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Sonntag, 19. November 2017 11

Lesung

Krimi-Ideen auch aus der MZ geschöpft

Der Regensburger Autor Paul Fenzl las in Maxhütte-Haidhof aus seinem aktuellen Köstlbacher-Krimi „Ausgebrannt“.
Von Josef Schaller

Paul Fenzl bei seiner Lesung in Maxhütte-Haidhof. Foto: bjs

Maxhütte-Haidhof.Der Regensburger Schriftsteller Paul Fenzl stellte am Freitagabend in Maxhütte-Haidhof seinen Krimi „Ausgebrannt“ vor. Es war bereits seine dritte Lesung im Mehrgenerationenhaus. In seinem inzwischen siebten Regensburg-Krimi bestimmen Waffenhandel, Rechtsextremismus, Wirtschaftskriminalität und Mord das Geschehen. Für den Hauptkommissar Köstlbacher kein einfacher Fall, denn es gibt viele Verstrickungen. Immer wieder führen die polizeilichen Ermittlungen in eine Sackgasse. Am Ende behält Köstlbacher doch den Überblick und erkennt scharfsinnig die Zusammenhänge.

Noch umfangreicher als bisher involviert Paul Fenzl real in Regensburg lebende Bürgerinnen und Bürger in das Geschehen und ergänzt so detaillierte Altstadtbeschreibungen, die jedem Regensburg-Kenner das Herz aufgehen lassen. Sogar der Regensburger Oberbürgermeister Joachim Wolbergs, die Dirndldesignerin Astrid Söll und Suat Kaya, Betreiber der Sarchinger Beach Bar, wirken unter anderen in dem Krimi mit. „Ich werde immer wieder gefragt, wie ich darauf komme, einen Krimi zu schreiben, in dem ich real lebende Personen vorkommen lasse“, erzählte der Autor bei der Anmoderation. Die Antwort sei ganz einfach, sagte er. „Die Menschen um mich herum inspirieren mich am meisten.“ Er müsse keine „Figuren“ erfinden, könne sich die Personen gut vorstellen und wisse, wie sie reagieren. Anregungen holt sich der Schriftsteller oftmals auch aus der MZ, wie er zugab, die jeden Tag „beim Morgenkaffee bereits aufgeschlagen vor ihm liegt“.

Etwas Besonderes an den Köstlbacher-Krimis ist auch der etwas ungewöhnliche Sprachstil, dessen besondere Merkmale elliptische Sätze, häufig Dativ statt Genitiv sowie stereotype Satzanfänge und Redewendungen sind. Dadurch will Paul Fenzl den Leser gleichzeitig zum Zuhörer machen, der gleichsam in einer Art Wirtshausatmosphäre von einem Erzähler unterhalten wird. Mit „Ausgebrannt“ hat Paul Fenzl die Regensburg-Krimiserie abgeschlossen. Für seine nächsten Krimis hat sich der Schriftsteller die Stadt München ausgesucht, um seinen Leserkreis zu erweitern.

Leben und Werk

  • Anfänge:

    1950 in Tännesberg im Oberpfälzer Wald geboren, zog Paul Fenzl vier Jahre später in den Landkreis Regensburg. Dieser Heimat blieb der Autor mit kurzen Unterbrechungen bis heute treu. Gegen Ende seiner Berufszeit als Pädagoge begann er „spätberufen, sich schriftstellerisch zu betätigen.

  • Entwicklung:

    Bei dem literarischen Genre „Regio-nalkrimi“ sollte es nicht bleiben. Mit seiner Sagensammlung „Von Hexen, Heiligen und Halunken“ zeigte der Autor seine Vielseitigkeit, die er auch mit seinen Kurzgeschichtenbänden „Blick fürs Wesentliche“ und „Regensburg und überall“ unter Beweis stellte. (bjs)

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