Schwandorf 14.01.2011, 19:40 Uhr

Pegel erreichen neue Höchststände

Im Landkreis sind Naab und Regen über die Ufer getreten. Der Scheitelpunkt des Hochwassers wird für die Nacht erwartet.

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Zehn Zentimeter fehlten am Freitag an der Schwarzach in Schwarzhofen noch zur Meldestufe zwei.

Zehn Zentimeter fehlten am Freitag an der Schwarzach in Schwarzhofen noch zur Meldestufe zwei.

Landkreis. Durch die Regenfälle der vergangenen Tage und die Schneeschmelze sind die Pegel an Naab, Regen und ihren Nebenflüssen deutlich angestiegen. So erreichte der Wasserstand in Unterköblitz am Freitagabend einen historischen Höchststand von 3,86 Metern. An der Schwarzach bei Warnbach wurden 3,07 Meter gemessen – der höchste Stand seit 1997. An Schwarzach, Pfreimd und Naab wurde deshalb vom Wasserwirtschaftsamt teilweise Meldestufe vier ausgelöst – dann sind auch bebaute Gebiete in größerem Umfang vom Hochwasser betroffen.

Aufgrund des Hochwassers mussten vor allem in Nittenau und im Städtedreieck Straßen gesperrt werden. In der Stadt Nittenau erreichten die Fluten des Regens die Innenstadt. Im Schwandorfer Stadtgebiet war am Freitagabend vor allem der Bereich von Bubach Richtung Münchshofen stark betroffen. In Schwarzenfeld erreichte die Naab am Abend im Ortsteil Badeanger die ersten Häuser.

Aufgrund des Hochwassers wurden die Feuerwehren im gesamten Landkreis Schwandorf in Alarmbereitschaft versetzt. Schon am Nachmittag waren alle Führungskräfte der Feuerwehrstationen im Landkreis vorgewarnt. Eine zentrale Einsatzleitung hielten die Einsatzkräfte laut Franz Pfeffer, Pressesprecher im Landratsamt, aber nicht für erforderlich.

In Schwandorf gingen die Verantwortlichen zunächst davon aus, dass Meldestufe drei nicht überschritten werde. Man erwartete eine ähnliche Hochwasserlage wie in den Jahren 1995 und 2003, griff aber dennoch zu Vorsorgemaßnahmen. Mitarbeiter des Schwandorfer Bauhofs schlossen am Freitag Klappen im Kanalsystem und sperrten überflutete Bereiche ab. Außerdem bereiteten sie Straßenschilder vor und stellten Absicherungen vor überschwemmten Flurbereinigungswegen auf. „Das aktuelle Hochwasser betrifft alle Schwandorfer Stadtteile, die an der Naab liegen, also Fronberg, Krondorf, Ettmannsdorf, Dachelhofen, Büchelkühn und Klardorf“, so Pressesprecher Lothar Mulzer. Auch eine Anlaufstelle für Notfälle hat die Stadt vorsorglich eingerichtet. Die Telefonnummer soll den Bürgern allerdings nicht als Info-Hotline dienen, sondern nur in wichtigen Fällen angerufen werden. Informationen zum Hochwasserstand können im Internet eingesehen werden.

 

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