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Region Schwandorf
Montag, 18. Dezember 2017 1

Auftritt

Weibliche Hitzewallungen am Kontrabass

Musik-Kabarettistin Lizzy Aumeier ließ bei ihrem Programm „Ja , ich will“ im VAZ Burglengenfeld nichts anbrennen.
Von Josef Schaller

Lizzy Aumeier im VAZ Foto: bjs

Burglengenfeld.Erst im April hat die oberpfälzer Musik-Kabarettistin Lizzy Aumeier mit ihrem Programm „Les femmes fatales“ den großen Saal im Veranstaltungszentrum (VAZ) bis auf den letzten Platz gefüllt. Am vergangenen Samstag war sie erneut in Burglengenfeld zu Gast. Und auch diesmal war die Bude voll.

Bei ihrer neuen Bühnenshow „Ja, ich will“ gab sie Einblicke in ihre bizarre Gedankenwelt. Ihre Suche nach einem Mann blieb allerdings auch im VAZ erfolglos.

Vielleicht habe sie auch vor Jahren die falsche Entscheidung getroffen, als sie wählen musste zwischen Musik und Prostitution. Die Kälte draußen habe ihr die Entscheidung abgenommen, wie sie sagte. Aber wenn schon kein Orgasmus, dann muss man wenigstens so tun als ob. Im Notfall helfe da auch der Kontrabass.

Möglicherweise liege es ja auch an der Intuition der Männer. Denn die Frau ist gefährlich. Bei „All inclusive“ denkt sie nämlich keineswegs an eine Urlaubsreise auf der Aida, sondern sie nimmt sich da eher die Schwarze Witwe zum Vorbild, die ihr Männchen während der Paarung auffrisst. Ihren früheren Mann sei sie allerdings auf andere Weise losgeworden. Sie habe bei der katholischen Kirche angerufen und gefragt, ob es eine Rückholaktion gibt für Ehemänner, die nicht halten, was sie versprechen. Der hatte nämlich eine Putzmittelallergie. Sie habe daraufhin eine „Spermaallergie“ bekommen.

Gehört man mal zur Gattung „Frau ab 50“, sei es eben schwierig, einen Mann zu finden. Dabei könnte sie mit ihren Hitzewallungen einen erheblichen Beitrag zur Reduzierung der Stromkosten leisten. Sie macht seit kurzem sogar Gymnastik. Aber Kerze kann sie nicht. Sie kann nur Teelicht.

Moralische Unterstützung bekommt Lizzy Aumeier von ihrer musikalischen Begleitung Svetlana Klimova, eine Weltklasse-Violistin und ehemalige Konzertmeisterin des staatlichen Sinfonieorchesters der UdSSR, die ein russisches Sprichwort zitiert: „Die Ehe ist wie ein Mausoleum. Man lebt nicht mehr, aber man ist auch nicht tot.“

Also was tun ohne einen Mann? Am besten schimpfen über Männer! Über Seehofer zum Beispiel, „der denkt, wie Stoiber spricht“. Oder über Dobrindt, der sich ihrer Meinung nach „evolutionär in der Sackgasse“ befindet“. Er allein sei schuld am Babyrückgang. Wenn man nämlich als Frau beim Sex an Dobrindt denke, „schließen sich automatisch die Eierstöcke“.

Trotz aller Tristesse hat Lizzy Aumeier auch einen guten Rat für die Zukunft mitgebracht: „Wir halten alle zusammen. Und wenn es schlimm wird, beten und saufen wir.“

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