Schwandorf 28.06.2012, 11:23 Uhr

Augustinstraße soll schöner werden

Breitere Gehsteige, mehr Grün und eine Einbahnstraßen-Regelung: Schwandorf plant eine Umgestaltung, die Fußgängern und Anwohnern zugutekommt.

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Breiter Gehweg, viele Bäume: So stellt sich der Weidener Stadtplaner Martin Gebhardt die Zukunft der Augustinstraße vor. Foto: Stadt Schwandorf

Breiter Gehweg, viele Bäume: So stellt sich der Weidener Stadtplaner Martin Gebhardt die Zukunft der Augustinstraße vor. Foto: Stadt Schwandorf

Von Hubert Heinzl, MZ

Schwandorf. Nach der Bahnhofstraße im vergangenen Jahr will die Stadt Schwandorf nun auch die benachbarte Augustinstraße einer Verjüngungskur unterziehen. Ein Vorentwurf des Weidener Stadtplaners Martin Gebhardt wurde vom Planungsausschuss einstimmig gebilligt. Jetzt kann der Architekt weiter ins Detail gehen.

In der Sitzung am Montag erläuterte Gebhardt zunächst die grundsätzlichen Überlegungen, die seinen Vorentwurf bestimmten. Ziel einer Umgestaltung ist nach seinen Worten eine Verkehrsberuhigung in der gesamten Innenstadt. Aber es geht auch darum, die einzelnen Straßenzüge „in ihrer Individualität“ zu bestärken.

Ziel: „Adressbindung“ stärken

„Adressbindung“ nennen Fachleute die damit einhergehende Identifikation bei den Anwohnern. Wie bei der Bahnhofstraße auch, sollen deren Interessen durch eine möglichst große Bürgerbeteiligung Eingang finden in die Planungen. Wie bei der Umbaumaßnahme im vergangenen Jahr, ist laut Gebhardt mit einer üppigen Förderung aus den Töpfen der Städtebauförderung zu rechnen.

Bei den Entwürfen für eine neue Augustinstraße hatte der Stadtplaner nach eigenen Worten die Vision, das Ziel, die „öffentlichen Räume“ deutlich aufzuwerten, um in dem Gründerzeitviertel vor allem „das hohe Potenzial als Wohnstandort“ in Bahnhofsnähe zu entwickeln. Herausgekommen ist ein Konzept, das den Straßenzug vor allem vom motorisierten Verkehr entlasten soll.

Um das zu erreichen, schlägt Gebhardt die Einführung einer Einbahnstraßen-Regelung von West nach Ost vor – einen echten „Befreiungsschlag“, wie er es nannte. Nach den Erkenntnissen der Planer bewegen sich 90 Prozent der Fahrzeuge von der Ettmannsdorfer Richtung Bahnhofstraße – pro Tag nutzen zurzeit immerhin 3500 Autofahrer den Schleichweg. In umgekehrter Richtung wurden dagegen nur 145 Fahrzeuge gezählt.

Für Gebhardt lässt sich der Verkehr auch dann abwickeln, wenn benachbarte Straßenzüge wegen Baustellen gesperrt sein sollten, etwa über die Klosterstraße. Die Einmündung vom Kolpingplatz in die Ettmannsdorfer Straße bliebe dann allerdings ein „neuralgischer Punkt“, müsste verbessert werden. Damit die Augustinstraße nicht zur Rennstrecke in einer Richtung verkommt, dieht der Architekt eine neue Rechts-vor-Links-Regelung mit Vorfahrt an der Höflingerstraße vor.

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