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Gastronomie

Wettbewerb: Die beste Jungköchin der Schweiz

Elisabeth Albrecht aus Burglengenfeld gewann den Kochwettbewerb „gusto12“. Sie macht eine Lehre in Zürich.
Von Harald Kuchler

  • Mit einem Lachs-Zander-Duett als Hauptgericht gewann Elisabeth Albrecht den ersten Preis im Wettbewerb „gusto12“.
  • Elisabeth Albrecht mit ihrer Dessert-Kreation

Burglengenfeld/Zürich. . Die beste Schweizer Jungköchin kommt aus... Burglengenfeld! „Kochlehrtochter punktet mit Lachs-Roulade“ titelte vor einigen Tagen die meistgelesene Schweizer Tageszeitung „20 Minuten“. Die Kochlehrtochter ist niemand anderes als Elisabeth Albrecht aus der Bäckerei und Konditorei Albrecht am Marktplatz. Die 21-Jährige gewann den ersten Preis im viel beachteten Schweizer Jungköchewettbewerb „gusto12“. Jetzt darf sie zwei Wochen lang nach Chile reisen und dort ihren Kochhorizont bei einem Schweizer Spitzenkoch erweitern.

Seit eineinhalb Jahren macht Elisabeth Albrecht eine Kochlehre im Zürcher Fünfsterne-Hotel Marriott. Zuvor schon hatte sie eine dreijährige Ausbildung zur Hotelfachfrau im Sorat-Hotel in Regensburg absolviert. Aber das genügte der ehrgeizigen jungen Frau nicht, die immer wieder „neue Herausforderungen sucht“. In der renommierten Schweizer Gastronomieszene wollte sie ihrer Leidenschaft fürs Kochen eine professionelle Grundlage geben.

Jetzt, im zweiten Lehrjahr, ist sie bereits die beste Jungköchin der Schweiz. Nachdem sie mit ihrem Rezeptvorschlag die Vorauswahl mit 100 Bewerbern überstanden hatte, ging es beim Finale in der Schulküche des Berufsbildungszentrums in Baden bei Zürich zur Sache: Elisabeth trat gegen vier weibliche und vier männliche Konkurrenten an. „Ich war die einzige Ausländerin.“ Den Kandidaten war ein Thema vorgegeben: „Die Schweizer Regionen in der kreativen Küche.“ Ein Hauptgang (Fisch) und ein Dessert waren innerhalb von drei Stunden auf den Tisch zu zaubern.

Die Burglengenfelderin kreierte eine Roulade von der Lachsforelle im Duett mit Zander unter der Erbsenkruste, begleitet von einer „Rheintaler Riebelmais-Thymianschnitte“. Dazu gab es tourniertes Wurzelgemüse und Zitronenschaum. Nicht minder anspruchsvoll hört sich ihre Nachspeisenschöpfung an: Mille feuille vom Tobleronemousse und Mandelcaramell mit Kaffeezuckerwatte, dazu Kirschenkompott mit einer Sabayone.

Zwei Jurys benoteten die Teilnehmer. Die eine begutachtete die Arbeit in der Küche, die zweite kostete die Gerichte und beurteilte deren Geschmack und Aussehen. Am Schluss stand fest: „Lehrtochter“ Elisabeth gebührt die Krone der Jungköche. Noch am Abend des Wettbewerbstages fand die feierliche Gala-Preisverleihung mit 380 geladenen Gästen im Radisson Blu Hotel Zürich statt. Auch Elisabeths Eltern Marianne und Anton Albrecht durften dabei sein.

„Dieser Preis findet in der Schweiz eine enorme Beachtung“, berichtet Elisabeth Albrecht der MZ. Sie war in den letzten Tagen ein begehrter Interviewpartner für die Medien. Wichtiger aber noch ist das Renommee der Auszeichnung und der damit verbundene Kick für die Karriere. „Das gibt gute Referenzen fürs Zeugnis und mein Chef hat gesagt, damit kann ich mich überall in der Schweiz erfolgreich bewerben, auch bei Sterneköchen.“

Demnächst geht es aber erst einmal zu einem „Lernurlaub“ nach Chile, zum Schweizer Küchenchef Silvio Bernasconi ins luxuriöse Hotel de Larache in der Atacama-Wüste.

In der elterlichen Backstube und im Verkauf hat Elisabeth schon früher gerne mitgeholfen. Und sie hat ihre Heimatstadt nicht aus dem Blick verloren: „Mein Ziel ist es, ein eigenes Restaurant aufzumachen, am liebsten in Burglengenfeld. Aber zuvor muss ich noch viel lernen, wenn möglich von den besten Köchen.“

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