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Montag, 11. Dezember 2017 3

Schule

Lehrkräfte schrieben Schulgeschichte

Das Staatliche Schulamt ehrte langgediente Lehrerinnen und Lehrer. Klar ist: Die Anforderungen an den Beruf sind gestiegen.

Schulamtsleiter Georg Kick (l.) und Schulamtsdirektorin Renate Vettori (r.) ehrten langjährige Lehrkräfte aus den Grund- und Mittelschulen. Foto: xih

Wackersdorf.„Sie haben Schulgeschichte mitgeschrieben und mitgestaltet“, versicherte Renate Vettori den Lehrkräften, die in diesem Jahr ein Dienstjubiläum feiern. Die Schulamtsdirektorin sieht im Lehrer eine „Allzweckwaffe an der Eltern-, Schüler- und Behördenfront“ mit dem Auftrag, täglich flexibel auf neue Herausforderungen zu reagieren.

Herausforderung Digitalisierung

„Die Schule spiegelt die gesellschaftlichen Veränderungen wider“, sagte Schulamtsdirektorin Vettori bei der Ehrung der Jubilare am Mittwoch im Mehrgenerationenhaus in Wackersdorf. Neun von ihnen sind seit 40 Jahren im Schuldienst tätig. „Sie haben die Strukturveränderungen der Vergangenheit mitgemacht“, bestätigte ihnen Renate Vettori, von der Trennung der Grund- und Hauptschulen zum Übergang in die Mittelschule, von der Wissens- zur Kompetenzvermittlung und von der Flexi-Klasse bis zum zweisprachigen Unterricht an der Grundschule. Nun stehe der Lehrer vor einer neuen Herausforderung: der Digitalisierung.

Auch Schulamtsleiter Georg Kick würdigte die Leistung der Kollegen, überreichte ihnen eine Urkunde und stellte ihnen zwei Tage „Sonderurlaub“ und ein „Jubiläumsgeld“ in Aussicht. Stellvertretender Landrat und pensionierter Gymnasiallehrer Jakob Scharf versicherte den Jubilaren: „Sie empfinden Ihren Beruf nicht als Job, sondern als Berufung“. Der Lehrer stehe täglich unter Beobachtung der Eltern, der Politik, der Presse und der Schulaufsicht. Der Lehrerberuf sei ein schöner, aber kein bequemer, berichtete Jakob Scharf aus eigener Erfahrung. Personalratsvorsitzende Maria Karg-Pirzer hob die Bedeutung des Pädagogen mit den Worten hervor: „In den Händen des Lehrers liegt es, ob die Kinder Freude am Lernen haben“.

Der Rektor der Mittelschule Burglengenfeld, Heinz Weilhammer, will nach 40 Jahren Schuldienst ein Buch schreiben und sich dabei an die Anfänge erinnern, als der Hausmeister noch mit einer Glocke durch das Dorf ging und die Leute zum Elternabend in die Schule einlud. Wenn er dienstlich telefonieren wollte, musste er ins benachbarte Wirtshaus gehen. Nicht ganz so weit musste Claudia Buchmann, Rektorin an der Grundschule Schwarzhofen, zurückblicken, die ihre Laufbahn vor 25 Jahren begann. Ihr Bekenntnis: „Ich habe den richtigen Beruf gewählt“.

„Meine Arbeit gerne gemacht“

Dasselbe versicherte auch die Konrektorin der Grundschule Maxhütte-Haidhof, Agnes Haberl, die nach vier Jahrzehnten feststellt: „Ich habe meine Arbeit gerne gemacht, gehe jetzt aber auch gerne in den Ruhestand“. Beratungslehrerin und Psychologin Susanne Högerl-Woog von der Grundschule Oberviechtach stellt „bei den Kollegen eine zunehmende Anspannung und eine Häufung der Problemlagen“ fest.

Schüler von der musikalischen Grundschule Wackersdorf unter der Leitung von Lehrerin Sabine Voggenreiter umrahmten die Feierstunde musikalisch. (xih)

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