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Region Schwandorf
Donnerstag, 23. November 2017 3

Polizei

Urnenraub: Vom Täter fehlt jede Spur

Die Empörung in Teublitz über die Verletzung der Totenwürde ist groß. Die Ermittler hoffen auf Hinweise der Bürger.
Von Werner Artmann

Aus der Urnenmauer im Friedhof Teublitz wurde die Urne entwendet. Foto: bat

Teublitz.Die Meldung über den Diebstahl einer Urne aus der Urnenmauer im Friedhof Teublitz löste bei der Bevölkerung große Empörung und Unverständnis aus. Am Wochenende war dieses Vorkommnis das Tagesthema in der Stadt – und insbesondere für die Besucher am „Gottesacker“.

Zur Erinnerung: Am Donnerstagabend hatte ein Bewohner aus der Dr.-Wilhelm-Hoegner-Straße neben seinem Grundstück in einer Hecke eine Graburne aufgefunden. Der Auffindungsort liegt zirka 100 Meter von der Urnenmauer im Friedhof entfernt. Der Finder verständigte daraufhin einen Bestatter der gKU, der die Urne unter die Lupe nahm. Nach dem Öffnen konnte am Innenbehälter der Name des Verstorbenen festgestellt werden. Die Überprüfung an der Urnenmauer im Friedhof ergab, dass von einer Urnennische der Abschlussdeckel nicht mehr ganz zugeschraubt war und tatsächlich dort die Urne fehlt.

„Schlimme Verletzung der Totenwürde“

Von einer „schlimmen Verletzung der Totenwürde“ spricht Friedrich Gluth auf Anfrage unseres Medienhauses. Der Vorstand des gemeinsames Kommunalunternehmen (gKU) Kommunale Bestattungen Burglengenfeld – Teublitz Gluth erklärte unserem Medienhaus: „Wir nehmen diesen Vorfall sehr ernst und haben ihn daher auch bei der Polizei zur Anzeige gebracht.“ Die Ermittlung des Täters sei nun Aufgabe der Polizei. Weitere Angaben wollte Gluth aus Pietätsgründen nicht machen.

„Wir nehmen diesen Vorfall sehr ernst und haben ihn daher auch bei der Polizei zur Anzeige gebracht.“

Friedrich Gluth, gKU

Wie der Leiter der Polizeiinspektion, Egid Viehauser, auf Nachfrage unseres Medienhauses mitteilte, dürfte die Tatzeit in der Nacht zum 12. Oktober liegen. Einen vergleichbaren Fall hat es nach Informationen der MZ in den letzten Jahren im gesamten Städtedreieck nicht gegeben. Allerdings meldete die Polizei erst vor wenigen Wochen eine „Störung der Totenruhe“, nachdem das Bild eines Verstorbenen, das an einem Urnengrab am Burglengenfelder Friedhof angebracht war, beschädigt worden war.

Die Inspektion Burglengenfeld bittet daher die Bevölkerung um ihre Mitarbeit. Wer Personen wahrgenommen hat, die sich am Teublitzer Friedhof verdächtig benommen haben, sollte sich unter Tel. (0 94 71) 70 150 melden.

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