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Region Schwandorf
Sonntag, 19. November 2017 3

Organisation

Zwei Vereine, eine Idee, viel Arbeit

An dem Kultur-Projekt „Ein Fluss verbindet“ zwischen Burglengenfeld und Kallmünz beteiligen sich am Sonntag, 27. Juli insgesamt rund 40 Künstler.
Von André Baumgarten und Christof Seidl

Claudia Feldmeier und Roland Konopisky von „Kultur und mehr“ zeichnen beim Projekt für Rahmenprogramm und Logistik verantwortlich.

Burglengenfeld. Studenten der Ostbayerischen Technischen Hochschule lassen Betonboote zu Wasser und beweisen, dass diese schwimmen. Schüler des Johann-Michael-Fischer-Gymnasiums in Burglengenfeld bereiten seit gut einem Jahr Skulpturen, Zeichnungen und Collagen vor und stellen sie aus. Das sind nur zwei von rund 40 Angeboten, die bei dem Kultur-Projekt „Ein Fluss verbindet“ die Naab als zentrales Bindeelement zum Thema haben. Am Sonntag, 27. Juli, fällt um 10 Uhr der Startschuss zur „Entdeckungsreise für alle Sinne“, wie Roland Konopisky es bezeichnet.

Der Vorsitzende des Vereins „Kultur und mehr im Städtedreieck“, seine Stellvertreterin Claudia Feldmeier und Dr. Eva Schropp, die Vorsitzende vom „KulturEck Kallmünz“, ziehen dafür an einem Strang. Seit gut 13 Monaten laufen die Vorbereitungen – und sind längst in der heißen Phase. Rahmenprogramm und Logistik übernahmen die Burglengenfelder; die künstlerische Auswahl die Kallmünzer. „Wir haben das ganz gut aufgeteilt“, betont Feldmeier.

Hunderte Stunden investiert

Fragt man die Initiatoren nach der Zeit, die aufgewendet wurde, heißt es nur: „Oh mein Gott“. War es anfangs eine Stunde am Tag, summiert sich die Arbeit mittlerweile – in der Endphase – auf einige Hundert Stunden für jeden Einzelnen. „Ohne eigenen Nutzen“, betont Konopisky. Wohl aber, weil die vielen und oft langen Sitzungen, bei denen „tollste Ideen gesponnen wurden“, sie alle zu einer verschworenen Gemeinschaft machen. „Da macht sowas einfach Spaß.“

Am 27. Juli geht die kulturelle Entdeckungsreise von Burglengenfeld nach Kallmünz. Schauplätze sind in Burglengenfeld unter anderem das Volkskundemuseum, das Naab-Wehr an der Pithiviers-Brücke und die historischen Bierkeller. In Kallmünz bieten die Künstler an der Naabmühle, im Ferstlgarten, im Bürgersaal und in den diversen Galerien viel Abwechslung, in Schirndorf das Flussufer.

Die Werke reichen von Fotos, Objekten und Skulpturen über schwimmende Werke und Märchenerzähler bis hin zu wandernden Musikern, Erzähltheater und Installationen – die künstlerische Bandbreite, die „Ein Fluss verbindet“ präsentiert, ist wirklich bemerkenswert. Und das alles findet entlang der Naab als direkte Verbindung zwischen Burglengenfeld und Kallmünz statt. Zum Teil auch in der Naab oder auch über der Naab.

Mitwirkende kritisch ausgesucht

Aber noch viel mehr ist anders bei „Ein Fluss verbindet“. Es gibt keinen zentralen Veranstaltungsort, keine Bühne und keine große Broschüre. „Wir hatten schon lange die Idee, die Naab als Motto und Standort für eine Kunstaktion zu nutzen“, erklärt Konopisky, „und wir wollten etwas zusammen machen.“ Das Ganze war zunächst ein Versuch. Die Resonanz war großartig: Bis aus Finnland erfährt das Projekt Unterstützung mit Beiträgen. Bei der Auswahl waren die Initiatoren sehr kritisch, weshalb einiges „aussortiert“ wurde. Fast noch wichtiger aber sind Vereine, Organisationen und Sponsoren, die aktiv mithelfen.

Rund die Hälfte der Kosten (im unteren fünfstelligen Bereich) tragen die beiden Vereine „Kultur und mehr“ sowie das „Kultureck“; der Rest wurde bei Sponsoren gesammelt. Die große Vision, aus dem Projekt eine dauerhafte Einrichtung werden zu lassen, scheint zu überzeugen. „Dass sich viele Neugierige das anschauen, davon bin ich überzeugt“, sagt Konopisky. „Allein wegen der Künstler.“

Shuttlebus oder Radtour möglich

Größer oder umfangreicher hätte „Ein Fluss verbindet“ nicht werden können. „Wir wollen ja, dass die Besucher an diesem Tag alles erleben können“, sagt die Kultureck-Vorsitzende. Die Besucher sollen die Kunst an der Naab möglichst zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden. Und wenn Kunstfreunde auch Hunger bekommen, ist auch vorgesorgt: Am Europaplatz in Burglengenfeld, in Greinhof, Schirndorf und Kallmünz sind jeweils die Verpflegungsstationen geplant.

Entlang der Strecke sowie an den Endpunkten werden zudem Parkflächen ausgewiesen – und es gibt einen Shuttlebus, der von Burglengenfeld über Greinhof und Schirndorf nach Kallmünz und wieder zurück fährt. Viel lieber aber wäre es Konopisky, Schropp und Feldmeier, wenn die Besucher „per pedes“ das Projekt erkunden. Die Strecke biete sich geradezu ideal für eine Familienfahrradtour an.

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