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Kommunales

Gemeinde erweitert Kinderkrippe

Der Bodenwöhrer Gemeinderat billigte die Planung des Architekturbüros Hottner und stellte Antrag auf vorzeitigen Baubeginn.

Die Kinder im „SiSa Sinnesland“ bekommen mehr Platz. Foto: MZ-Archiv/tlz

Bodenwöhr.Da Bodenwöhr ja auch über die Ortsgrenzen hinaus als familienfreundliche Gemeinde gilt, muss dafür natürlich auch ständig etwas getan werden. So gilt es jetzt, die Kinderkrippe „SiSa Sinnesland“ um zwei Gruppen zu erweitern. Bereits in der Sitzung vom 15. Dezember 2015 wurde über dieses Vorhaben beraten und das Architekturbüro Hottner aus Schwandorf mit der Gesamtplanung betraut. Georg Köppl stellte nun den Gemeinderatsmitgliedern den Plan und die Kostenrechnung vor. Die Erweiterung des bestehenden Gebäudes soll entlang der derzeitigen Grundstücksgrenze am Zaun entlang entstehen. Es werden zwei neue Gruppen zu den derzeitigen zwei Gruppen entstehen. Dazu braucht es auch Ruheräume, Toiletten, einen Mehrzweckraum, einen Wickelraum, einen Lagerraum und einen Personalraum. Da die „Kleinen“ gerne mit Bobbycars durch die Gänge fahren, wird auch ein breiterer Gang gebaut. Die derzeitige Heizung kann bleiben. Geplant ist auch der Bau einer Photovoltaikanlage um vor allem die Kosten für das Licht einzusparen, da die Räume den ganzen Tag relativ hell sein müssen. Bei einem Mehraufwand von ca. 55 000 Euro für die Anlage, waren die Ratsmitglieder schnell davon überzeugt, dass dies eine gute Anschaffung ist. Die Kosten für den Neubau der zwei Krippengruppen belaufen sich auf ca. 768 000 Euro, wobei es einen Zuschuss über 430 000 Euro geben wird. Beschlossen wurde, dass bei der Regierung der Oberpfalz neben dem Zuwendungsantrag auch Antrag auf vorzeitigen Baubeginn gestellt wird.

Ein weiterer Punkt war die Erweiterung des Friedhofes. Christine Pschorn vom Landschaftsarchitekturbüro Rembold stellt den überarbeiteten Plan vor. Bereits am 25. November 2015 wurde durch den Rat die Errichtung von Urnensonderbestattungsformen auf dem gemeindlichen Friedhof auf der Klause genehmigt. Es soll laut Planung ein „Strahlenfeld“ für anonyme Bestattung geben. Hier wird es für den Besucher nicht erkennbar sein, wer begraben liegt.

Zusätzlich ist ein Bestattungsfeld mit Urnengemeinschaftsgräbern neben der Aussegnungshalle geplant. In diesen Urnenstelen können in den sechs Kammern je zwei Urnen bestattet werden. Wie diese Urnenstelen aussehen sollen, darüber muss noch beschlossen werden. In der Planung durch das Architekturbüro wurde mit Naturstein geplant, wobei durchaus auch Metall möglich ist. Die Kostenschätzung beträgt rund 80 000 Euro.

In der Planung ist auch die Erweiterung der Friedhofsanlage beinhaltet. Derzeit sind hier ca. 3000 Quadratmeter beplant. Hier soll es einen Platz für ganz normale Erdgräber, einen Sonderurnenabschnitt, Urnenstelen und einen Urnenwald geben. Bei einem Urnenwald werden die Urnen unter heimischen Laubbäumen im Boden vergraben. Die Bronzeabdeckung kann individuell gestaltet werden. Alle Urnenbestattungsmöglichkeiten können nach der Ruhezeit wiederverendet werden. Die verwendeten Bioaschekapseln zersetzen sich in dieser Zeit. Auch wird es einen Abschnitt für andersgläubige, beispielsweise Moslems geben. Da deren Gräber nach Mekka auszurichten sind, werden die Gräber schräg angeordnet. Für die Friedhofserweiterung liegen die Kosten bei ca. 262 000 Euro. Dazu gehören auch 42 neue Pkw-Stellplätze. Die Erweiterung soll 2016 begonnen werden und dann nach Bedarf fortgeführt werden. Für die endgültige Planung wird jede Fraktion einen Beauftragten entsenden. Zudem werden die beiden Pfarrer und der Seniorenbeirat ins Boot geholt. Am 7. März soll die Planung der Bevölkerung vorgestellt werden.

Der Verband für Ländliche Entwicklung Oberpfalz plant und baut im Zuge der Flurneuordnung für die Gemeinde Bodenwöhr die Gemeindeverbindungsstraße von der St 2398 bis zum Ortseingang nach Windmais. In dieser Baumaßnahme soll gleichzeitig die Wasserleitung nach Windmais erneuert werden und auch ein Ringschluss an die Wasserversorgungsleitung zum Hochbehälter Pingarten erfolgen. Die Baukosten betragen laut Kostenrechnung für die ca. 1300 Meter lange Leitungen 161 740,65 Euro netto zuzüglich Baunebenkosten. Die Baunebenkosten betragen 14821,33 Euro brutto. Die Gesamtbauzeit beträgt 16 Wochen. Der Gemeinderat hat dieser Bauplanung zugestimmt. Im Zuge dieser Baumaßnahme soll auch gleichzeitig ein Breitbandleerrohr nach Windmais mitverlegt werden. Die Kosten hierfür betragen ca. 19 500 Euro. (Ein weiterer Bericht folgt.)(tlz)

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