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Region Schwandorf
Montag, 18. Dezember 2017 3

Kriminalität

Werkstattbesitzer betrügt Versicherungen

Der Mann aus Maxhütte-Haidhof soll gemeinsam mit 50 Fahrzeughaltern Kfz-Reparaturen als Unfallschäden deklariert haben.
Von Thomas Rieke

Polizeikräfte aus Amberg und Weiden waren im Städtedreieck unterwegs, um gegen über 50 Fahrzeughalter zu ermitteln. Foto: fotolia

Maxhütte-Haidhof.Die Kriminalpolizei Amberg ermittelt zurzeit in einem besonders schweren Fall von Versicherungsbetrug. Wie Kriminaloberkommissar Dietmar Winterberg, Sprecher des Präsidiums Regensburg, auf Anfrage der Mittelbayerischen bestätigt, soll ein Werkstattbesitzer aus Maxhütte-Haidhof in mindestens 50 Fällen gewöhnliche Kfz-Reparaturen als „Unfallschäden“ deklariert und über Teilkaskoversicherungen abgerechnet haben. Der Gesamtschaden erreicht bisher einen mittleren fünfstelligen Betrag.

Dass an den Abrechnungen etwas faul sein könnte, hatte eine betroffene Versicherung vermutet – und bereits Mitte 2016 Anzeige erstattet. Daraufhin wurden die Behörden aktiv. Gegen 53 Pkw-Halter, die in die Betrügereien eingeweiht gewesen sein könnten, wurden Durchsuchungsbeschlüsse erlassen. Das Gros der Tatverdächtigen ist im Städtedreieck zuhause, einige wenige Untersuchungen erfolgten aber auch im übrigen Bundesgebiet. 15 Pkw wurden sichergestellt.

Umfangreiche Ermittlungen

Vollzogen wurden die Beschlüsse am Mittwoch und Donnerstag durch Kräfte der KPI Amberg sowie des „operativen Ergänzungsdienstes“ (OED) aus Amberg und Weiden. Ein Sachverständiger hatte die Aufgabe, alle konfiszierten Fahrzeuge unter die Lupe zu nehmen. Die Untersuchungen wurden in einem Autohaus in der Burglengenfelder Vorstadt durchgeführt. Auffällige Polizeipräsenz dort führte prompt zu dem Gerücht, der Inhaber dieser Werkstatt sei in die Straftaten-Serie verwickelt. Das Gegenteil ist der Fall. Der Inhaber des Betriebs hat sich überhaupt nichts zu Schulden kommen und unterstützt die Polizeiarbeit, betont Dietmar Winterberg.

Die Ermittlungen sind seinen Angaben zufolge noch längst nicht abgeschlossen; denn für jedes einzelne Fahrzeug muss ein Gutachten erstellt werden. Polizeisprecher Winterberg hält es durchaus für möglich, dass die Kripo ihre Unterlagen erst zum Jahreswechsel an die Staatsanwaltschaft übergeben kann.

Weitere Polizeimeldungen aus dem Landkreis Schwandorf finden Sie hier.

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