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Region Schwandorf
Sonntag, 17. Dezember 2017 4

Staatsanwaltschaft

Verfahren wurde eingestellt

Gegen den Maxhütter Stadtrat Manfred Strebl wird nicht weiter wegen Untreue ermittelt. Die Staatsanwaltschaft sieht keinen hinreichenden Tatverdacht.
Von Harald Kuchler

Die Staatsanwaltschaft hat das Ermittlungsverfahren gegen Manfred Strebl eingestellt. Foto: Peter Steffen dpa

Maxhütte-Haidhof.Das Ermittlungsverfahren gegen den Maxhütter CSU- Stadtrat Manfred Strebl wegen des Vorwurfs der Untreue wurde eingestellt. Dies teilte der Rechtsvertreter des Stadtrats, der Regensburger Rechtsanwalt Michael Haizmann der Mittelbayerischen Zeitung mit. Die Staatsanwaltschaft Amberg habe das Verfahren eingestellt, weil sich kein hinreichender Tatverdacht ergeben habe. Die Mittelbayerische Zeitung berichtete im Dezember 2012, dass die Kripo Regensburg gegen Strebl aufgrund einer Anzeige wegen des Tatvorwurfs der Untreue ermittelt. Die Witwe eines ehemaligen Freundes und Geschäftspartners des Stadtrats und Unternehmers hatte diesen verdächtigt, von Geschäftskonten 50 000 bis 75 000 Euro unrechtmäßig abgehoben zu haben.

Ihr Mann, Inhaber einer Regensburger Maschinenbaufirma, hatte am 15. Dezember 2011 Suizid begangen. Die Frau hatte Strebl von Januar bis April 2012 als Interimsgeschäftsführer der Firma ihres Mannes eingesetzt. Nach einiger Zeit seien ihr jedoch Unregelmäßigkeiten auf dem Geschäftskonto der Firma aufgefallen. „Wir stellten rückblickend fest, dass schon kurze Zeit nach dem Tod meines Mannes größere Summen vom Geschäftskonto abgebucht worden waren“, sagte sie im Dezember 2012 zur MZ. Später hatte die Witwe selbst die Geschäftsführung des Betriebs übernommen. Strebl hatte die Anschuldigungen in einem Telefonat mit der MZ zurückgewiesen. Der Rechtsanwalt der Witwe teilte auf Nachfrage der MZ mit, dass er und seine Mandantin derzeit die Einlegung einer Beschwerde bei der Generalstaatsanwaltschaft in Nürnberg gegen die Einstellungsverfügung prüfen, da die Begründung für die Einstellung „nicht überzeugt“. Weitere Kommentare könne er derzeit dazu nicht abgeben.

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