Schwandorf 16.03.2014, 20:51 Uhr

Bemmerl und Hasselfeldt im Stechen

In Steinberg lieferten sich die Kandidaten der SPD und der CSU ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Die beiden Kandidaten lagen nur 19 Stimmen auseinander.

Händeschütteln unter den Bürgermeisterkandidaten: Bernd Hasselfeldt (links) und Harald Bemmerl (rechts) treten zur Stichwahl an. Daniel Frank gratulierte beiden. Foto: Schmid

Händeschütteln unter den Bürgermeisterkandidaten: Bernd Hasselfeldt (links) und Harald Bemmerl (rechts) treten zur Stichwahl an. Daniel Frank gratulierte beiden. Foto: Schmid

Von Max Schmid

Steinberg. CSU-Bürgermeisterkandidat Bernd Hasselfeldt muss gegen Wahlsieger Harald Bemmerl (SPD) bei der Stichwahl in zwei Wochen noch einmal antreten. Bemmerl (44,9 Prozent) gewann mit nur 19 Stimmen mehr als Hasselfeldt, der es auf 43,3 Prozent Stimmen brachte.

Erstmals in der jüngeren Geschichte Steinbergs kandidierten heuer drei Bewerber um den Posten des Bürgermeisters: Harald Bemmerl von der SPD, Bernd Hasselfeldt von der CSU und Daniel Frank von den erst vor einigen Monaten neu gegründeten Freien Wählern. Frank erreichte mit 136 Stimmen (11,8 Prozent) einen Achtungserfolg und war damit das „Zünglein an der Waage“. Somit müssen die Steinberger Bürger, von denen insgesamt 1155 gültige Stimmen abgegeben wurden, am 30. März ein zweites Mal antreten, um sich bei der Stichwahl für Bemmerl oder Hasselfeldt zu entscheiden. Das Ergebnis der Bürgermeisterwahl stand am Sonntagabend kurz vor 19 Uhr fest und wurde durch Gemeindewahlleiter Bürgermeister Jakob Scharf bekannt gegeben.

SPD-Kandidat Harald Bemmerl, der bereits 2008 kandidiert hat und damals mit 486 Ja-Stimmen 44,1 Prozent der Wählerstimmen erreichte, zeigte sich angesichts seines Zuwachses sehr optimistisch. Die Steinberger SPD habe es geschafft, die Bürger davon zu überzeugen, dass Kompetenz, Transparenz, soziales Engagement und ehrliches Arbeiten das Wichtigste für die kommunalpolitische Arbeit in der Gemeinde seien. Bemmerl bedankte sich bei allen Wählern für das Vertrauen und versprach, dass die SPD alles daran setzen werde, diesem Vertrauen gerecht zu werden. Bei der Bürgermeisterwahl sei die vorhergesagte Situation einer notwendigen Stichwahl eingetroffen. Er wünsche sich, dass diese weiteren zwei Wochen Wahlkampfzeit bis zur Stichwahl sachlich und argumentativ ablaufen werden. Die Voraussetzungen, die Wahl am 30. März zu gewinnen, seien gut, davon zeigte sich Bemmerl überzeugt.

CSU-Bewerber Bernd Hasselfeldt äußerte sich ähnlich, nachdem auch er sich bei den Wählern für das Vertrauen bedankte. Bei drei starken Kandidaten für den Bürgermeisterposten sei es sehr wahrscheinlich gewesen, dass eine Stichwahl nötig werde. Jetzt heiße es, noch einmal alle Kräfte zu mobilisieren und Überzeugungsarbeit zu leisten, damit die CSU die Bürgermeisterwahl für sich entscheiden könne. Für die Stichwahl bat Hasselfeldt die Steinberger Bürger um Unterstützung; seiner Meinung nach sei der von der CSU eingeschlagene Weg des Generationenwechsels die richtige Weichenstellung für die Zukunft der Heimatgemeinde.

 

Umfrage - Ergebnis

 
 
 
 

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