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Region Schwandorf
Mittwoch, 17. Januar 2018 9

Jahresabschluss

Wackersdorf macht Platz für die Zukunft

Die Gemeinderäte blicken auf ein Jahr mit vielen Weichenstellungen und der Eröffnung des Mehrgenerationenhauses zurück.
Von Johann Ippisch

Mit dem Abriss des alten Schulhauses schafft die Gemeinde neue Flächen für die Entwicklung Wackersdorfs. Foto: Archiv/Schmid

WACKERSDORF.Als erfolgreiches und arbeitsintensives Jahr, in dem auch wichtige Maßnahmen umgesetzt und Weichenstellungen für die kommenden Jahre gesetzt wurden, damit die Marke und der Standort Wackersdorf sich weiter gut entwickeln, bezeichnete erster Bürgermeister Thomas bei der Jahresabschlusssitzung die vergangenen zwölf Monate.

Auch das soziale und wirtschaftliche Wackersdorf habe sich gefestigt, so das Gemeindeoberhaupt, dem bei der Bürgermeisterwahl im März 2017 ein hervorragendes Ergebnis gelang. Falter stand als einziger Bürgermeisterkandidat bei der Wahl zur Verfügung. Bei der Jahresabschlusssitzung im Saal des Feuerwehrgerätehauses zeigte der Bürgermeister chronologisch auf, was sich in den vergangenen zwölf Monaten in der Gemeinde getan hat.

Mehrgenerationenhaus im Januar eingeweiht

Bereits im Januar konnte das Großprojekt „Mehrgenerationenhaus“, das ehemalige Grundschulgebäude aus dem Jahr 1926, das mit rund drei Millionen Euro aufwendig saniert wurde, eingeweiht werden. Es steht für einen Höhepunkt unter den realisierten Hochbauprojekten.

Ansonsten stand der Abriss diverser Gebäude im Jahr 2017 im Mittelpunkt, um mit neuen Gebäuden sich für die Zukunft zu rüsten. So fiel im Februar 2017 die Entscheidung zum Abriss des alten 68er Schulgebäudes.

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Die Arbeiten wurden im Herbst abgeschlossen. Was mit diesem Platz in der Zukunft geschehen soll, dies ergibt sich aus den Ergebnissen der ISEK-Studie. Das integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept begleitete das Rathaus sowie den Gemeinderat das ganze Jahr 2017. Im November erfolgte die Endvorstellung des Förderprojekts ISEK mit entsprechenden Umsetzungsvorschlägen und vielen Visionen, die sowohl bei den Gemeinderäten als auch bei den Zuhörern aufhorchen ließen.

Im April entschied sich der Gemeinderat für den Neubau des Funktionsgebäudes auf dem Sportplatz. Auch das alte Gebäude, das den Fußballern seit den 50er Jahren als Umkleidekabine diente, ist zwischenzeitlich abgerissen. Auf dem Holzberg entsteht 2018 für rund eine Million Euro ein neues modernes Funktionsgebäude für die Freunde des Fußballsports.

Ausbau schreitet voran

Mit dem Finkenweg in Meldau, der Waldstraße in Rauberweiherhaus und der Anton-Bruckner-Straße in Heselbach konnten wieder weitere Ortsstraßen saniert werden. Parallel hierzu konnte auch der ständige Ausbau mit dem Breitbandnetz für eine flächendeckende Versorgung im Gemeindegebiet mit dem schnellen Internet erfolgen.

Geschäftsstellenleiter Harald Trummet geht und Michael Weiß (2. und 3. von links) kommt. Die Bürgermeister Thomas Falter (links) und Harald Bemmerl verabschiedeten bzw. begrüßten beide in der Jahresabschlusssitzung. Foto: sjj

Mit einem neuen Recyclinghof möchte sich der Gemeinderat ebenfalls für die Zukunft rüsten. Im Oktober fasste das Gremium einen entsprechenden Beschluss, der in 2018 vollzogen wird. Mit der Ausweisung eines neuen Wohnbaugebietes Wackersdorf Süd BA III will die Gemeinde mit weiteren 44 Bauparzellen den Bauwilligen in der Gemeinde gerecht werden. Spätestens ab 2019 kann hier gebaut werden. Auch die Festlegung des Standortes für eine neue Multifunktionshalle im Juli stellt eine wichtige Entscheidung für die Zukunft dar. Eine europa-weite Architektenausschreibung ist bereits erfolgt und abgeschlossen, so dass in naher Zukunft ein Teil des Volksfestplatzes mit einer neuen Veranstaltungshalle bebaut werden kann.

