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Montag, 11. Dezember 2017 10

Kultur

Es war eine unterhaltsame Barbarafeier

„Ring der Eisenzeit“ beging das Patrozinium der Bodenwöhrer Pfarrkiche. „Die Heilige“: Odelkönige an die Kandare nehmen.

  • Die Pfreimder Kistlmusikanten spielten zünftig auf.Fotos: tgl
  • Intendantin Marlene Wagner-Müller las den „Monolog einer Kellnerin“.
  • Ingrid Schieder als Hl. Barbara erzählte Anekdoten aus dem Bodenwöhrer Leben.
  • Oskar Duschinger las eine Geschichte aus seinem Buch „Hüttenwerk und Hammersee“.
  • Das Publikum schmunzelte über die Anekdoten.

Bodenwöhr.Die Bodenwöhrer Pfarrkirche ist der Hl. Barbara geweiht. Das ist auch der Geschichte geschuldet, denn Jahrhunderte war hier ein Hüttenwerk, in dem viele Arbeit und Brot fanden.

Natürlich war am Patroziniumstag in der Pfarrkirche ein festlicher Gottesdienst, den Pfarrer Johann Trescher zelebrierte und der Kirchenchor gesanglich gestaltete. Nach der Messe feuerten die Sollbacher Böllerschützen am Rathausplatz einen Salut. Dann zog man ins Pfarrheim, wo die weltliche Barbarafeier stattfand.

2. Vorsitzender Franz Singerer begrüßte hier die Gäste und freute sich, dass es Interesse an Brauchtum und Tradition in Bodenwöhr gibt. Da die Hüttenwerksrentner, also die noch lebenden Zeitzeugen, immer weniger werden, bat er diese, eventuelle Geschichten und Begebenheiten dem Verein mitzuteilen, damit man das Andenken daran bewahren könne. In einem Grußwort betonte 2. Bürgermeister Albert Krieger, dass die Barbarafeier schon zur Tradition geworden und dies ein Hinweis auf die Wurzeln von Bodenwöhr sei.

Intendantin las Geschichte vor

Musikalisch gut unterhalten wurden die Gäste von den Kistlmusikanten aus Pfreimd. Gestärkt von der deftigen Gulaschsuppe, lauschten sie dann den Vorträgen. Die neue Intendantin der Bodenwöhrer Festspiele, Marlene Wagner-Müller, trug ein Werk Heinrich Bölls, „Monolog einer Kellnerin“, vor. Oskar Duschinger hatte eine Weihnachts-Geschichte aus seinem Buch „Hüttenwerk und Hammersee“ ausgesucht, die er recht launig vortrug.

Gespannt wartete man dann auf den Vortrag der Hl. Barbara, die in Person von Ingrid Schieder ans Rednerpult trat.

Sie wusste von so mancher Begebenheit zu erzählen. So von der Adventfeier der kirchlichen Vereine, wo alkoholfreier Glühwein mit Rum und Rotwein aufgepeppt war. Oder dass Pfarrer Johann Trescher wegen der unterschiedlichen Gottesdienstzeiten mal vor der verkehrten Kirche stand.

Altenheim oder Rathaus bauen

Die Gläubigen hätten gern die Vorabendmesse und die Messe um 9.30 Uhr, die 8 Uhr-Messe mag keiner so recht. Der Leerstand in der Ortsmitte war ein weiteres Thema. Dort haben der Gasthof Schießl und das Blumengeschäft geschlossen. Die Bürger rätseln nun darüber, ob dort nun das Rathaus oder ein Altenheim entstehen wird.

Die Algenplage im Hammersee durfte nicht fehlen. Hier sollte der Bürgermeister die „Odelkönige“ und „Wallerfänger“ an die Kandare nehmen. Der Hl. Nepomuk, den man von seinem angestammten Platz nun mit dem Blick auf den Hammersee umgesetzt hat, kann da auch nicht viel helfen. Mit „Bleibt artig, treu und fromm!“ verabschiedete sich dann die Hl. Barbara, und der offizielle Teil der Barbarafeier endete mit dem „Steigerlied“ . (tgl)

Die Tradition

  • Die Bodenwöhrer Pfarrkirche

    ist der Hl. Barbara geweiht. Das ist auch der Geschichte geschuldet, denn Jahrhunderte war hier ein Hüttenwerk, in dem viele Arbeit und Brot fanden.

  • 1971 wurde dieses Werk

    geschlossen und der Verein Ring der Eisenzeit will Geschichte und Tradition erhalten bzw. wiederbeleben. So veranstaltet man schon seit einigen Jahren eine Barbarafeier zu Ehren der Schutzheiligen.

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