Schwandorf 01.07.2012, 12:37 Uhr

Schulzeit „wie Dreharbeiten“

Alle 80 Abiturienten in Nittenau bestanden die Prüfung. Zum Abschied gab es spezielle „Oskars“ für die Lehrer und eine Wasserbombenschlacht.

erstes Bild Bild zurück
Bild 1 von 3
Bild weiter letzes Bild
Lisa Schwarz ist die Jahrgangsbeste in Nittenau. Foto: tkw

Lisa Schwarz ist die Jahrgangsbeste in Nittenau. Foto: tkw

von Ulrike Wolf

NITTENAU. Der Abiball fand in diesem Jahr erstmals in der Regentalhalle statt. Am 29. Juni gratulierte Konrektor Rudolf Schießl seinem letzten Abiturjahrgang zum Reifezeugnis; Stellvertretender Landrat Joachim Hanisch zum höchsten Bildungsabschluss. „Sie haben es geschafft, mit insgesamt 400 anderen Schülern im Landkreis Schwandorf.“ Die Schüler haben Wissen erworben, das helfe, im Leben zu bestehen, weil der Konkurrenzkampf hoch sei. „Gehen Sie raus in die Welt, sammeln Sie Erfahrungen, aber kommen Sie wieder, um diese Erfahrungen bei uns in der Region einzusetzen“, mahnte Hanisch. Es wäre schade, wenn das Wissen, das die Schüler hier erworben hätten, woanders an den Mann gebracht werde. Sie dürften sich auch nicht während einer Flaute ausruhen, sondern auch ungünstige Winde nutzen, sagte Hanisch.

Bürgermeister Karl Bley verglich die Schulzeit und den Beruf mit der Europameisterschaft. Die Schule sei die „Auftaktrunde Schule“ gewesen, nun gehe man auf das Spielfeld „Studium/Beruf“ zu. Man müsse Niederlagen hinnehmen, aber auch Treffer landen. „Sie sind die Hoffnungsträger unserer Gesellschaft“, sagte Bley. Auch mahnte er zum Weiterlernen in Universität oder Beruf, denn: „Wer stetig lernt, bleibt auf der Höhe der Zeit“.

Der scheidende Elternbeiratsvorsitzende Michael Pürckheimer hatte mit Boxen und Schulkarriere ebenfalls einen sportlichen Vergleich. Die Grundschule sei noch die lockere Aufwärmrunde gewesen, im Gymnasium müssten die Chancen neu ausgelotet werden, um zu bestehen. Er bat aber auch um Respekt für die Leistungen der anderen Schularten, die als „Restschulen“ mit ziemlich vielen Problemen dargestellt wurden.

Auch der ehemalige Schulleiter Klaus Kopp sprach ein paar Worte: „Die Nationalmannschaft hat das Halbfinale verloren, im Gegensatz zu euch.“ Nach der Schule beginne das Finale, man müsse sehen, was das Leben zu bieten habe, und sich Ziele stecken. Nicht nur Wissen, sondern Selbstvertrauen sei wichtig, um positiv in die Zukunft schauen zu können.

Umfrage - Ergebnis

 
 
 
 

Mittelbayerische.de Logo