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Region Schwandorf
Dienstag, 27. September 2016 22° 1

Tierschicksale

Treibt ein Catnapper sein Unwesen?

In Maxhütte-Ponholz sind in den vergangenen Monaten mindestens fünf Katzen nicht mehr nach Hause gekommen. Die Suche blieb jeweils ergebnislos.

Paul, ein Prachtkater, wird seit Wochen schmerzlich vermisst.

MAXHÜTTE-HAIDHOF.Seit Wochen taucht in der Rubrik „Vermisste Tiere“ Paul auf: ein Prachtkater in Rot-Weiß, schmerzlich vermisst von Familie Krempl aus Ponholz. Leider ist es nicht die einzige Samtpfote, die hier in der Nähe der „Alten Post“ im Bereich Lindenstraße, Ahornweg und Hagenauer Straße vermisst wird: Paul steht für inzwischen mindestens fünf Katzen, die innerhalb der vergangenen Monate nicht mehr nach Hause gekommen sind, darunter auch Sammy, der ebenfalls bei Familie Krempl beheimatet ist und mit 14 Jahren ganz gewiss kein streunender Jungspund mehr ist.

Alles Nachfragen in der Umgebung oder beim Tierschutz, die „Fahndung“ via Anzeige in der MZ, selbst die Suche an den Straßenrändern blieb ergebnislos: Die Stubentiger waren wohl keine Verkehrsopfer. Und in dem einen oder anderen Katzenbesitzer keimt inzwischen der Gedanke, dass hier, ähnlich wie vor noch nicht allzu langer Zeit in Maxhütte-Haidhof, im Bereich des katholischen Friedhofs, ein „Catnapper“ sein Unwesen treibt; einer jener Zeitgenossen, die in ihrem Unmut, ja Hass auf Katzen, diese fangen und entweder töten oder – wie eben im Fall beim Friedhof – an weit entfernten Orten aussetzen, was ebenfalls meist einer Tötung gleichkommt. Die Besitzer von Paul jedenfalls wollen das unerklärliche Verschwinden ihrer Hausgenossen nicht einfach hinnehmen.

Zum einen werden sie Anzeige erstatten, zum anderen appellieren sie: Wenn eine Katze im Garten stört, genügt meist schon das Vergrämen mittels Wasserstrahl aus einem Gartenschlauch. Klar machen sollten sich diese Menschen auch, dass besonders Kinder, wie hier die zehnjährige Tochter der Familie, unter dem Verlust ihres Haustieres sehr leiden, von den Qualen der Tiere ganz zu schweigen.

Inzwischen ist aufkeimendes Misstrauen die Folge, auch Verdächtigungen kursieren; alles geeignet, gute nachbarschaftliche Beziehungen zu zerstören.

Nicht die Hauskatzen stellen laut Tierhilfe für die Vogelwelt das Problem dar. Es sind meist vernachlässigte, oft ausgesetzte, unkastrierte Tiere, die sich enorm vermehren und natürlich aus reinem Überlebenswillen zu Jägern werden.

Diesen Katzen fallen dann natürlich auch viele Vögel zum Opfer; dies umso mehr, als diese in unseren „pflegeleichten“ Gärten kaum noch geeignete Deckung finden. (bcb)

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