsdach befinden aber vor allem historische Exponate, die an die Gründung der Feuerwehr vor mehr als 150 Jahren oder des „Katholischen Arbeitervereins“ (1898) erinnern.

Besonders stolz ist Eva Maria Keil auf die mechanische Kirchturmuhr aus dem Jahre 1939, die einst in der Klardorfer Kirche geschlagen hat. Sie erklärt den Kindern die Funktion der Uhr, die von Gewichten angetrieben wird und vom Mesner „aufgezogen“ werden musste, „wenn die Gewichte am Boden angekommen und stehengeblieben waren“. Auch die Figur des Heiligen Nepomuk, der als „Brückenheiliger“ und Patron des „Beichtgeheimnisses“ gilt, beeindruckte die Kinder im Museum.

Nach der Legende, die zur späteren Heiligsprechung des Johannes Nepomuk (1350 – 1393) führte, wollte der Geistliche dem damaligen König nicht verraten, was dessen der Untreue verdächtigte Frau gebeichtet hatte. Daraufhin soll ihn der König foltern und die Prager Karlsbrücke hinabstoßen lassen. (xih)

Blick in die Natur

  • Im Obergeschoss befindet sich das Natur-Info-Zentrum mit digitalen Einblendungen zur heimischen Flora und Fauna. Die Europäische Union förderte die Maßnahme zur Hälfte aus dem Leader-Programm.

  • Die Stadt Schwandorf investierte 250 000 Euro in die Darstellung der Naturräume Jura, Naabtal, Weiher- und Seenland, Fluss- und Auenlandschaften, Wald sowie Kulturland. Den Landschaften sind 100 Tierpräparate zugeordnet.

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