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Region Schwandorf
Freitag, 24. November 2017 11° 2

Kirche

Warme Socken zum Einstand für den Vikar

Die Pfarrei Herz Jesu hieß Pater John nun auch offiziell willkommen. Teublitz’ Gläubige sehen in ihm eine große Bereicherung.
Von Werner Artmann

Pfarrvikar Pater John wurde in der Pfarrei Teublitz von Pfarrer Michael Hirmer (rechts), 3. Bürgermeister Thomas Beer, PGR-Sprecher Georg Niederalt (Zweiter von rechts) und Diakon Heinrich Neumüller (links) willkommen geheißen. Foto: Artmann

Teublitz. Mit einem feierlichen Gottesdienst am Vorabend zum Kirchweihfest wurde Pater John Mathew offiziell in der Pfarrgemeinde Herz Jesu begrüßt. Seit Schuljahresbeginn wohnt Pater John gemeinsam mit Pfarrer Michael Hirmer im Pfarrhof. Seitdem wirkt er bei allen Gottesdiensten der Pfarrgemeinde mit, lernt Deutsch und macht den europäischen Autoführerschein. Nun wurde er offiziell als Vikar mit besonderer Verwendung in der Diözese in Teublitz begrüßt.

„Mit Pater John öffnet sich uns eine neue Tür im wunderbaren Haus Gottes, das wir Kirche nennen,“ spielte Pfarrer Hirmer in seiner Predigt auf die Lesung zum Kirchweihsonntag an, die von der Kirche als Bau mit lebendigen Steinen sprach. „Mit Pater John öffnet sich unserer Pfarrgemeinde eine Tür nach Indien, wo die christliche Frohbotschaft in einer ganz eigenen Art und Weise und Kultur gelebt wird.“ Das Offensein füreinander, für die heimische Kultur und die Art zu glauben werde, so Hirmer, die Teublitzer Pfarrei auf der einen Seite und Pater John auf der anderen bereichern. Nach der Predigt begrüßte Pfarrgemeinderatssprecher Georg Niederalt den Vikar. „Wir durften Sie schon als einen fröhlichen und offenen Menschen kennenlernen. Ich bin sicher, dass Sie hier viele gute Menschen finden werden.“ Im Namen der Gläubigen der Pfarrgemeinde überreichte Niederalt einen Blumenstrauß.

„Danke Ihnen, die sich auch um meine Gesundheit sorgen und mir für den Winter warme Socken gestrickt und eine Mütze für meinen schönen Kopf gehäkelt haben.“

Pater John

3. Bürgermeister Thomas Beer überreichte ein Geschenk der Stadt. In seinen Grußworten betonte er die gute Zusammenarbeit zwischen Kommune und Pfarrei. An John gerichtet fügte er hinzu: „Sie werden in Teublitz auf offene Türen stoßen. Wir sind gern für Sie da und helfen, wo es möglich ist.“ In Anlehnung an das alttestamentliche Buch Tobit, in dem der Erzengel Gabriel den Tobias begleitet, bedankte sich Pater John besonders bei Pfarrer Hirmer: „Als ich nach Teublitz kam, gab mir Gott auch einen Engel, um mir zu helfen. Ich bedanke mich herzlich bei meinem Engel, Pfarrer Michael Hirmer, der mir immer hilft.“

Ein Schmunzeln zauberte der in Indien andere Temperaturen gewöhnte Geistliche den Gläubigen auf die Lippen, als er Waltraud Neumüller und Resi Duschinger dankte: „Danke Ihnen, die sich auch um meine Gesundheit sorgen und mir für den Winter warme Socken gestrickt und eine Mütze für meinen schönen Kopf gehäkelt haben.“ Der Gottesdienst, in dem die Blaskapelle Teublitz unter anderem Lieder aus der Schubertmesse spielte, endete mit dem Segen. Zuerst legte Pfarrer Hirmer dem neuen Pfarrvikar die Hände auf und sang mit der Gemeinde „Der Herr segne dich“. Den Schlusssegen spendete Pater John in seiner Heimatsprache Halaylam, die im Südwesten Indiens gesprochen wird.

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