Schwandorf 07.09.2012, 14:58 Uhr

Der Biber nagt zum letzten Mal

Zum Tag des offenen Denkmals gibt es im Stadtmuseum Schwandorf zur aktuellen Sonderausstellung „Mein lieber Biber!“ nocheinmal eine Führung.

Deutschlands größtes Nagetier legt Feuchtgebiete an und schafft so Lebensraum für andere Tiere.

Deutschlands größtes Nagetier legt Feuchtgebiete an und schafft so Lebensraum für andere Tiere.

Schwandorf. Die diesjährige naturkundliche Sonderausstellung „Mein lieber Biber!“ verabschiedet sich mit dem Tag des offenen Denkmals aus dem Stadtmuseum Schwandorf. Die Ausstellung ist daher am Sonntag, 9. September, zum letzten Mal zu sehen. Auch weil das diesjährige Thema des Denkmaltags „Holz“ ist, wird Museumsleiterin Eva Maria Keil in einer Führung um 14.30 Uhr den „Holzbaumeister“ Biber kurz vorstellen.

Anschaulich sind für große und kleine Besucher vor allem die ausgestellten Präparate, welche sowohl Biber in ihrer beeindruckenden natürlichen Größe, als auch einzelne Tierarten zeigen, die mit dem Nager verwandt sind oder von ihm profitieren. Auch der inzwischen selten gewordene Fischotter ist darunter. Gezeigt werden auch Details, wie Gebiss, Fell und Biberschwanz. Für diejenigen, die ihr Wissen erweitern und testen wollen, gibt es ein kurzes Biberquiz zu lösen und interessantes Informationsmaterial kostenlos zum Mitnehmen. Des Weiteren können Kinder und mutige Erwachsene eine Biberburg erkunden.

Warum brauchen wir diesen großen Nager, der uns in der Landnutzung inzwischen manches Kopfzerbrechen bereitet und mittlerweile zu ausführlichen Diskussionen anregt? Biber sind unverzichtbar für die Artenvielfalt und Gewässerökologie. Sie sind unsere wichtigsten Verbündeten, um den fortschreitenden Verlust bedrohter Tier- und Pflanzenarten zu verhindern. Keine zweite Tierart verschafft anderen Pflanzen und Tieren so viel Lebensraum. Vom Biber angelegte Feuchtgebiete sind viel artenreicher und kostengünstiger als jedes vom Menschen angelegte Biotop. In Zeiten der Klimaerwärmung ist der Wasserrückhalt durch den Biber unverzichtbar.

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