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Das Vorantreiben der innerörtlichen Entwicklung, der konsequente Ausbau und die Sanierung der Ortsstraßen, die Stärkung des sozialen Wackersdorf, die Stärkung und Optimierung der wirtschaftlichen Entwicklung und Investitionen in die Infrastruktur nannte erster Bürgermeister Thomas Falter als Handlungsfelder der Zukunft.

Lob von den Fraktionen

Auch der Fraktionssprecher der Freien Wählerschaft, Alfred Jäger, betonte, dass es Wackersdorf gut gehe. Hierbei sollte aber die Frage nach dem „Warum“ nicht vergessen werden, betonte er. „Die Grundlagen für die Entwicklung von Wackersdorf waren sicherlich und unbestritten die Entscheidungen in den 90er Jahren.“ Für die Freien Wähler waren im Jahr 2017 die Erhaltung der Grundversorgung, die Sanierung und Gestaltung der Gemeindestraßen, die weitere Erschließung der bereits ausgewiesenen Baugebiete sowie die weiteren Gewerbeansiedlungen auf den bereits ausgewiesenen und erschlossenen Gewerbegebieten sehr wichtig.

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„Wir haben wieder viel geschafft und viel bewegt im vergangenen Jahr“, lautete die Bilanz von Sabine Roidl, der Sprecherin der CSU-Fraktion im Gemeinderat. Sie sprach auch das herausragende Ergebnis der Bürgermeisterwahl an, das der CSU-Kandidat im März einfuhr. „Ein deutliches Zeichen der Unterstützung und Bestätigung seiner Arbeit parteiübergreifend, über alle Fraktionen hinweg“, sagte Roidl.

Neu im Amt

  • Geschäftsstellenleiter Harald Trummet: Harald Trummet kam im Mai 2014 als Nachfolger von Amtsleiter Josef Hottner. Nach runddreieinhalb Jahren geht Harald Trummet nun zum Bayerischen Obersten Rechnungshof beim Staatlichen Rechnungsprüfungsamt Regensburg. Der Prüfung durch den Obersten Rechnungshof unterliegt die gesamte Haushalts- und Wirtschaftsführung des Freistaates Bayern. Damit spielt Harald Trummet in einer anderen Liga, so erster Bürgermeister Thomas Falter, der den Schritt seines Amtsleiters bedauert und ihn nur schweren Herzens gehen lässt.

  • Michael Weiß – neuer Mitarbeiter im Bereich Öffentlichkeitsarbeit: Neu in der Mannschaft des Wackersdorfer Rathauses ist Michael Weiß, der aus dem Raum Amberg stammt. Michael Weiß ist Nachfolger von Lisa Söllner, die sich derzeit in Mutterschutz befindet und übernimmt deren Aufgabe in der Öffentlichkeitsarbeit für die Gemeinde. Michael Weiß ist das Aufgabengebiet auch nicht ganz unbekannt. Nach seinem Lehramtsstudium kam er zum Radiomachen ist seit 2014 als Moderator und Redakteur bei Radio Ramasuri und Radio Galaxy in Amberg und Weiden tätig.

Auch Manfred Rittler stellte die positive und gute Zusammenarbeit im Gemeinderat mit dem Bürgermeister in den Vordergrund seiner Rede. Vermisst habe er in der Bewältigung der Aufgaben in 2017 die Entlastung des Innerortsverkehrs. „Wir müssen auch in Zukunft die Personal- und Unterhaltskosten von zukünftigen Projekten im Gemeindegebiet besonders im Auge behalten“, mahnte Rittler.

Bürgermeisterkollege Harald Bemmerl aus Steinberg am See erinnerte an die fast 40-jährige Zusammenarbeit innerhalb der Verwaltungsgemeinschaft, die es seit 1978 gibt. Die gemeinsame Verwaltung ist sowohl personell als auch technisch gut ausgestattet. Zwischen beiden Gemeinden gibt es immer mehr Gemeinsamkeiten, nicht nur auf Basis kommunaler Zusammenarbeit, sondern auch im Bereich Tourismus, Sport und Kultur.

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